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Elfter Band. T bis V.
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Thon

Ednam in der schottischen Grafschaft Roxburgh , wär her Sohn eines presbvteria-aischen Pr-digerS und zeigte schon auf der Schule zu Iedburgh eine große Liebefür die Dichtkunst. Zu Edinburg , wo er Theologie studiren sollte, suchte er vor«iüglich sein dichterisches Talent auszubilden, und kam 1125 nach London , wo erseinen Schulfreund, David Mallet, fand, der ihm noth, sein Gedicht:DerWinter ", drucken zu lassen, aber erst 1126 sonnte er einen Verleger dazu finden,und dieser gab ihm ein sehr unbedeutendes Honorar. Auch erregte das Gedicht we-nig Aufmerksamkeit, bis ein angesehener Mann, Namens Whateley, seine Freun-de darauf aufmerksam mochte. Dadurch gelangte T. zur Bekanntschaft mitPope , dem Lordkanzler Talbot und andern ausgezeichneten Personen, die sichseiner auf dos thätigste annahmen und ihn anffvderten, auch die andern Jahreszei-ten poetisch zu beschreiben. 1128 erschien seinFrühling", und 1130 derHerbst ",die aber demWinter " in Hinsicht des poetischen Werthes nachstehen. Nachdemer Talbot's ältesten Sohn aus Reisen begleitet hatte, erhielt er eine einträgliche undbeinahe geschäfkslose Stelle, als Secretair der Patente, und konnte steh jetzt seinenLieblingsbeschäftigungen sorgenfrei widmen. Nach dem Tote Talbot's verlor T.zwar seine Stelle wieder, allein der Prinz von Wales, dem er persönlich bekanntwurde, entschädigte ihn durch eine jährliche Pension von 100 Ps. St. 1140 gaber gemeinschaftlich mitMulletDie Maske des Alfred" heraus. In diesem Stückebefindet sich das dramatische Festspiel:liule 8,>»i.',"; man weiß aber nicht,welcher von beiden Dichtern der Verf. ist. Unter seinen dramatischen Hervorbrin-gungen zeichnet sich das TrauerspiellAnvrvil aiul 8ii8,»ni>tl^", welches 1145erschien, am vortheilhaftesten aus. Überhaupt bemerkt man aber in seinen 5Trauerspielen einen großen Hang zum Didaktischen und Beschreibenden, es fehltihnen daher nicht an trefflichen Stellen dieser Art, die jedoch für den raschen Fort-gang der Handlung meist zu lang und declamalvrisch sink. Sein allegorisches Ge-dicht in Spenser'S Manier und Versart: ,/l >>e esutle e>k iiielulvno,:", welches1146 erschien, zeichnet sich mehr durch einzelne glückliche Stellen als durch Vollen-dung des Ganzen aus. In tems. I. erhielt er den Posten eines 4)b. raufst h,rs überdie antillischen Inseln, welcher ihm nach Abzug teü Gehalts für seinen Stellver-treter jährlich 300 Pf. St. einbrachte. Doch genoß er dieses Glück nur bis zum21. Aug. 1118, wo er starb. Unter den engk. Dichtern behauptet T. einen vor-züglichen Rang. Er besaß eine lebhafte und reiche Einbildungskraft, und bereichertedie Dichtkunst mit einer Menge neuer Bilder, die er nach derNaiur selbst und nacheignen Wahrnehmungen entwarf. SeineJahreszeiten" (ll,susouz") sindsein Meisterstück, und vielleicht unter allen beschreibenden Gedichten der Engländerdas gelungenste. Die Schreibart ist übrigens, zuweilen etwas hart und unharmo-nisch, hier und da etwas schwülstig und dunkel. Auch als Lyriker nimmt T. einender ersten Plätze unter den cng(. Dichtern ei». Die schönste und vollständigsteAusg.seinerWerke ist:llie evoibsvlll. 1 l>«,n>8"i> »ili, ln,8 ü>8> (x»itaii»8" (2Bde.,Lond . 1118, 4.). Durch eine schätzbare kritische Einleitung empfiehltsich unter denAuSg. derJahreszeiten" besonder« folgende: > li«- ,->v!>8l>»8 P Allein" (Lond.1118). Letztere sind übersetzt von L. Schubort (2. Anst., Bert. 1196), von Har»ries (Mona 1806), von Neuendorf (Beil. 1815), und von Soltau (Br.mnschw.1825). Von T.'S Trauerspielen haben wir eine prosaische Übersetzung Mit Lessing'SVorrede, und eine poetische in reimlosen Iamben vonI.H. Schlegel.

Thon, eine sehr verbreitete Erdart, meist von grauer, aber auch andrerFarbe, und die sich mehr oder minder fettig anfühlt, das Wasser begierig einsangt,durch das Brennen hart wird und bei starkem Kalk- und Eisengehalt in heftigerGlut schmilzt. Die Bestandtheile sind Kieselerde, Thonerde, Wasser und in derRegel auch etwas Kalk, Eisenoxyd und Spuren salzsaurer Verbindung. (Dgl.Tvpsrrkunst.)