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Zwölfter Band. W bis Z.
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Vaterländer

v

Vaterlos (Schlacht bei)

besondere Annehmlichkeit der Sitten, eine strenge Rechtschaffenheit, und jene Artig-keit, welche die fremde Eigenliebe stet- mit sich in die erfreulichsten Verhältnisse zusetze» weiß, so hat man ein treues Bild von W.'s Charakter. In den letzten Jahrens. Lebens (er starb 1188) mußte er eine unvorbereitete Genügsamkeit zeigen; er ver-lor sein ganzes Vermögen. Als Gelehrter hat er sich ein großes Verdienst durch seinnachgelassenes „llictiuuu-nio >Ie zioüuluro, cle.--culptuio < t cle xgavuio" (Paris 1192) erworben. Seine Beiträge zu Diderot's „Encyklopädie", welche die sämmt-lichen zeichnenden Künste umfassen, werden sehr geschätzt.

Wakerländer, s. Taufgesinnte.

Walerloo . ein belgischesKirchdors, auf der Straße von Charleroi nachBrüssel , 2 deutsche Meilen von letzterer L>tadt entfernt, am Eingänge des Waldesvon Soizne. Eine Stunde von da fiel d. 18. Juni 1815 die denkwürdige Schlachtvor, welche Wellington nach seinem HauptguartiereWatcrloo, Blücher nach dem.Drehpunkte des Kampfes Belle-Alliance , die Franzosen aber nach dem Hauptzweckihres Angriffs Monr St.-Iean nannien. Wellington war nach dem Treffen beiWuatre-Bras (s. d.) und in Folge der Schlacht beiLigny bis an den WaldvonSoizne zurückgegangen, und batteam 11. Juni auf der Hohe, die sich von demStädtchen Braine la Leud bis Dhain zieht, eine vortheilhafke Stellung bezogen. Erbeschloß auf die Ausicherung des Fürsten Blücher, ihn mit seiner ganzen Armee zuunterstütze», hier ein Treffen anzunehmen. Das Corps des Printen v. Dramen,welches den rechten Flügel bildete, lehnte sich an die Straße, die von Nivell.s kommtund sich bei Mont St.-Iean mit der cbarleroierChaussee vereinigt; es hatte denPachthof Hougomont und das dortige Wäldchen stark besetzt. Das Centrum stand1000 Schritte vorwärts Mont St.-Iean und hielt die noch weiter vor an derchar-leroier Straße liegende Meierei la HaveSaincte fest. Der linke Flügel dehnte sich,einen nur Hecken besetzten Hohlweg vor der Front badend, von dieser Straße bis andie Meiereien la Hane und Lovette aus, und hatte Truppen in den Meierhof Pape-lotte geworfen. Das Corps des Lords Hill bildete die Reserve des rechten Flügelsund stand 1000 Schritte hinter der ersten Linie bei MerbeS-Braine. Alle Reitereiwar dicht hinter dem Fußvolk als 3. Treffen aufmarschirt. Endlich stand ei» Beob-achkungscorps bei Wautier-Braine, das jede ülvreilteVerfolgungder Franzosen imRücken genommen haben würde. Napoleons Tadel (in den „>Iämoir<-5", I), daßWellington '-; Stellung fehlerhaft gewühlt gewesen, ist daher unbegründet. EinRückzug auf den Straßen durch den Wald hätte unter diesen Umständen nichts Ge-fährliches gehabt. Napoleon war dem engl.Heere auf dem Fuße gefolgt und hatteeinen Kanonenschuß von dem britischen Lager auf der Höhe von Belle-Alliance einBuvacht bezogen. Sein Heer bestand aus 3 Infanterie-, aus 2 Cavaleriecoi ps undaus sämmtlichen Garden; gegen 90,000 M.I Dagegen betrug die englisch -nie-derländische Macht, da der nicdcrländ. Prinz Friedrich mit 19,000 M. bei Hall zu-rückgebliehen war, etwa 80,000 Nr. Nach Gourgaud'S Bericht wollte Napoleon die Mitte der Engländer sprengen und beim Eingänge des Waldes ihren Rückzugabschneiden, in allen Fällen aber sie von den Preußen trennen. Die Schlacht begannden 18. Juni Mittags 12 Uhr niit einem Angriffe des 2. franz. Corps aus Hougo-mont. Das dortige Wäldchen wurde von den Franzosen genommen, das Vorwerkhingegen von der engl. Garde und den Nassauern behauptet. Gegen 2 Uhr rückte» 4franz. Infanteriemassen von Belle-Alliance gegen das britische Centruin vor. Rei-terei unterstützte sie und durchbrach das erste engl. Treffen, wurde jedoch bald daraufdurch britische Reiterei, das nachrückende Fußvolk aber durch das gukgerichtete Feuerdes engl. ersten Treffens zurückgeworfen. Englische Reiterei benutzte dies zu einem

Nach Gouraaud zäbltc Napoleons Heer 6l,ioo M. und 240 Stück Geschütz;Marstball Grouckm marschirie den ii. auf Wavre mit 35 ,220 M. und 110 StückGeschütz.