Taritus
Tachygraphie
zweigestrichene, von
bezeichne durch c, d, e -c.
Und so bezeichnet man auch einen höher» Umfang der Töne herauswärls durch dieBenennung dreigestrichen und vorgestrichen (welches jetzfbescnters bei unscrnPia-nofortes vorkommt, deren Höhe sehr groß ist). Hierbei ist noch zu bemerken, daßalle unter der großen -Octave liegenden Töne Contratöne genannt wurden. — Überden Ausdruck Tabulatur vgl. noch Meistersänger. — In der Malerei verstandman sonst auch die Decken-, und Wandmalerei darunter. I.
Tachygraphie oder Tacheographie, s. Stenographie. —Tachypyrio», s. Feuerzeug, 3.
T a c i t u s (Casus Cornelius), geb. zu Terni , dem alte»Iui<-,a,iii>a in La-tium, 5"! n. Chr., unter der Regierung des Nero, stammte aus einer plebejischenSeitenlinie des berühmten Geschlechts derCornelier. Über seine frühere Bildungwissen wir ebenso wenig als über seine Älter». Unter Vespasian scheint er daserste öffentliche Amt bekleidet zu haben, indem er, nach einer Nachricht des älternPlinius, von diesem Kaiser als Procurator in das belgische Gallien geschicktwurde. Nach Rom zurückgekehrt, erhielt er von dem Kaiser Titus Beweise aus-gezeichneten Wohlwollens, indem er zum O.uästor oder Adil ernannt wurde.Er selbst erwähnt dies, jedoch nur in sehr unbestimmten Ausdrücken, in seinenWerken, linker Domitian ward er, 88 n. Chr., Prätor und kam in das Colle-gium der Fünfzehnmänner zur Besorgung der Hpfer. Aus Unmuth über denDruck, unter welchem das römische Volk während der Regierung dieses Unge-heuers schmachtete, verließ er nach dem Tode s.ehrwürdigen Schwiegervaters, Iul.Agricola (s.d.), Rom auf einige Zeit, kehrte jedoch zurück, als, nach bei Ermor-dung jenes Unmenschen, unter Nerva'S menschlicher Herrschaft jeder Brust freierzu athmen vergönnt war. Nerva selbst belohnte s. Verdienste mit dem Consulat imI. 97 n. Chr. Mit dem jünger» Plinius lebte er in der engsten Freundschaft, undBeide wurden für die größten Lichter ihres Jahrh, gehalten. Er führte als Sach-walter die wichtigsten Rechtshändel und war der berühmteste Redner. Auch inihäuslichen Leben war er sehr glücklich. Seine Gemahlin, eine Tochter des Iul.Agricola, gehörte zu den tugendreichsten Frauen Roms, und es ist sehr wahrscheinlich,daß derKaiser Tacitus ein Nachkomme des großen Geschichtschreibers war. Wanner gestorben, läßt sich aus Mangel an Nachrichten nicht bestimmen, wahrscheinlichvor Hadrian's Regierung. Vier verschiedene GeschichtSwerke haben sich von ibmerhalten. 1) „1,,»ales" (Jahrbücher), welche die wichtigsten Begebenheiten vomTode des Augustus bis auf Nero'S Selbstmord (ein Zeitraum von 64 Jahren) ent-halten; leider ist davon die Erzählung der Begebenheiten vom I. 37 — 47 (Buch6. big zum 10. einschließlich) verloren gegangen. Auch das Ende des Werkes istnicht mehr vorhanden; denn es schließt jetzt im 16. Buche mit Lem I. 67. Die er-sten 5 Bücher wurden erst vor 300 I. durch Angelo Arcomboldo, Schatzmeisterdes Papstes Leo X. , im Kloster zu Korvev aufgefunden. 2) Die der Zeit nach frü-hern „Ilistoi i^i-un, II." In denselben wollte T. dieGeschichten seiner Zeit beschrei-ben, daher auch der bedeutungsvolle Name: Historien, vom griech. Worte „selbst-forschen". Aber auch von diesen sind nur noch 4 Bücher ganz, und das 5. zum Theilvorhanden. Dies Werk beginnt ni i t dem I. 69 n.Chr., da Galba noch den Purpurtrug, und endet niit dem I. 71, da VespasianuS den Thron bestiegen halte, enthältalso 2 Jahre; und man kann aus diesem Umstände auf die Wichtigkeit und lehrreich«Vollständigkeit desselben schließen. 3) Das unschätzbare historisch-statistische Werk:„l)s zi tu, inoribus et pop„Ii,>>Ori'u,.',niav"(vgl. Luden's „Geschichte d. Deutschen",I, 431 fg.; einige sehen es mehr für einen politischenRoman an). 4)„I1e vi i-> rtrnoribui Lii. O ul. ^^riuvlae Über". DerDialog von den Ursachen der verderbten