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Llinckell (Georg Franz Dietrich aus kein)
theilt Unterricht auf der Harfe und in Sprachen; sie hat jüngere Freundinnenmusterhaft gebildet. Alles dies erstrebte ihr edler Wille mit unendlicher Liebe,durch rastlosen Fleiß,„in kindlicher Bescheidenheit, ohne allen Schutz, außer demmütterlichen; in der Ölmalerei fast auch ohne eigentlichen Lehrer, außer wenigenFreunden und Rathgebern, gestützt allein auf die beharrliche Kraft ihres Gemüths.Ohne nach Originalität zu ringen, ist Th. v. W. in der anspruchlosen Sphäre derediern, weiblichen Beschränkung geblieben. Als Malerin den hohen alten Mei-stern huldigend, hat sie deren Werke mit einer Treue wiederholt, die ihr im In-und Auslande gerechte Anerkennung erworben hat. Sie studirte auf der dresdnerGalerie, wo sie noch jetzt die alten ital.Meisterwerke, vftle mehrmals, inOl copirk.Um durch den Unterricht der berühmtesten Lehrer, einer Na! ermann und Marin,ihr Spiel auf der Pedalharfe ausbilden zu lassen, und um ihr die Gelegenheit zuverschaffen, die aus Italiens Galerien nach Paris entführten Kunstschätze zu stu-diern, reiste die Mutter 1806 mit ihr nach Paris . Hier blieben Beide 2; Jahr.David wurde in der Malerei der Tochter Freund und Lehrer. Er gab ihr dasZeugniß, sowie sie habe noch Niemand Correggio nachgeahmt. Während dieserZeit verlor ihre Mutter durch das Sinken der östr. und der schwcd. SkaalSpapiereihr Vermögen. Was die Tochter bisher aus reiner Kunstliebe ei strebt hatte, da«wurde jetzt ihr Lebensunterhalt. Sie gab auf ihrer Rückreise Concerte, und wohntseitdem in Dresden mit ihrer Mutier vereinigt (diese starb 1828) und von gleichge,sinnten Freunden und Freundinnen umgeben. Unter jenen muß vorzüglich Kügel«gen genannt werden; man findet darüber Bekenntnisse von ihr selbstin dem „LebenGerhards v.Kügelgrn", von Hasse. Die bescheidene Künstlerin bedarf wenig vonDem, was man äußeres Glück nennt. Ihr kleines Haus im dresdner ital. Dörf-chen und die Gemall egalerie sind ihr irdischer Himmel; jenes hat sie g-schmückt mitden schönen Nachbildungen der letztem, und wie viele sind aus diesem stillen Wohn-sitze des Fleißes und der Demuth ausgewandert nach fernen Gegenden in Deutsch-land, England, Rußland und Polen! In Ostrock, dem Sitze des Fürsten KarlIablonowski, ist ein Saal mit ihren Copien der vorzüglichsten Ltücke der dresdnerGalerie geschmückt. Das Altargemä'de in der Kirche zu Brockwitz bei Meißen isteine von ihr gefertigte Ccpie des Giov, Bellino: der lehrende Erlösii. Wenn ihrenTag die Harmonie d>s Farbenlichts verschönert, so belebt die Abende des reizendenTagewerks ihrHarfenspiel. Zwischen buken wechseln Unterricht, den sie ertheilt,und weibliche Arbeiten. Ohne Schriftstellerin sein zu wollen, ist Mehres von ihrdurch den Druck bekannt geworden. Briefe von ihr aus PVris an ihre Freundin-nen erschienen ohne ihr Wissen und Wollen in teuischen Journalen. Dann gabsie Beitrüge zu Kmd's „Harfe" unter dem Namen Comalo, zu den „Hesperiden "u. d. Nan»n Theorosa, ferner zu des Pros. Wendt „Kunstblatt", zu ^„Abend-zeitung" und zu a. Blättern. In der vom Pros. Haffe herausgeg. „Taschenency-klopätie" sind ihre auf das Kunstfach sich beziehenden Arbeiten mit U. bezeichnet.Auch war sie Mitarbeiterin am Conv.-Lep. in einzelnen Kunstfächern. 2V.
Winckell (Georg Franz Dietrich aus dem). Dieser erfahrene und ge-lehrte Forstmann, Jäger und Iagdschrifisteller ward geb. am 2. Febr . 1162 aufdem Ritterguie Priorau im Königreiche Sachsen . Schon im ersten Lebensjahrewurde ihm s. Vater, kursachs OberhofgerichtSassessor, durch den Tod entrissen,und s. Erziehung mußte anfänglich die Mutter, später s. Stiefvater besorgen. Beideließen den Jüngling, mit Zustimmung seines Vormundes, auf dem Pädagogiumin Halle und aus der Landschule zu Grimma die Humaniora siudiren und sodanndie Universität Leipzig beziehen, um sich der Rechtswissenschaft zu widmen. Alleinein Sturz imt dein Pferde und eine dadurch erhaltene Beschädigung auf der Brustgeboten, eine andre als eine sitzende Lebensart und Beschäftigung zu wählen. W.lernte nun bei dem Wildmeister Hähnel zu Sihemvda, unweit Torgau , einem
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