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Valmy Valpy
der Schriften des berliner Gartenvereins über Oliamaeryps Iiumilig, theils denkeman an die allen Reisenden bekannten Erscheinungen in Ägypten und Arabien, wodiejenigen weiblichen Dattelpalmen» welche sehr weit von männlichen Individuenentfernt sind, nur zähe, kleine, weder ekbare noch keimbare, also unausgebildete,taube Früchte entwickeln, die reisenden Araber aber, durch Anbinden von männli-chen Blüthenrissen an dergleichen weibliche Bäume, dieselben zu Hervorbringungvon saftige» und keimbaren Früchten veranlassen, indem dann sowol die Insektenals auch der Wind den Blüthenstaub auf die weiblichen Blüthen führen, sodaßeine regelmäßige Befruchtung stattfinden kann.
Valmy (Kanonade bei), den 2t). Sept. 1792, s. Kellermann. We-nig bekannt ist, daß der Herzog v. Braunschweig , bereits Meister der Höhe voirLa Lune, auf den schon zurückweichenden Feind auch darum nicht entschlossen los-ging, was den Sieg und dadurch den Feldzug entscheiden konnte, weil die Höhenvon Valmy eine groß« Ähnlichkeit mit den Höhen von Iohannisberg bei Nauhsimunweit Friedberg haben, er aber dort, als er den Prinzen v. Tondü (1. Sept.1762) zurückdrängte und nicht wußte, was hinter den Höhen stand, von demsel-ben geschlagen worden war.
Valmy (Herzog v.), s. Kellermann. — Sein Sohn, der Marquis,und nach dem Tode seines Vaters, Herzog v. D., ist k. franz. Generallieut. u. s. w.Geb. zu Metz 1779, erzogen zu Paris , lernte ev»den Waffendienst unter seinemVater, zeichnete sich 1796 als Generakadjutant bei der Armee von Italien durchkühne Cavalerieangriffe aus, trug 1800 wesentlich zu dem Siege bei Marengo(s. d.) bei, befehligte dann als Divistonsgeneral ein Armeecorps in Italien unterBrune, nahm 1805 Theil an der Tchlacht bei Austerlitz , später an dem Feldzugein Portugal 1808, an denen in Spanien seit 1809, an denen in Deutschland
1813 und in Frankreich 1814, stets ruhmvoll. Ludwig XVIII. ernannte ihn
1814 zum (^eue! alinspecwr der Eavalerie; Napoleon 1815 zum Pair; nach derzweiten Restauration verlor er diese Würde,
Valombrosa, Abtei auf den Apenninen unter dem Sprengel von Fiesole im Florenrinischen, wo Ioh. Gualbert, der Heilige, 1038 einen Mönchsordennach der Regel Benedicts sichtete, welcher nach diesem Stammort der Orden vonValombrosa heißt und nach seiner ehemaligen Kleidung auch u. d. N. der grauenMönche bekannt ist. Sein Zweck war anfangs Einsamkeit nnd beschauliche An-backt, doch ging er bald aus dem Einsiedlerleben in die Klosterverfassung über undunterhielt nur einzelne Einsiedeleien in der Nähe seiner Klöster. Das Stammklo-sser, das Gualbert nach seiner Lage im dichten Tanncnwalde am Hochgebirge Val,ombrosa genannt hatte, wurde durch Schenkungen reich, daher sich die außeror-dentliche Größe und Pracht seiner 1637 neu aufgeführten Gebäude erklären läßt.Gleichwol hat dieser stets nur andächtige Orden, der erste, der Laienbruder annahm,sich wenig verbreitet, und nie besondere Bedeutung erlangt. Bei seiner Vereini-gung mit den Silvestrinern 1662 nahm er schwarze Kleidung an. Valombrosaerhielt sich mitten unter den Stürmen der Revolution unversehrt, und war wäh-rend der franz. Herrschaft ein Zufluchtsort der Priester. Ein Mönch zu Dalom-brosa, Pater Heinrich Hugford, erfand die u. d. N. Sü-ixliola (s. d.) bekannte,später in Florenz sehr vervollkommnete Steinmalerei, und bildete sie aus während s.Aufenthalts in der reizenden Einsiedelei il l'üi.allisino bei Valombrosa. Noch jetztblüht dieses Kloster und wird oft von Andächtigen und Reisenden besucht, welcheder herrlichen Aussicht vvm Paradisino nach dem 10 Meilen weiten Florenz unddem tnscischen Meere genießen wollen. L.
Valpy (A. I.), ein berühmter Buchdrucker und Verleger in London . SeinVater, ein gelehrter Schulmann zu Reading in Berkshire , gab ihm nicht nur, wieseinen übrigen Söhnen, eine gelehrte Erziehung auf der Schule und Universität,