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Zwölfter Band. W bis Z.
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freier Wärme, Temperakurverlheilung. 5) Verhältniß der Wärme zum Lichte,Ähnlichkeit und Unterschied beider. 6) Universelle Bedeutung oder philosophischeAnsicht von der Natur der Wärme. — 1) Zu den Quellen der Wärme, Erre:gungS- und Erzeugungsarten, gehört vorzüglich die Sonne oder das Sonnen,licht, worin sich die Wechselwirkung zwischen der Sonne und den Planeten offen-,hart. (S>. Licht.) Diese von der Sonne erzeugte Wärme muß zunächst von allenübrigen Wärmequellen, die ihre Stätte auf unsei in Planeten haben, wohl unterschieden werden. Manche Naturforscher halten diese Entsiebungsari der Wärme,und wahrscheinlich mit Recht, für die Urquelle, wodurch alle andre Quellen erstmöglich werden. Wenigstens kann man die durch das Wechselspiel zwischen derSonne und dem Planeten erzeugte Wärme durch die Benennung kosmischeWärme schicklich bezeichnen, zum Unterschied von derjenigen, die durch eigenihümIicheKrafte des Planeten erzeugt wird, welche dann planetische oder tellurischeWärme heißen muß. Letztere entsteht unter anscheinend sehr verschiedenen Umstä».den: i>) Durch Reiben, vorzüglich fester Körper an einander. So erhitzen undentzünden sich trockene Hölzer, wenn sie heftig aneinaiidei gerieben wei den, so vei.kohlt sich das Holz an der Ldbersiache, wenn der Drechsler , beim schnellen Um-drehen des aiif der Drehbank befestigten Holzes, ein Stück trockene? Holz (ambesten Eichenholz) an die umlaufende Arbeit anhält, wodurch schwarze Ringe zurVerzierung entstehen; so entglühen beim Feueianschlagen abgeriebene Stahliheile,und erscheinen als Funken (s. Feuerzeug); so erhitzen sich die eisernen Zapfender Mühlwellen in ihren Pfannen, wenn sie nicht fleißig mit Fett oder Hl bestriehe» werden, und beim Kanoncnbohren wird, selbst wenn cS unter Wasser geschieht,sehr viel Warme erzeugt. !>) Durch Stoßen, Schlagen oder Zusammenpressen.So kann z. B. ein Stück Eisen durch starkes und schnelles Hämmern sehr erhitztund endlich zum Glühen gebracht werten. Daher kann sich das Schießpulver beimerkämpfen in der Pulvermühle leicht entzünden, wenn es nicht sorgfältig feuchterhalten wird. daher kann man durch schnelles Zusammendrücken der atmospäri-scheu Luft, mittelst einer kleinen Pumpe, Zunderschwamm entzünden, o) Durchchemische Veränderungen, durch Mischungen, wodurch wähl end des Wechselsdes Aggregarzustandes der Verbrennungsproceß angeregt wird. So erhitzt sichdas Wasser plötzlich und unter heftigem Aufbrausen, wenn es mit Viiiiolöl (con.centrirler Schwefelsäure) vermischt wird, und Nelkenöl entzündet sich mit Flammebeim Zusammengießen mit rauchendem Salpeiergeist. Sogar ü) bei der bloßenBerührung mancher sehr entgegengesetzter Substanzen wird Wärme plötzlich her.vorgerufen, wie bei der Berührung des Wasserstoffgases (als der leichtesten undbrennbarsten Wubsianz) mit schubförmigem Platin (als -Nun schwersten Metall),wobei letzteres sogleich erglüht (eine sehr merkwürdige neue Entdeckung von Dobe:reiner). Endlich wird auch o) die tellurische Wärme aus organische Weise in den or-ganischen Körpern, besonders im Organismus der höher» Thiere und der Menschen,erzeugt, bei welcher Erzeugung der Proceß des Athmen? vorzüglich wirksam zu seinscheint. Alle diese Quellen der tellurischen Wärme sind aber im Grunde nur schein,bar verschieden, und lassen sich auf eine Hauptquelle, auf den Verbrennungspro:ceß (Vorgang des Verbrennens) zurückführen, welcher mit der Elektricität in sehrenger Beziehung und Verwandtschaft steht. Don der nahen Verwandtschaft derElektricität mit dem Verbrennen zeugt vorzüglich der elektrische Funke, in welchemsich die elektrische Spannung oder Polarität endigt; der Funke erscheint als Lichtund Wärme zugleich, mithin als (elektrisches) Feuer, worin sich der Streit der cnigegengesetzten elektrischen Pole oder Stosse durch Vereinigung beider ausgleicht.Der elektrisch roceß endigt also bei seiner höchsten Steigerung in Verbrennung:denn bei allem Verbrennen erfolgt eine solche Ausgleichung entgegengesetzter S tvsse.und das Product dieser Ausgleichung ist ein L)xyd, d. h. ein mit Sauerstoff ver-