Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Whiteboys

deß gab er, ohne darum von jenen (Grundsätzen abzuweichen, s. Stimme zu Er;richtn,ig eines Denkmals für den Sieger von Waterloo. Bei dieser tiefeindrin-genden Theilnahme au allen ParlamentSverhandlunzen, bei der vielfachen Auf-sicht aus s. Brauerei, auf s. Landgüter und s. großes Hauswesen, das allein einenMann von herculischer Thätigkeit erfoderte, entschloß er sich in einer unglückli-chen Stunde, noch die höchst verworrenen Angelegenheiten des Drurylane-Thea-ters zu besorgen. Es gelang ihm, die verwickeltsten Rechnungen in Ordnung undden prächtigen Ausbau des neuen schaufpelhauses 1812 zu -Stande zu bringen.Allein so viel anstrengende Arbeit erschöpfte s. Gesundheit. Seine Gestalt verfiel,sein Math sank; er fühlte sich laß und schläfrig, dabei reizbar, und glaubte zuletztsich von der öffentlichen Meinung verachtet zu sehen. Da fand man ihn einesMorgens, den 6. Juli 1815, todt in s. Blute, mit durchschnittener Kehle, dasRa-sirmesser auf der Erde. Das Urtheil der Geschworenen sagte aus: „SamuelWhttbread starb von s. Hand, in einem Augenblicke von Geisteszerrüttung".Als Privatmann war W. ein glücklicher Gatte und Vater von 5 Kindern, wovonihn 4, darunter 2 Söhne, überlebt haben. Er war ein trefflicher Haushalter undein eifriger Landwirih. Seine Güter waren Muster einer guten Land wirth-schaft. Als feiner Kenner und Beförderer der schönen Künste schmückte er s. präch-tigen Landsitz in Bedfordshire imt Gemälden von den besten Meistern. Treu inder Freundschaft, ohne Persönlichkeit in Streitsachen, war er fest, oft rauh undgebieterisch; doch streng gerecht, ein thätiger Freund der Armen und des Schul-wesens. Seine Freunde nannten ihn den britischen Cato. K.

Whiteboys, Parteiname derden Orangemen (s. d.) in Irland gegen-überstehenden Factum der ärmer» kath. Volksclasse. Der bereits über 30 I. beste-hende Verein dieser Banden heißt N HwboHmi. Weißburschenschaft. AllerStoffbürgert. Zerrüttung ist seit längerer Zeit in Irland angehäuft: polit. und religiö-ser FanansmuS, jakobinische Gl.ichheitsschwärmerei und demokratischer Schwin-delgeist, tiefgewm zelter Nationalhaß und seit Jahrhunderten von den Vatern aufdie Kinder sortgeerbte Rachsucht; dazu kommt noch in dem unwissenden und rohenDolkskaufen der Katholiken das zur Verzweiflung hinireibcnde Gefühl, der Ar-muth und des Drucks der Abgaben, besonders der Pachtgelder und der Zehnten.Dieses seit Elisabeths Regierung oft erstickte, aber nie unterdrückte Feuer des Auf-ruhrs war vor einigen I. von Neuem ausgebrochen. Mord und Plünderung warenbesonders in den südl. und westl. Grafschaften das Schrecken bei Tage wie beiNacht, und alle Leidenschaften der wildesten und vertorbensten Menschen fandenin den verschiedenen Parteien, die von Zeit zu Zeit offen, fortwährend aber im Ge-heimen sich bekämpfen, ihren Brennpunkt und Feuerherd. Unter den verschiede-nen Sammelnamen der „Vereinigten Irländer", als Whiteboys, Rightboyg, Le-vellerS, DefenterS, Ribbonmen u. s. w., begingen die Banden der Verschworenenaus der gemeinen Volksclasse die blutigsten Ausschweifungen; aber im Hinter-gründe brütete der polit. Haß Irlands gegen England, und unter dem Schrei derKatholiken nach Emancipation (s. d.) und nach Abschaffung der Zehnten fürdie Geistlichen der engl. Kirche verbarg sich das Streben der gebildeten Inländer(in der erst 18-5 durch eine Parlamentsacte aufgelösten lmtlioiw a^rttüaticm oderin dem kalb. Verein zu Dublin , zu dessen ersten Rednern der Advocat O'Eonnelgehörte) nach Unabhängigkeit, oder wenigstens nach Befreiung von dem bürgerli-chen Joche, das seit Jahrhunderten britische und Protestant. Eroberer, als sie dasGrundeigenthum der Insel unter sich vertheilten, der alten, stolzen und trotzigenHibernia aufgelegt haben. Man lernt den neuen Zustand Irlands und den Kampfder verschiedenen Parteien daselbst aus 2 Schriften kennen, deren jede einseitig diedunkele Seite des einen oder des andern Theils der Schuldigen absichtlich hervor-hebt: aus den von Thomas Moore (s. d.) verfaßten „älomvirs »1 Uw Ute ot'