W.
->D, der 23. Buchstabe des deutschen Abc, der sanfteste und weichste unter denBlaselauten.
Waadtland , Pays de Daud, die Waadt , eine schweizerische Land-,'schüft, welche südlich an denGenfersie, westl. anFrankreick, nördlich an Neufchatelund Freiburg und östlich an Freiburg und Bern grenzt, »nid ti» ch die schwerer Revo-lution ein eigner Canton wurde. Dieser zählt auf 55( 179,000 Einw.,
darunter 173,000 Franwsen 170,000 Reforni., 3000 Kaihol.), Hai 88 t,000 Fr.Eink.; das Conlingcnl beträgt 2904 M. und 59,280 Fr. Die Waadt gehol tefrüher den Herzögen von S avoyen, wurde diesen 1530 vom Canton Bern eniriss.nund als untergebenes Land behandelt. Da nun weder der zahlreiche Adel noch sonstein Einwohner zu Ehrenämkern kommen konnte, und die deiner Landvögte manch,rBedrückungen beschuldigt wurden, so entstanden öftere Unruhen, die von dem stanz.Directorium zum Verwände eines Angriffs gegen Bern mi I. 1798, und baldgegen die ganze Schweiz genommen wurden. Das Land ist mit niedrigen Gebirgendurchzogen, im Ganzen reizend, gutgebaut und fruchtbar an Getreide, welches jedochnicht hinreicht, Taback und Schlachtvieh. DcrCanton besitzt das einzige Salzwerkin der Schweiz , welches jährlich aber nur 20,000 Ctnr. liefert. Der Hauptreich-ihum ist der Obst- und Weinbau. Der Ryffwein und der Dm de laCnte sind be-rühmt. Die Manufakturen von Uhren, Bijouterien, Seidenzeucben >c., blühen,außer zu Lausanne , zu Vevav und in einigen andern Stätten am See. Nach derVerfassung vom 4. August 1814, welche der große Rath an die Stelle der Anord-nungen von 1803 setzte, blieb nur > der Wahlen in dem großen Rathe bei demVolke, die übrigen hingen größtentbeils von dem großen Rathe selbst und von demStaaisrarhe ab. Letzter besieht aus l3Mitgl., darunter die beiden Landammänner,ein Kanzler und 4 Präsid. für die Justiz, das Innere, das Milikoir und die Finanzen.Bei der Unzufriedenheit der Bürger mit derWahlsorm, schlug derStaatsrath eine(von der Mehrheit im Juni 1830 angenommene) Abänderung vor, durch rvelchedie Dauer des großen Raths (von 180 Mitgl.) auf k Zahle beschränkt wurde, undnur 18 unbedingte Wahlen dem großen Ratbe voibehalten bliebe». Der Staaks-rath behielt s. 12jähr. Dauer. Der große Räch hat die gesetzgcb. Macht und ver-sammelt sich im Mai zu Lausanne (s. d.). Die Justiz verwalten Friedensrichter,in 2. Instanz die Iustiztribunale jedes Distrikts und in höchster Instanz das Ap-pellationSgeiickt zu Lausanne . S. „Ueoiinens relatils a I'Iiistoire ein eleV-.ru> e!e5 1293 ä 1750" (Gens 1817).
Waaren Versicherung, s. Assekuranz,l Wach ('Wilhelm Karl), Professor der Historienmalerei und seit 1829 königl.Hofmaler zu Berlin , geb. daselbst den 11. Scpt. 1787, bildete sich in den dasigenGalerien bis zum 17.1. unter Karl Kreischmer aus Braunftbweig für s. Kunstler-beruf aus. Ein nach einem kleinen Kupferstich von Rafael gemaltes Bild in Lebens-größe, und ein Altarbild eigner Erfindung für die Kirche von Trebbin , erregten dieAufmerksamkeit der Kunstfreunde und seines Monarchen, sodaß ehrenvolle Aufträgechon nun an sich mehrten. Ei» lebensgroßes Bild der allbetrauerten Königin, nachDen Angaben ihres Gemahls aus vorhandenen Bildnissen zusammengesetzt, und die
Coiiversalions-Lexikon Bd. XU. 1