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Elfter Band. T bis V.
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Theresia (Maria)

Östreicherbei Campo-Santo über die Spanier (8. Febr. 1743), untern'arfen sichdie Spanier und Franzosen unter dem Infamen Don Pkilipp ganz Savoveii. Danun dem PrinzenKarl v. Lothringen sein Eindringen in Frankreich nicht gelang, sokehrte er nach Wien zurück,wo er sich mit derErzherzoginMariaAnna, derSchwe-ster M. T. S, vermählte, und zur Belohnung seiner Dienste das Generalgouver-nement über die Niederlande erhielt. Bis 1744 hatten England und Frankreich als bloße Hülfsmächte gegen einander gekämpft. Jetzt erfolgte die förmliche Kriegs-erklärung von Seiten Frankreichs , sowol gegen England (15. März) als gegenÖstreich (11. April). Die Franzosen eroberten die wichtigsten Festungen in den Nie-derlanden, und der Marschall von Sachsen drohte sich des ganten Landes zu be-mächtigen, als Prinz Karl von Lothringen in den Elsaß einfiel, «chon verbreitetedie östr. leichte Reiterei Furcht und Schrecken bis an die Thore von Luncville, undder König Stamslaus mußte von dort flüchten. Der König von Frankreich stelltejedoch dem Prinzen eine große Macht entgegen, und Karl ward zurück gerufen, umdemKönige von Preußen, der anssNeue die Waffen ergriffen hatte,Widerstand zuthun. Die stolze und leidenschaftliche M. T. hatte sich nämlich geweigert, den Kai-ser und den Reichstag von Frankfurt anzuerkennen. Auch ließ sie ihren Vorsatz,Baiern zu behalten^ in Frankreich und Italien Eroberungen zu machen, Schlesien wieder einzunehmen und, in Verbindung mit Sachsen und England, die preuß.Staaten zu theilen, nur zu deutlich merken. Friedrich schloß daher, um ihr zuvor-zukommen, und zum Schutze des Kaisers, d. 22. Mai 1744 mit dein Kaiser, mitFrankreich, dem Kurfürsten von der Pfalz und dem Könige von Schweden , alsLandgrafen von Heffcn, die Union zu Frankfurt . Darauf fiel er im August mit80,000 M. in Böhmen ein, eroberte Prag und den ganzen Theil auf der Ostseiteder Moldau. Die bairischen und hessischen Truppen drangen zugleich in Baiernvor und setzten den Kaiser wieder in Besitz seiner Hauptstadt. Der Schrecken ver-breitete sich bis nach Wien , aber M. T. blieb unerschüttert. Sie begeisterte aufdem Reichstage zu Presburg ihre Ungarn, und diese flogen, von Sachsen und Ost-reichen: unterstützt, zur Rettung Böhmens herbei. Auch Karl von Lothringen eilteaus dem Elsaß und Lothringen nach Böhmens Grenzen, und die Preußen mußtendas Königreich wieder räumen. Dagegen eroberte» die Franzosen nicht bloß Frei-burg, Östreichs Vormauer gegen Westen, sondern drangen auch in den Niederlan-den vor. Selbst in Italien mußte sich der östreichische Feldherr, Fürst v. Lsb-kowitz, nachdem er anfangs die Spanier zurückgedrängt und den König von Nea-pel,> Don Carlos, bei Vcllekri beinahe gefangen genommen hätte, wegen Man-gel an Truppen nach der Lombardei zurückziehen. Doch der Tod Karls VII.(20. Jan. 1745) öffnete dem Ehrgeize der M. T. ein neues Feld. Frankreich be-mühte sich zwar aufs Neue, dem Hause Östreich die Kaiserkrone zu entreißen,aber die Sache Östreichs siegte trotz der französische» Ränke am russischen Hofe;auch unterstützte England die Königin M. T. üufs Neue mit Truppen und Geld.Da nun der Zweck der frankfurter Union wegfiel, so suchte Friedrich I I. Großbri-tanniens Vermittelung, um sich mit Östreich auszusöhnen. Unterdessen schloß M.T. d. 22. April 1745 den Vertrag zu Fueffen mit dem neuen Kurfürsten vonBaiern , wodurch dieser die pragmatische Sanction anerkannte und sich verpflichtete,die fremden Hülfsvölker aus seinen Staaten zu entfernen und dem Herzoge b. Lo-thringen , T.'s Gemahl, seine Stimme zur Erlangung der Kaiserkrone zu geben.Überdies; hatte die Königin von Ungarn eine Quadrupelallianz mit dem Königevon Polen, mit Holland und England (8. Jan. 1745) zu Warschau zu Standegebracht, sowie den Vertrag von Leipzig (18. Mai), in welchem geheime Oberemkl,nfte zwischen Östreich und Sachsen hinsichtlich der Theilung der preuß. Staatenenthalten waren. Während dieser Verhandlungen machten die Franzosen Fort-schritte. Nach dem Siege des Marschalls von Sachsen über die Verbündeten bei