man berechnet hat, um den 16., oder wenigstens beinahe um den 23. Theil größerweiden kann als in der nördl. Halbkugel. — Iin 3.Bde. der deutschen Übers.vonKirwans physisch-chemischen Schriften findet man Nachrichten von der Tempe-ratur I » verschiedenen Breiten.
Warnberger (Simon), Landschaftmaler zu München , geb. 1769 zuPullach im Landgerichte WolfratShausen , lernte die Zeichnenkunst beiden« Thierma-ler und Kupferstecher Ios. Georg Winter, hierauf bei Mettenleitner in München .Als er sich für die Landschaftmalerei entschied, blieb er eine Zeitlang ohne Anleitungsich selbst überlassen und hielt sich ganz an die Natur. Don ihr erlernte er nach undnach durch Betrachten und Vergleichen Das, was die Schule sonst durch Regelnund vielfältige Übung im Nachzeichnen zu lehren pflegt. BaiernS malerische Ge-birgsgegenden boten ihm Stoff zu guten Wtudien. Bald erlangte er die Fertigkeit,die Natur in ihren schönsten Partien aufzufassen, die verschiedenen Gründe richtiganzuordnen und ihre Entfernungen durch die Linienperspective genau anzudeuten;hierauf fing er an in Aguarell zu malen. Seine Leistungen bewogen den Staat,ihm die zu einer Künstreise nach Wien und später nach Italien nöthige Unterstü-tzung zu bewilligen. Er brachte 1807 aus Italien eine reiche Sammlung von Stu-dien mit. Jetzt ging W. zur Ölmalerei über. „Indeß hatte er sich durch die Aqua-rellfarben so verwöhnt, daß in den frühern Ölgemälden von ihm jener trockene,matte und kraftlose Ton des Aquarells noch sichtbar ist, und er nur langsam denbessern Ton sich aneignete, der s. spätern Werke auszeichnet. Diesen Umschwung s.Kunst verdankt er der Anleitung des »erst. Galeriedireckors v. Männlich und den»Studium des ernsten Charakters der bairischenGebirgsgegenden. Er malt oft selbstnach der Natur s. Skizzen in Öl, wodurch er immer glücklicher aus dem Wege derKraft, Wahrheit, Harmonie und des Helldunkels der Färbung fortgeschritten ist.Seine vorzüglichsten Werke sind: der Staffel- und Kochelsee (beide im Schlossezu Nymphenburg), dann Gegenden von Tegernsee . Auch die Galerie zu »Schleiß,heim enthält von ihm einige gute Bilder. Die ständische Galerie zu Prag besitztvon ihm die Ansicht von Ariccia , 5 Stunden von Rom, mit der Aussicht auf dasMeer. 1825 vollendete er s. Waldpartie am Tegernsee .
Warschau , poln. >V.->r^!>»v.->, die Hauprst. des russ. Königreichs Polenund derWoiwotschaftMasovien, in einer angenehmen Lage, besteht aus der in dieAlk - und Neustadt getheilten eigentlichen Stadt und aus mehren Vorstädten, wohinzuweilen auch das aus dem rechten Ufer der Weichsel belegene, mit der Stadt durcheine Schiffbrücke verbundene Praga (s. d.) gerechnet wird. Die Stadt ist nichteigentlich fest, doch mit Linien umgeben. linier den Vorstädten zeichnen sich Krakau und die neue Welk durch Regelmäßigkeit und schöne Gebäude aus. W. hat mit denVorstädten einen Umfang von 3 Meilen, worin aber viele Gärten und Felder miteingeschlossen sind, 300 Straßen, 4500 H.(mitPraga) und 135,800 E., darun-ter 28,000 Juden, 6000 Protestanten. Unter vielen prachtvollen Gebäuden zeich-nen sich das von Sigismund III. (gest. 1632), welcher die Residenz von Krakau nach Warschau verlegte, erbaute kdnigl.Echloß(mirGemälden von Dankerse, Bac-ciarelli u. A.), der sächs. Palast, die Münze, das Zeughaus und 115 Paläste poln.Magnaten aus. W. hat eine Menge Klöster und prachtvolle Kirchen aller gedulde-ten Religionen, 6 Hospitäler, 5 Buchhandlungen und 22 Buchdruckereien, welche141 Werke im I. 1829 gedruckt haben. W. vereinigt, so viel Armuth und Elendes auch mit einschließt, Alles, was Polen Großes und Schönes hat: hier ist derVersammlungsort des Reichstags, der Sitz des Vicekönigs und der höchsten Be-hörden des Königreichs; hier bestehen Akademien der Wissenschaften, des Acker-baues, der Physik und eine Menge Unterrichtsanstalten und Kunstschulen, auchSammlungen, wie die reiche archäologische des zu Warschau 1826 verst. Wiesio-lowski. Die Bibliothek von 150,000 Bdn. hat 15,000 poln. B>, 7000 Incuna-