Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
Seite
XI
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XI

Nicht bloß die deutschen , sondern auch fast alle wichtigern ausländischen Zeit-schriften wurden in Beziehung auf das Werk von ihm durchlaufen, und ausihnen Alles angemerkt, was für dasselbe passend oder näherer Erwägungwerth schien. Er nahm ferner die von den Mitarbeitern eingehenden Artikelin Empfang und besprach sich über ihre Aufnahme nach Inhalt, Form undUmfang Mit dem zweiten Redacteur 0. Ludwig Hain. Eignen Ausarbei-tungen unterzog er sich dagegen selten, und nur im Fache der neuesten Zeit-und Literarg,schichte und Biographie. In letzterer übernahm er jedoch beider vierten und fünften Auflage die letzte Durchsicht. Eine große Thätigkeit,ein besonders auf das Praktische gerichteter Blick, eine allgemeine encyklopä-disch-literarische Bildung, ein vielbewegtes Leben, bedeutende Reisen, Kennt-niß der neuern Sprachen und der neuern europäischen Literatur, verbun-den mit einem lebendigen Eifer für Alles, was Kunst und Literatur undderen Förderung betrifft, machten ihn zur Leitung dieser nicht für dieSchule, sondern für die Welt bestimmten Unternehmung vielleicht vorvielen Andern geschickt. Denn, indem er die Schule, als Verleger bedeu-tender wissenschaftlicher Werke und Zeitschriften, insbesondere als Herausgeberund Redacteur desHermes"', stets vor Augen hatte, die Welt aber, alsHerausgeber und Redacteur derDeutschen Blatter", derZeitgenossen", desLiterarischen ConversationsblattS" ') und derUrania ", prüfend beobachtete,stand er gleichsam in der Mitte zwischen beiden, was auf die Ausbildung desConv.-Lep. und auf die sichere Grundlegung der Neuen Folge desselben denwichtigsten Einfluß haben mußte.

Die innere Leitung im Ganzen und im Einzelnen, mithin die eigent-liche Redaction der Artikel, hakte dagegen der zweite Redacteur. Ihm lages zunächst ob, in die vielen Hunderte der aus jeder Wissenschaft gewähltenArtikel eine gewisse Übereinstimmung zu bringen, die Lücken derselben anzu-geben, die Verweisungen anzuordnen und die Wiederholungen auszumerzen. Wo sich nach gedruckten Hülfsmitteln Artikel entwerfen oder bearbeitenließen, faßte er dieselben in der Regel selbst ab. Die Beitrüge fremder Mit-arbeiter wurden, nach vorgängiger Berathung darüber mit dem Herausgeber,von ,hm stylistisch und materiell geprüft und nach Befinden dem Zwecke desWerks gemäß umgebildet. Bei neuen Drucken und Auflagen machte erauf die in Verbindung siebenten Artikel aufmerksam und suchte durch Ver-weisungen und Zusammenziehungen den Raum zu gewinnen, an welchem esimmer gebrach, da die Masse der zur Annahme sich eignenden Artikel täg-lich wuchs.

An Materialien für den eignen Gebrauch, wie auch für die Mitar-beiter wurde nach und nach Alles angeschafft, was die Ausführung unterstü-tzen konnte. Die Hülfsmittel, die sich in der deutschen Literatur fanden,glauben wir übergehen zu können, da ihre Aufzählung zu weit führen würde.Don den ausländischen wollen wir wenigstens einige nennen, So haben derRedaction die englischen Encyklopädien, als dielGux'Iop-iestin b> ltnunlon"mit Napier's reichhaltigen Supplementen; Brewster'Skfstinl>urA>> biievoln-z> o ll " mit ihren Supplementen ;st'lie äletrnpollt-iii chncvol»i> ><-stln";Nicholson'SIsnovclopm-üiu" und Gregory'slsuevclnp, nestln" viele Dienstegeleistet; ein Gleiches gilt von dembstl»bu,Lst> Fnreilee,", den beiden lstlo-

*) DiesesLiterarisehe C o nversati o nS - Bla ll", seit Juli 18:6Blät-ter für lirerarisehe Unkerkaltung" geiiaiiiit, hat sich, aller Anfeindungeniingeachiek, seine Fortdauer gesichert, und der verstorbene Herausgeber erlebte nochdi." Genugthuung, ;u sehen, daß e§ eins der gelesensten und geschäölesteii deutschenBlauer wurde.