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„Lehrgebäude der christlichen Moral" nieder. Die Universität erkannte W.'s Ver-dienste an durch s. Ernennung zum Pros. der Moral (1788). Zn diesem Wirk-kunqokreise übte er sowol auf den Geist der Facultät a S auf den der Skudirendeneinen wichtigen Einfluß. Eine neue Schule bildete sich unter den Theologen, welchediese Hochschule besuchten, recht eigentlich durch W., und wahrend der langenDauer s. Lehramtes kann man mehre tausend junge Männer mit Sicherheit an-nehmen, die von der Stätte, >vv früher bloß Jesuitismus oder Pedanterie ge-herrscht, liberalere Grundsätze und gediegneres Wiffen mit nach Hause nahmen undweiter verpflanzen. „Deutschland —> so drückt ein Berichterstatter über ihn sichaus — zählt viele Schriftsteller, deren Name genannter als der W.'g ist; dennochhat manche dieser Celebritäten bedeutend weniger auf die Jugend s. Zeit, und na-mentlich auf einer kathol. Hochschule, in so vorzüglichem Maße gewirkt als der Ver-ewigte. Sein inneres Leben strömte mit jedem Jahre neu in das Herz und in denVerstand einer Menge von Zuhörern, und regte durch das lebendige Wort des Vor-trägst mehr an, als wenn es, aus Massen von Papier in die enge Norm flüchtigund zahlreich hinter einander geschriebener Lehrbücher eingezwängt, die Meßkata-loge geziert hätte". — Als Schriftsteller zeichnete sich W. durch s. „Lehrbuch derchristlichen Sittenlehre" aus, welches als eins der vollkommensten Werke in dieserHinsicht gelten kann. Es erhielt unter den vielen auf die Aufsoderung der östr. Re-gierung erschienenen einen unbestrittenen Vorzug, und hat, die Nachdrücke abge-rechnet, 3 Aufl. erlebt. Der Tod hinderte den Vers. an gänzlicher Umarbeitungdesselben. Noch erschienen von W. -Schriften kleinern Umfangs, als: „ÜberVernunft und Offenbarung, mit Hinsicht auf die moralischen Bedürfnisse derMenschheit" (Wien 1804, 2. A., zu Freib.); ferner: „Über die Verbindung dersittlichen Cultur derGeistlichen mit der wissenschaftlichen" (im Archiv desBiSthnmsKonstanz, redig. von Wessenberg, 1806), und endlich: „Über das Band der Ehenach ihrer naturrechtlichen und reinen moralischen Ansicht" (ebend., 1810). DasGutachten, welches die theol. Facultät zu Freiburg in Bezug auf die geschworenenGeistlichen zu Gunsten des franz. NationalconventS ausstellte, und welches im kath.Deutschland damals so großes Aufsehen erregte, soll ebenfalls aus W.'s Feder ge-flossen sein. W.'S Verdienste als Hochlehrer und Priester, s. religiösen und polit.Hauptansichten und Grundsätze, welche durch einen ebenso liberalen und aufgeklär-ten als religiösen und echtchristlichen Charakter sich auszeichneten, schildert die vonseinem Freunde Hug erschienene und von Münch sim l.H. des „Deutsch . Museums",1824) commentirte „Gcdächtnißreke" auf T. Seine Bezeichnung zum Erzbischosvon Freiburg war, nach Wessenberg's Zurücktritt oder Entfernung, die einzigetröstliche Entschädigung für diesen unersetzlichen Verlust. Leider erlebte W. dieBestätigung von Rom aus nicht mehr, sondern starb d. 19. Jan. 1824 an einerGedärmenrzündung. Sein Tod wurde, in banger Erwartung des rückstchtlich derKirchenverhältnisse nun Folgenden, doppelt schmerzhaft empfunden. Wanker undWerkmeister werden lange noch unvergeßliche Namen bleiben. 67.
Wappen sind Zeichen von Landern, Städten, Körperschaften, Familienund einzelnen Personen, die mit gewissen, aus der Natur oder dem Gebiete derKunst hergenomnrenen, oder auch nach Willkür ersonnenen Bildern, und mit Far-ben und Metallen vorgestellt werden, und die dazu dienen, Familien, einzelne Per-sonen w. voneinander zu unterscheiden, vorzüglich aber eine Würde oder den Besitzeines Landes, wenigstens eines Rechtes zu demselben, anzuzeigen. Über ihre Ent-stehung s. Heraldik. Zu dem Wappen gehört der Schild, der von verschiedenerForm ist, rund, oval, herzförmig, viereckig. Die Fläche des Schildes heißt dasFeld, dessen Grund mit einer Farbe, auch mit Gold oder Silber bedeckt ist, aufwelchem das unterscheidende Wappenzeichen angebracht wird. Es sind 7 Farbendafür angenommen, die, wenn man sich der wirklichen Farben nicht bedient, aufsolgendeWeise angedeutet werden: Gold durch Punkte, Silber durch weißen Grund,