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Elfter Band. T bis V.
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Hers

TigraneS

men taufen ließ. Dennoch genoß er forttvährend die Achtung, welche einem aus-gezeichneten Kopfe, einem trefflichen Redner, einem gründlichen Kenner der innernund äußern Verhältnisse seines Vaterlandes gebührt. Er starb am 25. Jan. 1830.T. har von 179197 MehreS geschrieben, namentlich über die Lage der ostindi-schen Compagnie; auch eine Sammlung seiner Reden ist wünschenswerth.

'k i o r >> etui. dritter Stand. Es gab eine Zeit, wo diese Benennung inFrankreich nicht unpassend war, als die Geistlichkeit und der Adel fast das ganzeLand besaßen, die Städte unbedeutend waren, und daher auch Geistlichkeit und Adelallein auf den Reichs- und Landtagen erscheinen konnten. Nach und nach erhobensich die Städte zu Vermögen und Ansehen; sie wurden von der Grundherrüchkeltder großem und kleinern Vasallen frei; sie mußten also, wenn Steuern zu verwüst-gen waren, auch gefragt werten. Auch der Bauernstand mit Eigenthumsrechten anf.,Grundstucken wurde ansehnlicher, und schon Ludwig IX. zog 1252 Städte undÄmter zu den Reichstagen. Vorzüglich that das Philipp l 1. (der -Lchone) 1303,-als er sich in s. Händeln mit Papst Bonifaz VUI. des Volksgeistes versichern mußte.Davon kam die Benennung: dritter Stand. Sie mußten sich aber große Demü-thigungen gefallen lassen; während die Geistlichen rechts, der Adel links vorn Kö-nige saß, mußten die Deputirten der Städte und Amter vor den Schranken siehe»und die königl. Propositionen knieend anhören und beantworten. Endlich erhob sichdpr Bürgerstand zur sssation, und die Regierung selbst, welcher Adel und Geistlich-keit tcherall einen eigennützigen Widerstand entgegensetzten, richtete ihre Blicke von1^788 an nach dem dritten Stande. Sicyeü's berühmte Schrift:chn 'e.-ü eu <i»ole ticrr el.,t?" (1789), gab dem Gefühle der Nation Worte. Jetzt ist die Benen-nung dritter Stand verfassungswidrig. 37.

TifliS, ehemal. Hauptst. von Georgien in Asien , am Flusse Kur, und Resi-denz.des Fürsten Herakllus, jetzt die Hauptst. der russ. Statthalterschaft Grusien, hat4Ü00 H. und 20,000 E., von denen die Hälfte armenische, die übrigen georgischeund grusinische, d. h. altgriechische Christen, Katholiken, und ungefähr 100 Fami-lien von der mohammedanischen Religion sind. Die Stadt besieht aus 3 Haupr-theilen, dein eigentlichen Tiflis und Kala auf der Westseite, und der Vorstadt Z ßniauf der -Ostseite des Flusses, über welchen eine einzige Brücke führt. Auf einemBerge bei der Stadt liegt die Festung Heraklea. Die Häuser sind schlecht gebaut,und die Straßen so enge, daß in den breitesten nur ein Wagen bequem fahren kann;in den kleinen Nebenstraßen ist kaum Platz für einen Reiter. Es sind hier 15 grie-chische, 20 armenische und 2 kathol. Kirchen, 2 Basars mit 704 Buten, in denenvorzüglich armenische, tatarische und georgische Kaufleute handeln; auch gibt esWollen-, Baumwollen- und Halbseidcnwebereien und eine Salzsiederei. Die be-rühmten warmen Bäder sind verfallen, doch sir.det man in mehren noch Bode» undBekleidung von Marmor. Das Wasser ist wenig schwefelhaltig, aber beim Ge-brauche sehr heilsam. Sie haben der Stadt den Namen gegeben, die eigentlichTbilißi, d. i. Warmstadt, heißt. S. Rottier'sItincrairo cko litlis ä Ovinm-n-linoz>lv" (Brüssel 1829).

TigraneS, ein berühmter König vonGroßarnienien indem letzten Jahrh,v. Chr. Von seinem Vater Artapias als Geisel an die Parther überliefert, setztenihn diese nach Jenes Tode auf den Thron, wogegen er ihnen ein Stück von s. Landeabtreten mußte. MitMithridates (s.d.), dessen Tochter Kleopatra er zur Ge-mahlin nahm, schloß er ei» Bündniß gegen die Romeo, und das Glück s. Waffen,mit welchen er Kappadocien eroberte, bewog die Syrer, welche der unaufhörlichenFamilienstreitigkeiten ihrer Regenten aus dem Hause der Weleudiden überdrüßigwaren, ihn zur Besitznahme ihrer Länder einzuladen. Er that dies und eroberte einengroßen Theil von Cilicien und Syrien . Doch ließ er sich von Mithridates nicht wie-der zu einem neuen Bündniß gegen die Römer bewegen; er griff vielmehr die Par-