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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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Spanische Sprache, Poesie, Literatur und Kunst 46S

biete der Kritik (hier ist Ignacio de Lnzsin durch seine?»elioa", 1137, Fok., wolals der Stifter verfranz. Schule, welcher Zos. Velasguez folgte, anzusehen), derPhilosophie, der Theologie u. f. w. nichts von Wichtigkeit anzuführen haben, den--noch nicht nur der prosaische Styl keineswegs vernachlässigt worden, wie wir schonkennDon Wui.rote"- bemerkten, sondern die historische Kunst, besoriders in der Ge-schichte der Nation, auf eine eigenthümliche und glückliche Weise geübt ward.Der gelehrte Theolog Perez de Oliva (st. 1538) hatte die didaktische Prosa sehr auS-gebildet, und sein Schüler und Neffe, Anibrosio de Morales, der HistoriographPhilipps ll., ging aufselnem Wege fort. So fand Diego de Mentoza eine gebildeteSprache, um seineGeschichte des Kriegs m Granada " mit der ihm eignen histo-rischen Kunst zu schreiben; und Geronymo Zurita beurkundete sich als pragmati-schen Geschiehtürrciber in s.Analen <lu !:> nl>l»i>!> ste Antonio de So-

lls schrieb im 17. Jahrh, noch ein herrliches Werk über die Geschichte der EroberungMexico?; doch gebührt vielleicht kein, alten OOjähr. Jesuiten Mariana (st. 1623)das Lob des fieißigste» spanischen Geschichtschreibers. Mit episch-historischer Kunstschrieb im 17. Zahrh. Franc, de Moncada dieIKpestieion ,1c (P lahmes ^ -1>a-'tzonk-i-e," (n. Ailsi , Madr. 1777). Indeß drang auch, besonders durch Lorenzound Balthasar Gracian , welcher Letztere durchs.Irt- ste >»geic>" einen bedeu-tenden Einfluß auf die spanische Literatur des 17. Zahrh. ausübte, in die Prosa derverderbliche Gongorismus ein. Dagegen erwarb sich die 1713 gestift. Heul -ica-llvuii.-, Ilüpaiiiüa zu Madrid ihr größtes Verdienst durch die HerauSg. des 6 Fo-liob. starkenOiemomirio ,Ie !s Ion! acaüemiu", wodurch zugleich die castilischeNftindart sörinlich zur allgemeinen Sprache gestempelt worden ist.') Vergebenshaben sich als Dramatiker Eandamo, Zamora, Cau zares als Lyriker die sog. zehnteMuse (die mexicanische Nonne Jnez de la Crur) und einige hsndre durch das 18.Zahrh. hin beniühk, den alten eingebornen Geist wieder zu erwecken; die 2 regel-rechten Tragödien des Montiano besiegten das vornehme Publicum, nur das Volkließ sich seine alten Lieblinge nicht rauben. Ios Lopez Sedano veranstaltete einenlh>> »os» espmml" (1788), in welchem er das Andenken an die alten Lyriker auf-frischt. Vielleicht wäre der Gallicismus durch Guerle gefallen, wenn er seine Po-lemik mit mehr Poesie und Geschick durchgeführt hätte. Hriarte'sLikerarische Fa-beln" »nd s.Lehrgedicht über die Musik", Arroyal'S Oden, und alle Eorr.ctheitdes Norosta dürften (o wenig als die 'Akademie» ,l<r l>-iv>,- lein-s zu Barcelona undSevilla im Siande sein, das alte Licht wieder aufschimmern)» laffen. I-ach O.uin-lana'S Urtheil begann mitEadalso (Vf. der<h,rius äluirneea," und derpoesias"Madrid 1821) und mit Melendez Valdez (ststiasius", 1'. I. 1785. l'. ll. Paris 182,5) eine neue Epoche in der castilischen Poesie. Die schon ersieulich genug Pu-risten genannte, an der eignen Landesblüche Hangende Partei scheint sich zwar zuverstärken, doch die Oberhand Hai sie,;. B. in Madrid , noch nicht, und es muß demAufstrahlen irgend e-neS überragenden Kämpfers überlassen bleiben, ob das Besseresiegen oder fallen soll. Neuerdings ist als historischer und politischer SchriftstellerLlorentd'aufgetreten, der aber außer seinem Vaterlands schreiben mußte. EbensoEstrada. Zu bemerken ist, daß der erste historische Noman, welcher aus der Feder ei-nes Spaniers gekommen, englisch geschrieben ist, nämlichGomez Ariaö, oder dieMauren von Alpujarras", von Telesforo de Trueba y Eosio (8 Bde., Lond. 1828).Eine kurze Geschichte der span. Literatur ist Anaya'sIlssug- o» sznmissi lllera-lure" (London 1818).")

*) Hülfsmittel sind: Fromm'SVollständige spanische Sprachlehre" (Dresden 1826),UndOiciionxslre ez^Aguc.I-tt.iiiseis ei trsneol- e-siri^iiol", von stlunez de Ta-1 'oada (2 Bde., Paris ), daS vollständigste aller soan. Wörterbücher; und das span.-deutsche und deiitsch.-spaii. Wörterbuch von« Bar. v. Seüendorf (Mrnberg l 82 n).

**) Ucberhaupt kann man Karls 111. Regierung als die Epoche des Wieder««,'-