Band 
Elfter Band. T bis V.
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Tigris Tillotson 259

ther an, erobert? das abgetretene Stück Land, auch Mesopotamien undMygdonien ,nahm dann das von den Weleuciden noch besessene Stück von Syrien und einengroßen Theil von Phönixen, und gab sich den stolzen Titel eines Königs der Könige.Als T. dem römischen Consul Lucullus die Auslieferung des aus s. Lande vertriebe-nen MichridateS, welchen er bei sich aufgenommen hatte, verweigerte, kam es zumKriege, in welchem T. geschlagen wurde, der nun dem Mithridakes dieFührung desKrieges überließ. Beide wurden nceymals in einer Hauptschlacht besiegt; allein imfolgenden Jahre, wo die unter den Römern ausgebrochcnen Zwisiigkciten den beidenKönigen zu statten kamen, brachten diese Armenien , Kappadocicn ic. wieder unterihre Waffen. Doch des T. Sohn empörte sich wider den Vater; dieser mußte seineHeere theilen, er schlug den Sohn und nöthigte ihn nachParihien zu fliehen. Abereben dieses nahm nun Partei für den Sohn und fiel in Armenien ein; zu gleicherZeit wurde MichridateS von den Römern geschlagen, zu denen auch endlich T.'sSohn überging. Jetzt faßte T. im Vertrauen aufdieGroßmuth des PompejuS denEntschluß, diesem sich selbst freiwillig zu ergeben, und PompejuS gab ihm einenTheil von Armenien und auch Mesopotamien zurück. Da jedoch nach einiger Zeitdes T. Sohn aufs Neue in'Verschwörungen gegen s. Vater sowol als gegen dieRömer sich einließ, so legte ihn PompejuS in Ketten und schickte ihn nach Rom ;T. aber erhielt wegen seiner dankbaren Gesinnung den Titel eines Freundes undBundesgenossen des römischen VölkS und stal'b als solcher im 85. Zahre seinesAlters.

Tigris, einer der größten Ströme Asiens, der in Armenien entspringt, sichin mehre Arme theilt und mit dem Euphrat vereinigt. Er bildet die östliche GrenzeMesopotamiens und führt noch jetzt den alten medischen Namen, der einen Pfeilbezeichnen und die Schnelligkeit seines Laufes andeuten soll. Bei Bagdad , durchmehre Nebenflüsse verstärkt, beträgt seine Breite, nach Niebuhr, 600 Fuß.

Tilgungsfonds, vgl. Am ortisiren. Das in England durch Pitterschaffene und von Grenville vertheidigte System des Tilgungsfonds würde 1828von demselben Lord Grenville in einer Flugschrift so bündig als irrig dargestellt, daßdie Abschaffung desselben durch eine ParlamentSacke von 1829 erfolgte. Denn nurdie Abtragung der Schuld durch einen Überschuß der Einnahme über die Ausgabebringt Vortheil, indem sie zugleich die Zinszahlung tilgt und dadurch die Bürden desVolkS'vermindert. 'Die Commissarien des Tilgungsfonds machten daher bekannt,daß sie,von 2,117,260 Pf., als dem Überschüsse der Einnahme in dem mit dem5. Juli 1829 geendigten Jahre, den -.Theil (529,106 Pf.) zur Redaction derNar'i'onalschiild verwenden würden.

Till 'otson (John), Erzbischof von Caziterbury, geb. 1630 zu Sowerby ,stikdirke zu Cambridge, ward Prediger an der Lorenzkirche zu London , erwarb sichdürchAeine. großen' Kanzelgaben, durch s. Redlichkeit, Mäßigung und Bescheidenheitviele Verehreft, und ward von Wilhelm lll. 1691 zum Erzbischof von Canterbury und zum Geheimenrath ernannt. Er war der letzte Geistliche, welcher ins Ministe-rium gezogen wurde. Bemüht,'sowol in Hinsicht teSLehrbegriffS als der kirchlichenOrdnung Ruhe und Eiiiigkeitzu erhalten, erreichte er s. Zweck nur zum Theil, undlange »ach s. Tode (169-1) ward von den Eiferern seine Rechtgläubigkeit geläugnet,und selbst s. Ehrlichkeit'verdächtig gemacht. T. erwarb sich um die Verbesserung deüKanzelvortrages große Verdienste, denn vor s. Zeit waren die meisten Predigten derengl. Geistlichen voll scholastischer Spitzfindigkeit und Theologie. Zwar auch inT.'s Predigten die Schreibart kraftlos; aber es herrscht in ihnen bei großer Leich-tigkeit und Faßlichkeit eine solche Ergießung gesunden Verstandes und aufrichtiger,mit inniger Wärme verbundener Frömmigkeit, daß er mit Recht für einen der vor-züglichsten Kanzelredner Englands gehalten wird.8er,»o,in bv Arel-bi-bo/i 171 -lotrun" (Lond. 1704, 14Bde.; 1757, 13Bde.; übersetzt von'Mosheim). Sein«

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