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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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314 Wonnenjuhr Sonucnparasla^e

auf die Sonne; in den folg. Monaten fangen sich diese Bahnen an zu krümmenund bilden Ellipsen, deren Höhlung sich aufwärts kekrr und deren Eröffnung sichspäterhin erweitert; sodann wiederholen sich diese Gestalten, nur im umgekehrtenSinne der Richtung, und die Periode beträgt gerade ein Sonnenjahr. Man erklärtdies Alles vollständig, wenn man die Flecken, als der Sonnenkugel selbst adhäri-rend, betrachtet und letzterer eine Rotation nach der Folge der Zeichen um eineAxe beilegt, welche unter einem Winkel (von 824°) gegen die Ebene der Ekliptikgeneigt ist. Die wirkliche Dauer dieser Rotation findet man aus der scheinbaren,oben auf gegen 21 Tage bestimmten etwas über 25 Tage; denn es muß inBetracht gezogen werden, daß die Erde, von welcher aus die Bewegung betrachtetwird, unterdeß selbst in Bewegung ist, und daß dieser Umstand also nothwendig einesolche Verschiedenheit zur Folge hat. Betrachtet man während des jährigen Um-laufes der Erde um die Sonne den Weg der Flecken ferner von der Seite, wo derSonnenäquator die Ekliptik schneidet, so muß derselbe Weg angeführtermaßengeradlinig, sonst aber elliptisch gekrümmt erscheinen, welches aus den Regeln derPerspective folgt. Die Natur dieser Flecken endlich anlangend, so denkt sichHerschel (s. d.) den Sonnenkörper als einen unserer Erde ähnelnden, festen,mit einer Photo-(Licht-) sphäre umgebenen Kern, von welchem zuweilen einzelnePunkte oder Stücke durch Riffe dieser Lichksphäre sichtbar werden und so stecken-artlg erscheinen. Diese schöne Hypothese findet sich weiter entwickelt in s. Werke:Über den Bau des Himmels" (DreSd. 1826, m. K.). Sonstige Erörterungenüber die Soniienflecken, namentlich auch historische über ihre erste Entdeckung, gibtLittrow'SPopulaire Astronomie" (Wien 1825, 2 Bde., m. K).

Sonnenjahr, s. Jahr.

Wonnenmikroskop ist eine einer Zauberlaterne ähnliche Einrich-tung, die stakt der Lampe durch das Sonnenlicht erhellt wird. In einem verfinstertenZimmer stellt es auf einer weißen Wand kleine Gegenstände so vergrößert dar, daßihre zartesten Theile sehr genau unterschieden werden können. Das ganze Sonnen-mikroskop besteht aus einer kleinen Röhre, die mittelst einer runden Büchse in einerviereckigen Platte so befestigt ist, daß sie nach allen Seiten hin gedreht werden kann.Diese Platte kommt nun um das Loch eines Fensterladens zu liegen, durch welchesdie Röhre gesteckt wird, sodaß alles Licht von Außen nur durch die Röhre in dasverfinsterte Zimmer kommen kann. Diese Röhre hak vorn eine E>leuchkungslinse,von Innen aber eine Vergrößerungslinse, hinter welcher eine Vorrichtung ange-bracht ist, daß man die zu erleuchtenden Gegenstände quer durchstecken kann. Überder Erleuchtungslinse ist noch von Außen ein platter Spiegel angebracht, der so ge-stellt werden kann, daß er die Sonnenstrahlen auffängt und selbige auf die Er-leuchtungslinse parallel mit der Axe wirft, wodurch sie den in ihrem Brennpunktebefindlichen eingeschobenen Gegenstand erleuchten. Dieses Instrument wurde um1140 von dem berliner Arzte, l). Lieberkühn, daher es auch statt Sonnenmikro-skop häufig das Lieberkühn'sche genannt wird, erfunden. Dgl. Mikroskop unds. <> llieliurvseiipk! ^cl:ii>>,>," (London 1181, 4.) und auszüglich dar-aus Gren'sNaturlehre" (6. Aufl., Halle 1820).

Sonnennähe und Sonnenferne. Die Erde läuft, gleichden übrigen Planeten und den Kometen, in einer Ellipse um die L^onne, in dereneinem Brennpunkte letztere liegt. Hieraus folgt, daß sie in einem Endpunkte dergroßen Are am wenigsten, im andern aber am weitesten von der Sonne entferntist; diese Punkte heißen deßwegen sehr paßlich Sonnennähe und Sonnenferne,szilielniin und peribeliui».

Sonnenparallaxe. Parallaxe und Horizontalparallaxe sind bereitsim Art. Parallaxe erklärt. Die Horizontalparallaxe der Sonne insbesondere