Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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selben für Jeden, der an das Wissenswürdigste in Hinsicht auf Natur undKunst, Staat und Kirche, Wissenschaft und Sitte sich erinnern oder'damit bekannt machen will. Aus diesen Gebieten sind von einzelnen Ge-genständen nur die wichtigsten, zur Erläuterung der Hauptbeg: iffe und zurErklärung der reichen Verzweigung der gesammten wisse,sschaftliel en Erkennt-niß, als Beispiele und Belege ausgehoben und beschrieben. Alles Übrigeaber, worüber man Wörterbücher nachschlägt, wie Ortsnamen, Per-^sonen:c., also das ganze Fach der Topographie und Biographie, ist aus.e-schloss-n geblieben. Dafür ist jenes Werk mit einer Sammlung ron 50 in-!structiven Kupfern und mit einem trefflichen Reper lor i um, welches zu'einer systematisch-encyklopädischen Übersicht aller Künste und Wissenschaften'unentbehrlich ist, sowie bei jedem wichtigen Artikel mir der Angabe der be-sten neuern in- und ausländischen Schriften begleitet. Auch habm sieh die ^Verfasst r der einzelnen Artikel sämmtlich genannt.

So wenig also Auszüge rathsam sind, ebenso wenig würde die Heraus-gabe von Nachträgen zu dem Conv.-Lep. dieses Werk erzürnen, weil siein keinem Falle mit dem Plane und der Haltung des Ganzen übereinstimmen iund Nichts als formlose Bruchstücke sein könnten.

In Ansehung der äußern Einrichtung unsers Werks haben wir nochFolgendes zu bemerken. Der Titel desselben, als Conversations-Lepikon,— der, allein gebraucht, vielen Besitzern des Werks mißfiel, und aller-dings weder den Inhalt noch die Gcsammttendenz desselben gehörig bezeich-nete — ist von dem Herausgeber, weil derselbe einmal allgemein bekanntwar, beibehalten worden; jedoch hat die fünfte Aussage, sowie die sechste undsiebente, noch den Haupttitel: „Allgemeine deutsche Real-Lneyklopädiefür die gebildeten Stände" erhallen, der dem Herausgeber den Inhaltund Zweck seines 'Werks ziemlich genau, obgleich allerdings nicht ohne einigeAnmaßung, gegen die er sich jedoch ausdrücklich verwahrte, zu bezeichnenschien.

Ungeachtetnun das Format, die größere Schrift, der mit Absätzen ver-sehene Druck und das weiße Papier die Kosten der siebenten Auflage von12 Bänden beträchtlich erhöht haben, so ist dennoch der Preis verhaltn iß-mäßig sehr niedrig geblieben. Schon der »erst. Herausgeber hatte das Äußereverbessert. Bei der fünften Auflage sorgte er auch für Ausgaben mit brei-tem Rande und aus feinern Papieren. Bei der sechsten Auflage hatte erdasselbe Verfahren beobachtet, nur daß er bei längern Artikeln zur leichternÜbersicht auch Abschnitte und Absätze machen und die Columnentitel danacheinrichten ließ.

Von öffentlichen Beurtheilungen waren dem Herausgeber nur zwei vonBedeutung: die in der Hallischen „Allg. Literaturzeiiung" (vom Pros. Schütz)und die in den wiener „Jahrbüchern d. Literatur" (von Matthäus v. Col-lin), zu Gesicht gekommen. Er dankte in der Vorrede zur fünften Auflageden Verfassern für das Wohlwollen und die Nachsicht, welche sie darin fürsein Werk gezeigt haben, indem er selbst nur zu sehr fühlte, wie leicht esübelwollenden oder gar hämischen Recensenren sein würde, aus der großenMasse von Notizen, die das Werk enihälk, eine Reihe irriger auszuführen,oder unter mehr als 12,000 Artikeln, welche es in sich faßt, einige schlechtredigirte herauszusuchen, oder endlich die Lücken, deren es, besonders nachjedesmaliger subjectiver Ansicht des Beurtheilers, sehr viele haben muß, auf-zufinden und anzugeben. Wohl ließe sich für ein solches Werk ein Ideal