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welche an die Ostsee, Ostpreußen, Polen, Posen, Brandenburg und Pommerngrenzr und 466 und mit dem Militair 792,210 Einw. enthält. Der Bodenist theils eine sandige, wenig fruchtbare Höhe, theils besteht er aus sehr ergiebigenNiederungen, welche vor Zeiten der Weichsel abgewonnen worden sind, und wo derAckerbau die Beniühungen des Landmanns sehr reichlich belohnt. Gebirge fehlengänzlich. Der Hauptfluß ist die Weichsel ; außerdem sind die Drewenz, die Sorge,Elbing und Motlau die beträchtlichsten Flüsse. Getreide, Hülsenfrüchte und Flachswerden in solcher Menge erzeugt, daß man einen großen Theil davon ausführenkann; auch zieht man vieles Obst, und die ansehnlichen Waldungen liefern vielBau: und Brennholz zur Ausfuhr. Die Pferde-., Rindvieh-, Sckweine- und Bie-nenzucht wird stark getrieben, besonders hat man in der Weichselniederung großeund schöne Pferde, sowie auch treffliches Rindvieh. Die Ostsee , das frische Haffund die vielen Landseen sind sehr fischreich, besonders werden viele Lachse und Neun-augen ausgeführt. Das Mineralreich ist arm und beschränkt sich bloß auf etwasSuinpferz, Töpferthon, Kalk, Bernstein und viel Torf. Fabriken und Manufak-turen sind nur in Danzig von Bedeutung. Sie liefern Wollenzeuche, Leinwand,Spitzen, Leder, Papier, Glas, schwarze Seife, auch sind mehreEisen-und Stahl-hämmervorhanden. Der Handel ist bedeutend in den Städten Danzig und El-bing (s. dd.). Lrowol die Protestant, als kath. Kirche hat unter den Einw. dieserProvinz Bckenner, und Juden gibt es gegen 10,000. Westpreußen zerfällt jetztin die 2 Regierungsbezirke Danzig undMarienwerdcr, mir den Hauptst. gl. N.
Westpunkt, f. Abendpunkt.
Westreenen van Tiellandt (Wilh. Heinrich Jakob, Baron),geb. d. 2. Oct. 1783 im Haag, widmete sich derGeschichte und Literatur. 17 J.alt,machte er sich durch einen Aufsatz bekannt, in welchem er für s. Landesgenossen dieEhre der ersten Erfindung der Buchdruckerkunst zu vindiciren suchte. 1804 erschienvon ihm: „Gemälde des Haags im 13. Jahrh." Drei I. später gab ihm die Stif-tung des Unionsordens Veranlassung zu Untersuchungen über die alten Gesetze derRitterschaft; und eineFrucht derselben war der s»r le-; aiioie»» orüres äe
cliev.ilkn ie". Als ihn van Damme zu Amsterdam durch eine letztwillige Verfügungzum Director der von ihm hinterlassenen Bibliothek und des MedaillencabinetS er-nannt hatte, gab W. 1818 davon einen raisonnirenden Katalog. Im folg. I. er-schien von ihm eine Abhandl. „Über den Ursprung der Buchdruckerkunst und ihreersten Fortschritte". Ohne hier die überkriebenenAnsprüche Harlems zu berücksich-tigen, sucht er nur seinem Vaterlande das Verdienst der Erfindung der Xylographiezu sichern; wer indeß den Druck mit beweglichen Typen erfunden habe, läßt erdahingestellt sein. Durch die genannten Werke erwarb W. eine Stelle in verschie-denen gelehrten Gesillsch. König Ludwig ernannte ihn zum Archivadjuncten desReichs und zum Historiographen des Unionsordens. Nach der VereinigungHollands mit Frankreich verlor W. die Stelle als Historiograph, da er sich nicht ent-schließen konnte, s. Vaterland zu verlassen. Er blieb jetzt in der Zurückgezogenheitdes Privatlebens, bis ihn die Ereignisse 1813 zur thätigen Mitwirkung für die Un-abhängigkeit s. Vaterlandes aufriefen. In Anerkennung s. Verdienste ertheilte ihmder König Wilhelm den Orden des belgischen Löwen. Als Schatzmeister und Archi-var des obersten Adelshofes bleibt W. so viel Muße, um in s. gelehrtenBeschäftigun-gen fork zufahren. Erbesitzt eine Sammlung von sehr seltenen Schriften des 15. Jahrh.
Wetstein, der Name einer in der Geschichte »er Buchdruckerei und desBuchhandels berühmt gewordenen Familie. — Johann Heinrich W., geb.1649 zu Basel, gründete zu Amsterdam ein Geschäft als Buchdrucker und Buch-händler, dem er durch Thätigkeit und Sachkennlniß einen großen Umfang zu gebenwußte, und das nach s. Tode (1726) von seinen 2L)öhnen fortgesetzt wurde. EineMenge durch Gehalt, Correctheit und äußere Schönheit ausgezeichneter Ausgaben