Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
Seite
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Warburton

Wappenkönig

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roth durch senkrechte Striche, blau durch horizontale, grün durch schräge, nach derrechten Seite, und purpurrolhe durch schräge, nach der linken Seite des Beschauersherumlaufende, schwarz durch gegitterte Striche angedeutet. Diejenige Seite desWappens, welche der rechten Seite des Beschauers gegenüber steht, heißt die linke,und die, welche der linken des Beschauers gegenüber steht, die rechte Seite desWappens. Die Wappenschilds kamen erst un Anfange des 13. Jahrh. auf. ZurVerzierung der Wappen geboren die Kronen bei kaiserl. und königl., grast, undfreiherrl., die Hüte und Mußen bei fürstl. Häusern, Cardinälen, Erzbischöfen,Bischöfen und Äbten, und die Helnie bei dem Adel. Die Kronen sind sehr ver-schiedener Art, wn denn auch überhaupt bei der Bildung und Zusammensetzungderselben von jeher viel Willkür geherrscht hat, und noch herrscht. Die Helme sindentweder geschlossen (Stechhelme) oder offen, mit oder ohneVisir, mit Rostenoder Bügeln. Auf den Helmen werden zur Zierrath große Fedcrbüsche angebracht.Zur Verzierung der Wappenschilder gehören noch der Wappenmantel oder Balda-chin (fronz. l'-ivillcm), die Schildhalter und die Ordenszeichen.

Wappenkönig, Wappen Herold, ein Beamter, der die Wap-penkunde verstehen muß, um die Richtigkeit der Wappen zu prüfen, oder auch neueWappen nach den Regeln der Heraldik zu entwerfen. Die Wappenkönige wurdenehemals besonders bei den Turnieren gebraucht, deren Einrichtung sie nach denüblichen Gesetzen oder Gewohnheiten anordneten; auch hatten sie dabei das Ge-schäft, die Wappen der Ritter zu untersuchen und ihre Turniersähigkeit danachzu beurtheilen. Die Wappenherolde an den alten Höfen trugen bei feierlichen Ge-legenheiten eine besondere Kleidung, aus welche das Wappen ihres Fürsten gesticktwar (Wappenröcke).

Wappenkunde, s. Heraldik.

Wara, s. Nordische Mythologie.

Warburton (William), ein scharfsinniger theologischer Schriftsteller,geb. 1898 zu Newark in der engl. Grafschaft Nottingham , beschäftigte sich an-fangs, nach dem Beispiele s. Vaters, mit der Advocalur, wählte jedoch späterhinden geistlichen Stand, und ward 1128 Rector der Schule zu Burnt-Broughton.Aussehen in der Literatur machte er zuerst durch s. Abhor.dl. über die VerbindungdesStaaiSmit der Kirche, in welcher er schon s. Werk über die göttliche Sendungdes Moles ankündigte, das 1736 erschien. Hier suchte er mit dem größten Auf-wande von Kunst und Wissenschaft zu zeigen, daß von den alten Gesetzgebern derGlaube an Gott und die Lehre von einem künftigen Dergeltungszustande zur Ei Hal-tung der bürgerlichen Anstalten für dui chaus unentbehrlich gehalten worden; nurMoses habe eine Ausnahme gemacht, keine Erwartungen eines göttlichen Gerichtsnach dem Tode angeregt, sondern den Gehorsam seiner Nation gegen die in GottesVollmacht ihr überlieferten Gesetze bloß durch zeitliche,Belohnungen und Strafenkräftig genug ,iu erwirken gewußt. Es entstand daraus zwischen ibm und s. Fein-den ei» wissenschaftlicher Streit, der mit großer Heftigkeit geführt v. urde. In derFolge übernahm er die Vertheidigung von Pope 'ö „Versuch über den Menschen",wodurch eine dauernde Freundschaft rwischen ihm und dem Dichter begrüntet wurde,der ihm auch die Hälfte seiner Bibliothek und die Rechte und Ansprüche auf das Ei-genthum seiner Schriften vermachte. 1749 vertheidigte daher W. den Charakter s.Freundes mit großem Eifer gegen Bolingbrocke, und bald darauf veranstaltete ereine vollständige Ausg. von Pope'S Werken, dessen Leben ersuch etwas panegyrischbeschrieb. Ungeachtet seines litterarischen Rufs gelangte er doch erst spät zu den hö-hern Würden in der Kirche; 1754 ward er Capellan des Königs, Kanonikus vonDurham und Bischof von Glocester. Der Schmerz über den Tods. einzigen Moh-nes machte tiefen Eindruck aufihn; er überlebte ihn nicht lange, sondern starb d. 7.Zuni 1779. W., einer der größten Gelehrten Englands, verband, was so selten

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