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senschasten in den östreich. Staaten, Maximilian I. (1500), enthält mehre tausendHandschriften und Inkunabeln, eine reichhaltige, kostbare und wohlgeordneteKupferstichsammlung und eine bedeutende Anzahl von Werken aus allen Fächern,die indessen noch weit von den öffentlich angegebenen 300,000 Bdn. zurücksteht.(Dgl.v, Leon's „Beschreibung der kaiserl. Hofbiblioihek".) Das Lesezimmer ist fürdasPub.'icum viel zu klein. Die Gefälligkeit der Bibliotheksbeamten verdient einöffentliches Lob. ZurUnrerhaltung sind jährlich 15,000 Silbergulden angewiesen;sie ist, mit Ausnahme der öftern Ferien, täglich von 9—12, während einiger Mo-nate auch Nachmittags von 3—6 Uhr offen. Die Universitätsbibliothek enthält gegen80,000 Bde. Unter denPrivatbibliotheken nennen wir die des Kaisers mit 40,000,die desErzherzogS Karl mit 18,000 Bdn. Jene ist reich an botanischen und natur-historischen Schriften, diese hat einen Schah von kriegSwissenschaftlichen und histor.Werken. Die letztere steht zur allgemeinen Benutzung wöchentlich 2 Mal offen.Der beliebte Dichter Castelli hat eine reiche Theaterbibliothek mit 10,000 Theater-stücken, den Portraits von 100 Schauspielern und 300 Theaterdichtern, den histo-risch, merkwürdigen Schauspielzetkeln von 1600 —1700, und den vollständigenTheaterzettel» von 1801 an. Sowie die kaiserk. Bibliothek an der Spitze der Bü-chersa,nmlungen steht, so führen auch das kaiserl. Mineraliencabinet unddaszooko-gisch-botanische Cabinet die Reihe der gleichnamigen Sammlungen an. 25 Säledes letzter» enthalten die Fauna der ganzen Erde und, was noch vermißt werdenkönnte, wird das seit einigen Jahren angelegte kaiserl. brasilische Museum nach-weisen. Der botanische Garten der Universität (vgl. Iacguin) ist bochberühmt,mit ihm wetteifert der besondere, den Franz I „ selbst Liebhaber der Wissenschaft,für die östr. Flora anlege» ließ. In gleichem Geiste, wenn auch nicht in gleichemUmfange, finden sich mehre Sammlungen und Gärten. Das kaiserl. Anrikencabinetbesitzt nur wenige Werke des classischen Alterthums von entschiedenem Kunstwerkhe.Das Münzcabinel, eins der berühmtesten in Europa , enthält 28.000 Gold - undSilberstuckeaus der Zeit von Karld.Gr. an; sowie Schätze aus früherer Zeit. AnPrivat-Münzsammlungen fehlt esebenso wenig. Der Unterricht in den bildendenKünsten hat seit 1704 durch die Gründung der kaiserl. Akademie einen regelmäßi-ger» Gang genommen, inag er auch nicht immer demGeniuS des Lehrlings aufdierechte Weise und im günstigsten Augenblick entgegengekommen sein: eine Bemer-kung, die mehr oder weniger von allen Akademien als Treibhäusern der Kunst gilt.Der Reichthum an zweckmäßigen Materialien ist in manchen Zweig'» viel bedeu-tender als die Methode derUnterweisung, vorzüglich in den allgemeinen ästhetischenGrundsätzen. Die öffentliche Ausstellung von 1822 wies über 500 Werke auf,doch erhoben sich nur wenige über die Industrie des TageS; die von 1830 gabunter 253 Gemälden nur einige vorzügliche Portraits, Landschaft - und Genrebilder(von Fendi, Waldmüller, Marko, Gauermann d. I-, Ammerling, Ender)und zweitreffliche Bildwerke von Szent-Petery und Lebrun. Die kaiserl. Gemäldegalerie, diein dem Belvederepalaste seit Joseph lO angemessen aufgestellt ist, zeichnet sich ausdurch altdeutsche und altitalienische Bilder, auch findet sich hier ein glänzenderReichthum von Werken des Titian , Van Dyk, Rubens u. s.w,; die bedeutendstensind nach den Zeichnungen des Hofmalers von Perger in dem bei Haas in Heften(das 50. im I. 1829) erscheinenden Werke: „Kaiserl. Gemäldegalerie im Bel-vedere ic.", gestochen worden. Die Kunstsammlung an der kaiserl. Hofbibliothek umfaßt in 800 Bdn. gegen 300,000 Holzschnitte und Kupferstiche. Hierzu kom-men noch die Kunst- und Gemäldesammlungen vieler Großen (Liechtenstein , Ester-hazy, Schönborn, Tzernin, die berühmte Albert'sche, jetzt dem Erzherzog Karl gehö-rige Samml. von Zeichnungen). Die nach dem Schlosse Ambras in T irol benannteambraser Samml, von Kunstwerken, welche A. Primisser beschrieben (Rüstungen,Curiositäten aller Art), befindet sich seit 1806ebenfallsir»Belvedere . Dasberühmte