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Elfter Band. T bis V.
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8 Tafelrunde

Tafelrunde. Zu Ende d. 5. Jahrh, herrschte in Britannien, so eichhltdie Sage, ein christlicher König oder Oberfeldherr der Briten, Uther-Pendragon.dereinen der mächtigsten, aber ebenso weisen und wohlthätigen Zauberer, NammSMerlin, zum Freunde und Rakhgeber hatte. Dieser riech ihm, an einer runlenTafel zu frohen Gelagen alles. Ritter zu versammeln, die sich durch Frömmigkat,wie durch Tapferkeit, gegenseitige Freundschaft und Treue gegen den König ab-zeichneten. Sie sollte auf 58 solcher Edeln in ihrem Umfange berechnet sein, undvor der Hand nur von 49 besetzt werden, der Platz für den fünfzigsten aber lemund Dein aufbewahrt bleiben, welcher, wie Merlin sagte, erst noch geboren wer-den sollte. Der Versuch, den ein dazu nicht berufener Ritter machte, in MerlinsAbwesenheit diesen Platz einzunehmen, endigte damit, daß der Anmaßende im Niin die Tiefe hinabsank und nicht wieder zum Vorschein kam. Dieser Versuchschreckte jeden ab, die leere Stelle einzunehmen, die dem Sohne des Feldherr,,dem berühmten König Arthur oder Artus , beschieden war. Er zeugte denselbenmit der Inzuerne(Ingarea), der weisen, verständigen Gemahlin eines widerspen.stigen Vasallen, in die er sterblich verliebt war, und welche ihn als ihren Gemahlumarmte, weil ihm Merlin dessen Gestalt gegeben hatte. Als ihr Gemahl beieinem Ausfall geblieben war, ward sie Uther-Pendragon vermählt. Merlin Hainsich zur Belohnung für s. Zauberwerk die Erfüllung der Bitte ausbedungen, welch;er ain nächsten Morgen nach der Umarmung thun würde, und diese bestand darin,ihm den Knaben zu überlassen, den Inguerne nach 9 Monaten gebar. Es wardies Arthur. Merlin ließ ihn in Allem, was dem tapfersten wie dem tugendhaf-testen Helden geziemte, unterrichten, und so füllte dieser, späterhin als der ta-pferste Ritter und König zugleich die leere Stelle der runden Tafel aus, die auchunter ihm der Sammelplatz aller tapfern, edlen, frommen Ritter blieb. DüseTafel, an welche zugelassen zu werden der höchste Preis aller Anstrengungen, Tu-genden und Verdienste und gefährlicher Proben war, gab den romantischen Dichternmannigfaltigen Stoff. Was für die franz. Romanciers Karl mit seinen 12 Pairs,das waren für die britisch-normannischen die Ritter von der Tafelrunde, und soentstand eine Menge von Dichtungen, die in der romantischen Poesie einen eignenKreis bilden. Nach a. Nachrichten stiftete Arthur selbst in diese Riiteitafelbei einem großen Feste. S. die ,,6a,nl>>n pnpulu, unli.juili,:-" von Robert unddas anziehende Gedicht:l,es (lbev.ilierz <le lu tadle rnusto". von EreuZ!'de Lei-ser (2. Anst., Paris 1813). Nach Zos. v. Hammer sind die 1 Tafeln im Schah-nameh und die -Vage von den 12 Recken der älteste Ronian der Tafelrunde, dersich späterhin in den arabischen Romanen, als zur Zeit Nufchirwan's, und in denwestlichen, als zur Zeit des Königs Arthur , wiederholt hak. Alle Dichtungen vonder Tafelrunde gehen von folgender Legende aus. In den Kelch, dessen sich Jesus beiEinsetzung des Abendmahls bediente, sing Joseph von Arimathia das Blut auf,das aus Jesu Seite bei seiner Kreuzigung floß. Mit diesem Kelche, der Gral ge-nannt, verrichtete Joseph in verschiedenen Ländern, besonders in England, er-staunliche Wunder; so auch s. Nachkommen, unter welchen dieser Kelch als ein hei-liges Eigenthum forterbte. Nach einigen Geschlechtern ging er verloren. Ihnwieder aufzusuchen, stiftete Ritter Pendragon, Arkhur'S Vater, den Orten der Ta-felrunde, dessen Rittern als erste Pflicht oblag, die ganze Welt zu durchstreife»,um den heil. Gral aufzusuchen. Die Erzählungen hiervon waren ursprünglichlateinisch vorhanden. Die Trouw reS bearbeiteten jene christliche Legende undbrachten sie, wie es scheint, erst in Verbindung mit der britischen Sage vom KönigArthur (s. d.). Aon ihnen empfingen sie die Deutschen . (S. Wolfram v.Esche n bach.) Herr v. Hammer meinte, der Gral sei vielmehr der Kelch des gno-stischm Vereins oder das Gefäß der Feuertaufe. (S. Baphomel.) Wahr-scheinlich ist der Name Gral eine Verstümmelung des lat. suuuuis lealid (das