Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Wachs

Tode 1197 ward ihm die Professur der Geschichte nebst der Aufsicht über die Uni-versitätsbibliothek mit übertragen, und nach Hassencamp'S Tode setzte er dessen„Theologische Annalen" fort, 1198. 180! beschenkte ihn die rintler theol.Facul- !tät milder theol. Doctorwürde, und in demf. I. ward er als Pros. derPhilosophie .nach Marburg versetzt, wo er dann auch die Lehrstelle der hisior. Wissenschaftenerhielt, und 1892 auch zum ordentl. Pros. der Theologie ernannt wurde. Als er180b einen Ruf nach Heidelberg ausschluz, bekam er eine Zulage und ward zumwirklichen Confistorialrath ernannt. Leine schriftstellerische Laufbahn begann er1788 mit s. Dissert. „11c!'>wm1»-?üo,''lüle", auf welche eine Reihe kleinerer undgrößerer Schriften von Jahr zu Jahr folgten, unter welchen wir die wichtigstenausheben: „Über Hesiod'S Vorstellungen von den Göttern" u. s. w., ein Progr.(1189V „Rede über Geschichte, ihre Zwecke, Behandlungsart und ihren Ver-trag", ei» Versuch (1189); „Programm über das Studium der Geschichte derLiteratur und Kunst aus Schulen" (1190); „Geschichte der Literatur und Kunstauf Schulen" (1190 u. 1191, 2 Hefte); „Versuch einer allgemeinen Geschichte derLiteratur" u. s. w. (1193—96, 3 Bde.); „Aphorismen über die Universitätenund ihr Verhältniß zum Staate" u. s. w. (1802); „Handbuch der allgemeinenGeschichte der literarischen Cultur" (1801 und 1803, 2 Thle.); „Grundriß derältern, mittlern und neuern Zeit" (1806) und einige minder bedeutende Arbeiten.1815 ging er von Marburg als Professor der Geschichte und Consistorialrath nachBreSlau , wo er im Mai 1821, mit Entbindung von Consistorialgeschästen, abermit Beibehaltung der Professur, zum Dberbibliothekar der k.Universitätsbibliothek ,ernannt win de. Seit s. Abgänge von Marburg hat W. herausgegeben: „Lehrbuchder Geschichte" (1816, 5. Aufl. 1828); „Vorlesungen über die Geschichte derdeutschen Nationalliteratur" (1819, 2 Thle.); „Philoniathie" (1819 — 21,

3 Bde.); darin sind von ihm: Luther , der Sprecher für Menschheit und Volk;Leben Ioh. v. Müller'S; Seb. Frank's Sprüchwörter; Über Statistik; Frag-mente über I. I. Rousseau . Sein „Handb. der Geschichte der Literatur" erschienumgearbeitet zu Frankfurt a. M. (1822 — 21,1 Thle.). Auch vollendeteW. inBreSlau seine treffliche „Geschichte der historischen Forschung und Kunst, seit derWiederherstellung der literarischen Cultur in Europa " (Göttingcn 1812 — 20,

5 Abth. in 2 Thlm); 1826 eine „Darstellung der pariser Blulhochzeit" (2. Aufl.1828), und 1821 s. „Lehrbuch der Literaturgeschichte".. Seine „N. theolog. An-nalen" hat er mit 1823 geschloffen. 1829 schrieb er: „Über Werden und Wirkender Literatur, zunächst in Beziehung auf Deutschlands Literatur unsrer Zeit"(BreSlau , 10 S.). — Das frühere Leben dieses Historikers, der s. Stoffes wie derForm gleich Meister, durch gründliche Forsckung, umfassende Belcsenheit, selbstän-diges Urtheil, Kraft des DorlragS und edle Sprache sich auszeichnet, erzählt Slrie-der's „Hessische Gelehrtengeschichte" (1812, Bd. 16 und 17). Über mancherleiniederschlagende Erfahrungen ini Laufe s. Lebens wird eine Selbstbiographie nachs. Tode Aufschluß geben, wie man nach eimrÄußerung desVcrf. in der Vorredezum 1.TH. s. „Handb. der Gesch. der Literatur" erwarten darf. Das Urtheil derZeitgenossen über des freimüthigen Mannes nie verborgen gehaltenes Streben undedle Wirksamkeit hat sich jedoch schon für ihn einstimmig ausgesprochen.

W a ch s ist ein brennbares organisches Erzeugniß, das zum Theil aus Pflan-zen schwitzt (der reifartige Überzug der Pflaumen, Flechten), oder aus ihnen ge-wonnen werden kann (aus den Beeren der älvrica cei ikeru), und hauptsächlich vonden Bieneri gesammelt und zu Honigzellen verarbeitet wird. Dies BienenwachSist gelb und mit Honig vermischt. Durch Bleichen wird es rein und weiß. Uni eszu bleichen, schmelzt man das Wachs in verzinnten Kesseln mit Wasser, gießt esin ein Holzgefäß, laßt dort alle Unreinigkeiten absetzen, zapft das Wasser durcheinen Hahn am Boden ab, und läßt dann durch einen hohem Hahn das fast ge-