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Elfter Band. T bis V.
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Theovvsius I.

sehen und unglücklichen Auftritten, welche den Verfall des römischen Reiches beglei-tete». Das, es ihm ganz an wissenschaftlichen Kenntnissen gefehlt habe, und daß ermcht einmal s. Namen habe schreiben können, ist schon wegen s. frühern langjähn-gen Aufenthaltes zu Konstantinopel mcht wahrscheinlich. An Eassiodorus undBoiAhiuS (s. dd.) hatte er 2 weise Staatsmänner, die den Ruhm s. Regierungtheilten: doch lohnte er dem Letzter» mit Undank. Er starb un Glänze s. Glückes526. T. war weder der reine Sohn der Natur noch ein durch und durch ge-bildeter Mann; daher in ihm Egoismus- der Feind jeder Humanität, hervortritt.Den Anfang s. Macht bestecken Mord, Raub, Treulosigkeit, Wildheit, denn eswaren ihm die Mittel, groß zu werden. In der Mitte s. Lebens zeigte er Weis-heit. Milde, Gerechtigkeit, scheinbare Achtung für Bildung; der kluge Mann sahdarin die Mittel, das Erworbene zu behalten. Am Ende s. Regierung bewies erArgwohn, Zorn, Grausamkeit, Hartherzigkeit; denn er glaubte sich bedroht, dasErworbene zu verlieren. So urtheilt Schlosser über Theodorich den Großen.Vgl. Manso'sGesch. des cstgorh. Reichs" (Breslau 1824). Ihm folgte alsKönig sein lOjähriger Enkel Athalarich unter der Vormundschaft seiner verständi-gen und klugen Mutter, Amalasvinth. Aber durch innere Zwistiakeiten ward nach-her das gothische Reich erschüttert, und der Untergang desselben herbeigeführt. Iu-stinians Feldherr, NarseS , machte (552) demselben ein Ente, und seitdem ver-schwand selbst der Name der Goihcn.

Theodosius (FlaviuS) l., römischer Kaiser, nach den, Urtheile der or-thodoren Geistlichkeit, der Große, geb. 345 zu Cauca im nördlichen Spanien ,von s. Vater, dem ComeS Theodosius (welcher zu Anfange der Regierung GratianS,316, wie man glaubt, nicht ganz ohne Zuthun des Kaisers, ermordet ward) frühim Kriegsdienste geübt und zum Feldherrn gebildet, erhielt 31g zu Lirmium denPurpur als Cäsar AugustuS des OrieniS und Mitregent des Kaisers. Er hatte dieseWürde weniger der Reue GratianS, der den gekränkten Sohn dadurch versöhnenwollte, als seinem eignen Gewichte im Heere und der mißlichen Lage des Reiches,das eines sieghaften Regenten bedurfte, zu verdanken. Die östlichen Staaten desrömischen KaiserthumS in Asien, Afrika und Europa bis an die Donau Und dasadriatische Meer waren damals von zahlreichen, raublustigen Feinden theils bedroht,theils besetzt und verheert, besonders die europäische », wo nach der Schlacht bei Ha-drianopel, 318, die dem Kaiser ValenS das Leben kostete, Hunnen, Alane», esrar-waten und Gothen hausten. T. trieb sie noch im ersten Jahre seiner Milregent-fchast über die Donau zurück und nöthigte sie 582 zum Frieden. Die Ostaorhenbesiegte er 586 und erwarb ihr Vertrauen, auch machte er durch tapfere Feldherrens. Name» in Asien furchtbar, sodaß die Perser s. Freundschaft suchten. Nicht min-der glücklich war er gegen die Nebenbuhler s. Krone. Zwar mochte oder konnte erden schwachen Gratia» nicht schützen, als MarimuS ihm 583 Gallien und Bri-tannien, und endlich das Lebe» nahm, doch nachdem dieser als Regent beider Pro-vinzen anerkannte Rebell 381 in Italien eingefallen, und Valentinian II. , stattsein Erbe zu vertheidigen, nach Konstantinopel geflohen war, trat T. als Be-schützer des jungen Mitkaisers auf, entschied'durch eine glückliche Schlacht, in dersein Gebet ihm den Sieg verschafft, und einöLturmwind die feindlichen Pfeile gegenihre Schützen zurückgetrieben haben soll, im iLommer 388 über den Besitz desganzen occidentalischen KaiserthumS zu ValenlimanS Vortheil, und ließ den zuAguileja gefangenen Maximus hinrichten. Durch eins allgemeine Amnestie be-ruhigte er das Reich und hielt 389 s. Triumph in Rom . Was er hier für s. Mit-kaiser gethan harte, sollte noch ihm selbst zu statten kommen. Arbogast, ein fränki-scher Feldherr am Hose Valentinians zu Rom , ermordete diesen jungen Fürsten392 und setzte an seine Stelle den Rhetor EugeniuS , der das gefährliche Geschenknur, weil er es nicht auszuschlagen wagte, annahm. T. erkannte den neuen Kai-