Band 
Elfter Band. T bis V.
Seite
571
JPEG-Download
 

Valuta

Vampyre 571

sondern ließ ihn nach in der Druckerkunst unterweisen, um jene ältern, für den correcken Druck der griech. und lat. Classiker so glücklichen Zeiten zurückzurufen, wodie Buchdrucker Gelehrte sein mußten. V. war der Erste, welcher mit großen Un-kosten griech. und lat. Pressen in London stiftete; denn vor seiner Zeit pflegte manalle griech. und lat. Bücher in Oxford oder Cambridge drucken zu lassen. Er stiftetedas von den Philologen geschätzteOüiüma,,! jaumal". Auch war er es, der denschon in Deutschland, Frankreich, Dänemark und Rußland gemachten, aber immerwieder aufgegebenen Plan einer neuen Auüg. desThesaurus der griech. «Sprache"von StephanuS, mit bedeutendem Kostenaufwand? ins Werk richtete. Sodannhaben D.'S wieder abgedruckte Sammlungen lat. Classtker mit den Anmerk. inN8UII, Delpbini in England vielen Beifall gefunden. Eins seiner beliebtesten In-stitute ist >ue Sammlung merkwürdiger Flugschriften, welche er seit mehren Jah-ren u. d. T.: p.implileirc-r" verlegt. Seine Pressen sind immerfort mit

dem Wiederabdrucke einer Menge von griech. und lat., in den evgl. Schulen einge-führten Elementarbüchern beschäftigt: ein Verlag, welcher bekanntlich am sichor-sten lohnt. Dies Alles ehrt sein Andenken bei der Mit - und Nachwelt; auch kön-nen die Freunde des classischen Alterthums noch manches nützliche Unternehmenvon s iner Thätigkeit erwarten. 62.

Valuta (Werth, v.ilaur, v.ilu«, Handelsr.), der Werth oder Betrag ei-nes Wechsels (s. d.). Da das Wechsclgeschäft und seine Strenge darauf beruht,daß der Wechselaussteller eine Summe wirklich erhalten hat, welche er sogleich imeinem a. O. wieder auszahlen lassen soll, so muß auch der Wechsel dies Bekenntnißenthalten. Nur in England ist dies nicht nöthig, und ein engl, Wechsel gültig,wen» auch des Werths darin nicht gedacht wird. Di.ser Werth, welchen derWech-sckempfänger (Remiktcnt) dem Aussteller gewähren muß, kann auf verschiedeneWeise gegeben werden, durch baare Zahlung (Werth baar erhalten, oder Wert!)erhalten), durch Tilgung einer Foderung des Wechsel,mpfängerö an den Ausstellet'(W. per 5nl>lo), durch Waaren (W. in Waaren), durch künftige Berechnung bei-der Theile (W. in Rechnung). Nach den meisten deutschen Wechselordnungen ge-nügt es, daß der Empfang der Valuta im Allgemeinen angegeben ist; Frankreich federt eine genauere Angabe der Art, durch welche sie gewährt wurde. 37.

V a l v a t i o n (v. d. franz.->i.W»), Schätzung des Werthes oder Prei-ses einer Sache, ist die gesetzliche Würdigung einer Gelcsorte, oder die auf einenfestgesetzten Münzfuß sich gründende Bestimmung des Werthes gewisser Geldsor-ten, nach welchem sie in einem Lande gelten und angenommen werden sollen. DasVerzeichnis der Münzsorten, die in einem Lande gelten sollen, mit der Angabe desPreises, zu welchem sie anzunehmen sind, heißt Dalvationstabelle. Der-gleichen Tabellen werden, z. B. in Sachsen , von Zeit zu Zeit von der Behörde be-kanntgemacht. In einigen Landern nennt man es Münztarif. Die in den Valva-tionstabellen nicht enthaltenen Münzsorten sollen, ebcnsowie die wirklich verrufe-nen, weder ausgegeben noch angenommen werden, doch werden beim Handel undWandel in dieser Rücksicht mancherlei Ausnahmen gemacht.

V a m p y r e, die größte Gattung der Fledermäuse (vespertilio spoo-trum. I,.), von welcher es, nach Verschiedenheit der Größe und Farbe, 3 Ab-oderSpielarten gibt. Der Kopf ist dem eines Hundes ähnlich. Diese Thiere halten sichin einigen Gegenden Afrikas , vorzüglich überaus den ostindischen Inseln, auch ineinigen Strichen von Südamerika häufig auf, und fliegen oft in großen Scharenvon einer Insel zur andern. Sie nähren sich von Früchten, fallen aber auch Thiereund selbst Menschen an, wenn sie schlafen. Sie fliegen nämlich in die Zimmer,lecken mit ihrer Zunge die entblößten Füße des Schlafenden, bis sie wund werdenund saugen ihnen das Blut aus, daher sie auch Blutsauger genannt werden. DerSchrecken soll jedoch größer sein als der Ldchaben, den sie anrichten. Es ist nich