Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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242 Wesiiiidien

>I>!) Anguilla, Siiake Island oder Schlangeninsel, niit einem Salzsee (6 s^M.,mit 2100 Einw., wovon 500 Sklaven sind), siebt nebsi der Insel Barbudaunter einem Vicestatthalter. Man erbaut Zucker, Taback, Caffee , Baumwolleu. s. w. >) Dominica, 13) >HM., in deren Mitte hohe Gebirge sich erheben; sieist reich angebaut, der Sitz eines Gouverneurs und hat 4-100 weiße und farbigeEinw., 21,000 Sklaven und 30 Caraibenfamilien, sjberreste der Ureinw. 200Pflanzungen liefern vorzüglich Zucker und Caffee . Durch den furchtbaren Orcanant 21. Oct. 1817 wurde sie beinahe ganz verödet. Hauptst. Rousseau , x) Dieebenfalls sehr fruchtbare Insel St.-Lucie, 10) UM., mit einem Vulkan. l,)Wt.-Vincent, 6) UM. ' Hot ebenfalls einen vulkanischen , übrigens sehr fruchtbarenBoden. Die Hauptst. Kingsion isiter Sitz des Gouverneurs der im Winde liegen-den engl. kleinen Antillen, i) Barbados , 10-)HsM., mit 15,000 Weißen, 3000freien Farbigen und 59,000 Negern, Sitz eines Statthalters; viele Pflanzungenauf derselben wurden im Negeraufsiande (April 1816) vernichtet. b) Grenada unddie Grenadillen. Jene, der Sitz des Gouverneurs, hat 8) s^M. mit 800 Weißen,1600 Farbigen und 32,600 Negern. Die Einw. sind katholisch und sprechen fran-zösisch. Die Insel wurde 1762 an England abgetreten. Diese, deren es gegen30 gibt, sind zum Theil nicht angebaut. !) Tobago , die südlichste der caraibischenInseln, 6) s^M., st? ebenfalls, wie die übrigen Zuckerinseln, reich an allen westin-'tuschen Erzeugnissen. n>) Trinidad, zwischen Tabago und der Dronocomündung,vom festen stände durch den Meerbusen von Paria getrennt; eine orcanfreie Seesta-tion. Hier bildete sich zuerst, schon 1798, unter Lord Melville'sBegünsiigung, derHerd des span.-amerikanischen Aufsiandes (78) MM., 40,000 Einw., darunter21,000 Sklaven und 1500 Indianer). Die Lust ist ungesund, der Boden zumTheil vulkanisch (ein Erdpechsee), aber sehr fruchtbar. Hauptort: St.-Iosephd'Drunna. — IV. Das französische Westindien. .-,) Guadeloupe (s. d.),nach dem Verluste von St.-Domingo die wichtigste stanz. Antille. Die mährischenBrüder haben hier eine Mission. Auch ist hier ein Vulkan. >,) Martinique (s. d.); Hauptort: St.-Pierre. Bover-Peyseleau beschrieb: ,,bes ,1utUle8 sr.-m-r.uiscg, zuii tiuuliäreinent In 6nri,le!o»z>c" (Paris 1823, 3 Bde.). — V. DenDänen gehören folgende virginifche Inseln: ->) St.-Thomas, b) St.-Crost,wo Christianstadt der Sitz des Gouverneurs ist, und c) St.-Jean, nebst einemAntheil an der Krabbeninsel, zusammen 8) UM., mit 43,000 Einw., darunter37,000 Sklaven. Seitdem 17. Nov. 1815 sind die Freihäfen-Lt.-Thomas undSt.-Iean allen Europäern geöffnet. — VI. Den Schweden gehört die an sichunfruchtbare Insel wt-'-Darthelemi (2^ UM., 6000 Einw.), die ebenfalls allewestindische Producte erzeugt. Hauptort: Gustavia . — Vll. Den Nieder-ländern gehören die kleinen Antillen: n) St-Eusiach, 1 Obst., Sitz des Gou-verneurs (besteht fast nur aus erloschenen Vulkanen), wichtig wegen des Schleich-handels, hat nach van dem Bosch nur 420 weiße Einw. und 1200 Sklaven; dieebenso große Felseninsel Saba hat 50 weiße Familien und 130 Sklaven, b) Cu-racao (s. d.). Die Einkünfte belaufen sich, bei der Stockung des Handels, nurauf97,000, hingegen die Ausgaben auf 26t,000 Gldn. Hauptort: WilhelmS-stadt, Sitz des Gouverneurs, Freihafen St.-Barbara. Einige kleinere Inseln,Aruba (auf dieser Insel fand man im 1.1824 reines Gold unzenweise), Aves undBonaire ; o) St.-Martin, 5 ! M., mit 6100 Einw.. darunter 5000 Neger(hatte 1815 im holländ. Antheile nur 60 Weiße und 200 Sklaven).

Sämmtliche Antillen haben auf4670s^M. (wovondie 4 größten 4145 s^M.)2.900,000 Einw., darunter 1 Mill. freie Neger und 1,100,000 Sklaven. DieUreinwohner sind rothbraune Caraiben, welche in geringer Zahl noch auf den In-seln St.-Vincent, Dominica , Tabago und Martinique angetroffen werden; dieschwarzen Caraiben sind aus einer Mischung mit Negern entstanden. In den Wild-nissen der Gebirge leben die entlaufenen, räuberischen Maronneger. Von dem Eu-