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Weskminsier (Stadt —Abtei)
ropäer und Neger stammen die farbigen Menschen ab, der Mulatte, Terccron, Q Här-teren, Quinteron u. s. w. Die Eingeborenen, welche von Europäern abstammen,heißen Creolen. Außer den europäischen sprachen hat sich eine creolische Mundartgebildet. Die Bewohner sind Christen, mit Ausnahme der unbekehrten Neger;doch gibt es unter ihnen thätige Missionsanstalten, vorzüglich die der Brüderge-meinde. — Wie wichtig der Anbau und der Hantel dieser Inseln seien, beweisendie Zollregister. Schon vor 1780 führten die Engländer aus ihren Besitzungen auf1815 Schiffen mit 21,000 Matrosen für 6^ Mill. Pf. St. Waaren aus. Über-haupt schätzte man damals die Ausfuhr sämmtl. westindischen Erzeugnisse auf110 Mill. Thlr., darunter die französischen auf 4b Mill., die spanischen auf5, die dänischen auf 1^ und die niederländischen auf 8^ Mill. Thlr. AnZucker wurden über 7 Mill. Ctnr., und an Caffee 980.000 Cnir. ausgeführt.Großbritannien gewinnt bloß durch Rum 2,454,000 Pf. St. Haupteinfubr-artikel aus Europa sind Fabrikwaaren, Wein und Mehl, deren Gesammr-werth v. Humboldt auf 13,300,000 Pf. St. schätzt. Je wichtiger der Be-sitz Westindiens für Europa ist, desto mehr Sorgfalt wendet besonders die eng-lische Regierung auf eine liberale Verwaltung und auf ein zweckmäßiges Ver-theidigungssystem dieser Inseln. Die Verfassung der britisch-westindischen Inseln»st fast durchgängig wie die aufIamaica und auf den Bahamainseln. Die meisteGefahr ist von einem Ausstande der Neger zu fürchten; man hat daher Regimentervon Schwarzen errichtet, sie aber noch Europa (Gibraltar, Malta u. s. w.) ver-seht. Das Loos der Negersklaven aber ist durchaus gesetzlich gemildert. Die Crco-len, welche ihres Mulhes wegen die Entschlossensten zum Widerstände sind, wer-den, sowie die Mulatten und freien Neger, zu allen Verwaltungsstellen gelassen;auch ist überall dem Gouverneur ein Regierungsrarh aus den Eingeborenen beige-setzt. Endlich befolgt man gerechtere Grundsätze in Ansehung der Freiheit des Han-dels und läßt die Colonien ihre Abhängigkeit vom Mutterlande so wenig als mög-lich fühlen. Am weitesten dagegen ist die spanische Regierung in ihrer Colonial-verwaltungspolitik zurückgeblieben. Es konnte daher nicht f.blen, daß die spani-schen Amerikaner das IcchpPnerträglich fanden und es abzuschütteln versuchten.Dieser Hang zur Unabhängigkeit hat sich nun zwar auf den spanischen Antillen nochnicht so mächtig geäußert wie auf dem festen Lande des spanischen Amerika ; alleiner ist von St.-Domingo und Trinidad ausgegangen und hat in dem durch denHan-del mit Westindien beförderten Küstenverkehr s. Nährstoff gefunden. Es ist dahermehr als wahrscheinlich, daß Spanien , wenn es jene Politik nicht ändert, auchs. Antillen verlieren wird. In Haiti und in Cuba nabm die spanische UnterjochungAmerikas — ein System von Grausamkeit und Raubsucht — ihren Anfang: hierwird die Befreiung des spanischen Amerika ihren Laus vollenden. (Vgl. Süd-amerikanische Revolution.) S. I. W. N. Baylev's „kAur ^esrs rcsi-ckence iu tlie ^Vestinckiek" (Lond. 1530). X.
Westminster, oder die Stadt Westminster („Ne V.itv ol^Veetiuin-kter), heißt einer der 3 Haupttheile Londons , der die schönsten und geräumigstenStraßen hat, der Sitz der Regierung und des reichsten Adels ist und, die ganze westl.Hälfte begreifend, zum sogen. ^Vert c,x! o> Nr luw» gerechnet wird. Ein Tbor,'1'rinplk Usi genannt, das nur bei gewissen feierlichen Gelegenheiten geschlossen undwieder geöffnet wird, trennt ihn von der Altstadt. (S.London.) In diesem Stadt-theile liegen: 1)Die Westmin ster-Abtei, cderSt.-PetcrS-Collegiatkirche, die vorAlters zu einem Kloster gehörte, dessen Ursprung sich in die ungewisse Zeit verliert.König Eduard baute die Kirche 1065 neu out, und seit Papst Nikolaus II. wurdenhier dieKönige v. England gekrönt. Heinrich VIII. verwandelte das Kloster anfäng-lich in ein Stift, später in eine Kathedrale; Mario stillte die Abtei wieder her, Eli-sabeth aber gründete 1560 das gegenwärtige Collcgiatstift, dos aus mehrcnStiftS-
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