Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Warme

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Erregung mik der Stärke des Gegensatzes in geradem Verhältniß flehen muß. undda überdies auch dasReiben nichts?lndres als eine oft wiederholte, stets veränderteBerührung ist. Und somit wäre die obigeBehaupiung, daß alle Wärmeerzeugung(Wärmequellen) aus unserm Planeten sich im Verbrennung-processe vereinigt,hinlänglich nachgewiesen, wenn noch bemerkt wird. daß auch die organische Wärme-erzeugung aus einem Verbrennen beruht, auf dem Athmen nämlich, welches einorganischer Verbrennungspi oceß ist, indem durch diesen organischen Vorgang dasSauerstoffgas der atmosphärischen Luft zersetzt wird. — 2) Durch die Eigen-,schoflen der Wärme, wenn man darauf achtet, lernt man ihre Natur kennen,insoweit sich diese Kenntniß auf Erfahrung gründet; denn in tcn Eigenschaften ei-nes Dinges, die es in der Wechselbeziebung mit andern Dingen kundgibt, offenbartsich eben seine Natur (sein Wesen). Daber bezieht sich alles Folgende nothwendigauf die Eigenschaften oder die Natur derWärme, und es kann unter dieser Num-mer nur von den Haupieigcnschaflen die Rede sein; es sind folgende: :,)DieWär-nie durchdrmgt alle Körper, auch die dichtesten (die Metalle), wodurch sie sich vonaller planetischen Materie, von allen irdischen Körpern untei scheidet, welche im Ge-gentheil (aufmechanische Weise undurchdringlich und daher auc^nicht durchdrin-gend sind. Daher kaun auch die Wäime nicht eingesperrt und tE, gewogen wer-den, d. h. sie gehört (in der Sprache der Ekemiker) zu den unsperrbaren und un-wägbaren Stoffen. l>) Indem die (freie, fühlbare) Wärme die Körper durchtringt,werden diese dadurch in einen größern Raum, und zwar nach alle» Dimensionenoder Richtungen, ausgedehnt (sie nehmen ein größeres Volumen an). Diese Eigen-schaft derWärme, die Körper auszudehnen und dadurch specifisch leichter zu ma-chen, ist allgemein (bezieht sich auf alle Körper), und Jeder kann sich durch die täg-liche Erfahrung davon überzeugen. Am meisten wird aber die Luft und das Wasserdurch die Wärme ausgedehnt. Man nehme z. B. eine festvcibundene Blase, dienur zum Theil mit Luft erfüllt ist, und halte sie über ein Kohlenfeuer, so wird siesogleich aufschwellen, straff ausgespannt werden und auch wohl zerplatzen, wenn dieHitze sehr verstärkt wird. Daher kommt es, daß die Luft am geheizten Ofen bestän.big aufsteigt, wenn im Gegentheil im Winker beim Öffnen eines Fensters, einerThür, die einströmende kalke Luft zu Bode» sinkt; denn die Kälte hat die entgegen-gesetzte Eigenschaft, dieKörper zu verengern, zusammenzuziehen (das Volumen z»vermindern). Auf jene Eigenschaft der Wärme und diese entgegengesetzte der Kälte(die keineswegs bloßer Mangel der Wärme ist) gründet sich das Thermometer(Wärmemesser) und Pyrometer (Hitzemesser, Feuermesser) (s. d.), wovon daserstere bekanntlich ein so wichtiges Werkzeug für die Meteorologie ist. Am auf-fallendsten ist aber die ungeheure Ausdehnung des Wassers, wenn es durch das Feuerin Dampf (s. d.) verwandelt wird. Eben diese Eigenschaft ist auch die Ursachedes Weichwerdens der Körper in der Wärme, wie des Schmelze,is bei böhcr»Wärmegraden, in welcher Hinsicht die Glut ihre Gewalt auf die härtesten Metalleausübt. Daraus ersieht man, daß die ausdehnende Kraft der Wärme der Cohäsion(Kraft des Zusammenhanges der Theile) feindlich entgegenwirkt, die Bande derStarrheit zu lösen strebt. Körper, die mit der Lust viel Verwandtschaft haben (wel-ches die leicht entzündlichen sind), werden aus gleicher Ursache verflüchtigt, d. b.durch die ausdehnende (lösende) Kraft der Wärme vergasigt (in Gas verwandelt).Die entgegengesetzte Eigenschaft, das Flüchtige wo möglich zu samnieln, das Dün-ne zu verdichten, das Weiche zu verfesten, das Flüssige zu erstarren, hat bekannt-lich die Kälte, die daher der Cohäsion (eine Eigenschaft der tellurischen Materie)günstig ist. — 3) Gesetze der Fortpflanzung der Wärme. Man nennt dieFortpflanzung der Wärme auch Mittheilung, Verbreitung und in gewisser Hin-sicht Vertheilung, in andrer Hinsicht Leitung der Wärme. Wenn nämlich ein Kör-per erwärmt ist, so bleibt seine Wärme nicht unverändert, sie erhält sich nicht, ja