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Whitt'boys
Oaplain Roclc" (London 1824) und aus der Gegenschrift: „C,.-,p>laiii Kocle <lc-teoteel" (London 1824). Thomas Moore wälzt alle Schuld des Unglücks von Ir-land auf die hohe Kirche und den Zehnten. Der Verf. der Degenschrist findet denGrund alles Übels, das Irland zu Boden drückt, in der Habsucht der irländischenGrundbesitzer (Landlords), oder in ihrem auslaugenden Pachlsysiem. Sie verzeh-ren gewöhnlich die hohen Pachtgelder in England, wodurch Irland dem Auslandegleichsam tribulbarwird. In Irland leben selbst nur so vieleEngländer odcrProte-stanten vom Cwil-, Militair- und geistlichen Stande, als nöthig sind, um die Ein-künfte von Irlands Boden zu erheben. Darum bezeichnete der Herzog von Devon :shire im brik. Parlament (28. Juni 1823) die Orangemen als eine polit.-.protest.Faction von Aiiglo-Irländern. die aus der großen Minderzahl der Bewohner besteheund fast allein die drückende Verwaltung des Landes in Händen habe. Da diese un-aufhörlich gegen den Volksgeist der alten Bewohner (und ehenial. Grundeigenihü-mer) der Insel ankämpfen müssen, so haßt sie der Irländer als Zöllner, S teuerem-nehmer. Richter u. s. w., und sieht in ihnen bloß unerbittliche, grausame Peiniger.Ebendeßwegen aber sind jene zu Behauptung ihrer Rechte genöthigt, unter sich festzusammenzuhalten. Sie haben daher jene allgemeine Verbindung geschlossen, derenUrsprung bis in die Zeilen der letzten Eroberung Irlands 1K90sg. hinaufgeht, unddieser Bund der Orangemen trägt noch als Zeichen die Farben des Eroberers, desPrinzen v.Oranien , König Wilhelms III., den damals dei Protestantismus der ho-hen Kirche auf ten Thron des kach. Königs Jakob II. erhob. Die gemeinen kath.Inländer haben dagegen die weiße Farbe zu ihrem Bundeszeiche» gewählt und wer-den aus diesem Grunde lnte-buvs genannt. Sie ballen ihre Zusammenkünfte desNachts und verbinden sich durch Eide, keinen Zehnten zu entrichten, die Herab-setzung der Pachtgelder zu erzwingen und die Häuser der Obrigkeiten, die gegen sieverfahren, sowie derjenigen Mitbürger, die nicht mit ihnen gemeinschaftliche Sachemachen, zu verbrennen. Seit der Union (1801) ist der Haß der „Vereinigten Ir-länder" (valeneleis) und die Wuth der Banden aus dem Pöbel (der Whiteboys,Ribbonmen, Bandmänner) noch heftiger geworden. Vergebens suchte der Königbei f. Anwesenheit inIrland 1821 den Parteigeist zu versöhnen und die leidenschaft-lichen Protestanten, die Anglo-Irläntci od. die Orangemen, zui Mäßigung zurück-zuführen. Allein diese hörten nicht auf, bei mehren Anläss.n in Dublin , vorzüglichan dem Jahrestage des Sieges, den Wilhelm III. ani Bovneslliß (11.Juli 1680)über Jakobs kath. Armee erfocht, durch Spottlieder, durch Bcki änzuug der StatueWilhelms III. u. s. w., die Irländer zu reizen. Dagegen begingen auch die White-boys solche Ausschweifungen, daß die Regierung im Dec. 182! den Marquis v.Wellesley, einen von den Urhebern der Union, als Lordlieutenant (Statthalter) nachIrland schickte, der, nachdem gütliche Mittel nichts fruchteten, die Banden der In-surgenten durch Linienlruppen zerstreuen und die Schuldigen hinrichten ließ. DasParlament genehmigte daher den Vo> schlag des Marquis v. Londonderrv. die Auf-ruhracte in Irland in Kraft zu setzen und die Hobeas CorpuS-Acte eine Zeit langaufzuheben. Zugleich verbot Wellesley die Feier des Sieges ani IabreStage, undsetzte an 200 Protestant. Friedensrichter ab, welche Parteigeist oder Schwäche fürdie Orangemen gezeigt hatten. Dies reizte jedoch den Protestant. Pöbel von der ora-nischen Faction in Dublin so auf, daß er im Theater den Stonbalier des Königspersönlich beschimpfte. Mehre Um uhestifter wurden verhaftet, allein die Iurv, wel-che unter dem Einflüsse der Orangemen stand, sprach sie los. Seitdem äußerte sichder gegenseitigeParteihass zwischen den Orangemen, welche die Fesseln Irlands fest-halten, und Zwilchen den Whikebors, welche sie zerreißen wollten, bei mebren Gele-genheiten, während der kath. Verein in Dublin auf censiituiionriellem Wege denvollen Genuß aller polst. Rechte wiederzuerlangen bemüht war. Um dem Elend unddem Bürgerkriege ein Ende zu machen, trug die Opposition im Parlamente (Juni
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