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Elfter Band. T bis V.
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Vcndt.'e, Vendvekrieg

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hänalichkeit an den Adel als hier, daher mußte auch hier die Zerllörung der Mon-archie, besonders aber des Gottesdienstes, sehr nußstllen. Wegen Neuerungenin der Religion entstanden schon 1192 unter den Londleuten unrukige Bewegun-gen, die aber bald wieder unterdrückt wurden. Allein im folg. I. wurde durch dieanbefohlene Aushebung der jungen Mannschaft zum Kriegsdienste die eigentlicheund nächste Veranlassung zum Ausbruche dcs KrieaeS gegeben. Am 19. März1193 sollten zu St.-Florent die jungen Leute zum Kriegsdienste ausgthoben wer-den; sie setzten der Gewalt, die man gegen sie brauchte, Gewalt entgegen und nö-thigten die öffentlichen Beamten zur Flucht. Ein von seinen Mitbürgern geachteterFrachtfuhrmann, Cathelineau, stellte sich an die Spitze der jungen Leute, um sich derRache der Republikaner zu entziehen. Mit einem schlecht bewaffneten Haufen von100 M. überwältigte er einen Posten republikan. Truppen von 80 M. und bemäch-tigte sich einer Kanone. Hierdurch ermuthigt, führte er noch am nämlichen Tage eingrößeres Unternehmen glücklich aus. Sofort entstanden auf mehren Punkten ähn-liche Bewegungen, jedoch ohn? Verabredung oder Verbindung unter einander; diestärksten in der Gegend von Fontenay, der eigentlichen Vendäe. EinPerücken-macher, Gastou, war hier der erste Anführer, fand aber bald seinen Tod. Nach ihmstellte stchCharelte an die Spitze der Aufrührer, der späterhin seine Stellung ander Meeresküste nahm und einer der Hauptanführer der Vendäer wurde. Ein För-ster, Stafflet, aus demElsaß gebürtig führte einen andern Haufen an. DieBe-waffnung der Aufrührer bestand anfangs nur in Stöcken, Sensen und Spießen;Keinem fehlte jedoch das geweihte Herz auf der Brust und der Rosenkranz imKnopfloche. Aber ihre Art zu fechten, indem sie, durch die Vortheile des ihnen be-kannten Terrains begünstigt, die republikan. Truppen unvermukhet überfielen undsich sogleich auf die Kanonen stürzten, verschaffte ihnen Waffen und größern Muth.Selbst ihre Anführer hatten wenig Erfahrung in der Kriegskunst; aber sie warenimmer die Ersten b-im Angriffe. Dieser Muth, der an Begeisterung grenzte, undihre sich schnell entwickelnden Talente verschafften ihnen bald ein großes Über-gewicht über die republikan. Truppen. Auch waren die Truppen, die man ihnenzuerst entgegenstellte, größte,ithe'ls selbst ungeübt und ohne wahren Eifer für dieneue Republik. Eine Sonderbarke'? dieses Krieg-s war es^ daß, wenn ein Gefechtgeendigt, ein Unternehmen vollführt war, die Bauern sogleich wieder nach Hauseund an ihre Arbeit gingen; nur eine kleine Zahl blieb bei den Anführern. Dochkonnten Alle im Nothfalle sehr bald wieder versammelt werden. Wurden sie ge-schlagen, so zerstreuten sie sich, gingen in ihre Heimath und warteten ruhig, bisman sie zu einem neuen Unternehmen aufrief. — Die ersten Unternehmungen derVendrer geschahen ohne Plan, ihre Absicht war bloß, die gewaltsamen Aushebun-gen zum Kriegsdienste zurückzuweisen; unter den einzelnen Haufen war keine feste

Verbindung, Jeder handelte für sich da, wo es nöthig war. An die Spitze einesdieser Haufen stellte sich ein neuer Anführer, de la Röche-Iaquelin, derbald Vortheile erfocht, die den Muth der Vendrer vermehrten. Nach und nach ver-größerte sich die Zahl, mehre Ausgewanderte aus andern Provinzen vereinigtensich mit ihnen, selbst von den republikan. Truppen gingen Einige zu ihnen über.Jetzt bemächtigten sie sich einiger von den Republikanern besetzten Städte. EinSieg, den sie bei Fontenay, obgleich 8 Tage früher an diesem Ort? geschlagen,d. 24. Mai 1193 erfochten, verschaffte ihnen 40 Kanonen, viele Gewehre, KriegS-vorrath und eine nicht unbedeutende Eaffe. Der Aufstand gewann seitdem mehrFestigkeit, man errichtete einen obersten Berwaltungsrath zu Ebakillon. Die Hoff-nung der Vendrer, daß auch in andern Departements ähnliche Bewegungen ent-stehen sollten, blieb jedoch unerfüllt. — Bisher hakte der Nationalconvent denAufstand in der Vendre entweder für zu unbedeutend gehalten, oder nicht Kräftegenug gehabt, ihn beim ersten Ausbruche zu unterdrücken. Die Truppen, welche