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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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Sextett Sextus

gestellt werden kann. Da, wo bei den Absetzlinealen das Objectivdiopter sich be-findet, isi ein verkical stehender Spiegel angebracht, in den» der eine Richtpunktdes zu visirenden Winkels restectirt. Auf den, entgegengesetzten Lineale befindetsich ein Teleskop, durch welches man die Schenkel des in Graten zu bestimmendenWinkels visirt. Vor dem Rohre sind 34 gefärbte Gläser, deren jedes in einenbesonderen Rahmen gesetzt und um einen Mittelpunkt beweglich ist; man bedientsich ihrer als Vorsatz zur Schonung des Auges gegen den Glanz des Sonnenlichts.Es ist schwer, einen deutlichen Begriff von diesem zusammengesetzten Instrumentezu geben, ohne die nöthige Figur bildlich darzustellen, und es muß daher diese kurzeAngabe genügen. Noch ist anzumerken, daß man mittelst dieses Instruments nurdie Winkel entfernter Richtpunkte genau bekommt; je näher der Gegenstand, destounzuverlässiger sind die Ergebnisse; daher wählt man immer nur Gegenstände, diewenigstens eine halbe Stunde vom Beobachtungsorte entfernt liegen. Kein In-strument zum Winkelmessen kann mit mehr Bequemlichkeit und Geschwindigkeitangewendet werde», als der von Hadley erfundene Spiegelse.rtant. Mit gleicherLeichtigkeit wird es auf dem Mäste eines Schiffes, wie auf einem Thurme ge-braucht, und es vereinigt in sich bei gehöriger Geschicklichkeit der Anwendung langenicht die Schwierigkeiten, denen man beim Astrolabium so oft unterworfen ist.Eine genaue und deutliche Beschreibung dieses 1731 erfundenen Hadley'schenSpiegelsextanten oder nach Maßgabe der Anzahl von Graden, die sein Bo-gen faßt, auch Äctanten, gewährt Bohnenberger'sAnlest, zu geograph. Orts-bestimmungen mittelst des Spiegelsextanten" (Gött. 1705, m. K.). Der götkingerAstronom Mayer (Tobias, s. d.) verwandelte den Spiegclsextant in einen ganzenKreis von solcher Einrichtung, daß sich die Winkel mit Wiederholung messen lassen,wodurch die Theilungsfehler compensirt werden; er lehrt diese Einrichtung aus-führlich in der Emleit. zu seinen von der engl. Admiralität 1770 herausgeg.'I'-ibnG >>,iit»un> .-arlst -in !»>»»:" kennen. Mehre Verbesserungen hat andiesem Instrumente der sranz. Geograph. Borda (s. d.) angebracht; vgl. dessenl>t"i<,-ripln,n ct <ln carala lle iclloxioii" (Paris 1787). In dieser ver-

vollkommneten Gestalt führt der ursprünglich Hadley'sche Spiegelsextanr jetzt denNamen des Mayer-Borda'schen Spiegelkreises. ?. 8.

Sextett, stal. Sestetto , ist ein Tonstück für 6 selbständige Stimmen;dies mögen nun Instrumente oder Lingstimnien sein. Die Instrumentalsextettensind besonders für Blasinstrumente sehr häung und werten öfters als Serenatenbehandelt. Mozart und Righini haben Meisterstücke in dieser Art geliefert. Dochhat man auch Sextette für Lasten - und Blasinstrumente (wie z. B. von Mosche-leS np. 35, und Beethoven ). Für Singstimmen kommen die Sextetten häufig inOpern vor. Berühmt ist als Meisterstück der dramatischen Musik das charakteri-stische Sextett im 2. Acte desDon Juan" von Mozart .

Sextole, eine Gruppe von 6 Tönen, welche gleiche Dauer haben; danndie sie bezeichnende Notenfigur. Man bezeichnet sie gewöhnlich über den Notendurch s, und sie darf mit 2 Triolen nicht verwechselt werden, indem sie aus derTriole vielmehr entspringt und durch sie begleitet werden kann. Die Lextole gilt soviel als 4 Noten von demselben Werthe, und läßt sich in 3 gleiche Theile zerlegen.Eine aus 6 Noten bestehende Figur aber, die in 2 Theile zerfallt, ist eineDoppelkriole.

SextuS, mit dem Zunamen: Empwicus (der Empiriker), weil er alsArzt der empirischen Schult zugehörte, welche zu seiner Zeit blühte, war ein berühm-ter Skeptiker zu Ente des2. Jahrh., von Geburt wahrscheinlich ein Grieche, derzu Ale.randrien und Athen studirte, des Skeptikers Herodot von Tarsus Schülerwar und großen Scharfsinn mit Gelehrsamkeit verband. Die skeptische Kunst er-scheint in s. Werken in der höchsten Klarheit, welche sie im Alterthum erreicht hat;denn er entwickelte Begriff, Methode und Zweck des Skepticismus am genauesten.