Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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ding« dk« „Oberen" nach dem Engl . des Planche (1826), viele Übersetz, nach demItal. beiden festlichen Anlässen der dresdner Buhne, beweisen die Leichtigkeit, mitder W. unsere Muttersprache handhabt, um jene fremden Sprachen wiederzugeben.Diese genaue Kenntniß der ital . Sprache bei vieler praktischen Musikkennimß warder nähere Grund, weßhalb unserm W. 1825 auch zu seinen andern Geschäften dieRegie der ital. Oper übertragen ward. Becker s . Taschenbuch" und ein Gedichtauf das Naumann sche Oratorium: Klopstock's Da'erunser, das erste s. einzelngedruckten Gedickte, hatten W. a'S Dichter in das Publicum eingeführt, dem erdurch s. „Penelope" (Taschenb., seit 1811), s. „Komus" (3 Iahi-H.), s. „Agrio-nien", durch die Beiträge zu so vielen andern Taschenbüchern, und besonders durchs. so weit verbreitete „Abendzeitung" (seit 1811) lkeb geworden ist. Sein „Stru-delköpfchen" (noch dem Franz., 18Ö5) und „Bianca von Toredo"(1806) haben ihmeinen Namen unter den dramatischen Schr ftstellei n begründet, den er durch Über-setzungen und Bearbeitungen vorzüglich franz. Dramen aller Gattungen in gutemAndenken zu erhalten nicht müde wird. Seine Kenntniß D ssen, was der Bühnegerecht ist kommt ihm dabei glücklich zu statten. In den von ihm herauszog, hin-terlassenen Schriften s. Freundes, K. M. v. Weber (3 Bdchn.; das erste u. d. T.:„Tonkünstlers Leben. Eine Arabeske von K. M. v. Weber". Di ese. u. Lpz. 1827),hat er in einem biograph. Vorworte den berühmten Tonmeister mit ebenso viel Liebeals Wahrheit dargestellt. 19.

Winsp eare (David), geb. 1775 zu Neapel , widmete sich, nach beendig-ten Studien auf dem Collegium D.-Salvatore, der Rechtswissenschaft. Als Ad-vocat bnm Cassaiionshoft zu Neapel angestellt, gab er glänzende Beweise von Ta-lent und unbestechbarer Rechtlichkeit. Bald darauf ernannte ihn der König zumFiecal bei der Administration der Posten, und W. entsprach diesem Vertrauen, in-dem er durch eine weise Verwaltung den Slaaiscasse» ein erhöhtes Einkommensicherte und durch mehre Verbesserungen im Postwesen die Verbindung der Pro-vinzen mit der Hauptstadt erleichterte. Als 1799 beim Einbrüche der FranzosenW.'s Vater, damals Prüftet in Calabrien , sich als treuen Anhänger des Königsbewies, wurde der Sohn als Geisel in das Castell S.-Eimo eingeschlossen. Nachder Rückkehr des Königs wieder auf s, Posten gerufen, unternaimi W. die Abstel-lung mehrer DAß'rauche, die sich bei den Gerichtshöfen eingeschltcken hauen. Fürdiesen Zweck schrieb er eine treffliche Abhandlung über die freiwilligen Geständnisseder Angeklagten, und wollte noch mehre hierauf bezügliche Schriften folgen lassen.Doch er gab dies-S Unternehmen auf, als 1866 Neapel abermals unter die Herr-schaf. der Franzosen kam, und mit den alten Institutionen auch die Mehrzahl jenerGebrechen verschwanden, die er hatte angreifen wollen. 1809 ward W. zumSubstituken des GeneralprocurakoiÄ und 18l2 zum Generaladvocaien beim Cassa-lionshofe ernannt. Leicht erfaßte er den Geist der neuen Gesetzgebung, und seineRechtSgutachien wie s. Berichte an den L-taalsraih können in jeder Hinsicht fürSchriften dieser Gattung als Muster gelten. Unstreitig sein größl.s Verdienst er-warb er sich durch den Eifer, mit welchem er das Feudalunwesen bekämpfte, dasso lange in Neapel den Fortschritten der Cultur unüberwindliche Hindernisse entge-gengestellt hatte. Nachdem durch ein Decret Leibeigenschaft, Fi ohndienst und jedeArt von Zwangspflicht aufgehoben war, wurde W. als Generalbevollmächtigterin die Provinzen geschickt, um das Verhältniß der Barone zu ihren Unterlhanennach Grundsätzen des Rechts und der Billigkeit festzustellen. Unsägliche Schwie-rigkeiten traten ihm entgegen; doch gelang es s. Umsicht und unermüdelen Thätig-keit, nach 3 Jahren eine neue Ordnung der Dinge zu begründen. Eine beträcht-liche Zahl von Nationalgütern wurde der ärmsten Classe zugethe.lt, die Gemeindensahen sich von der Zwingherrschaft der Barone befreit, und es bildete sich eine neueClasse von Grundbesitzern, die dem Ackerbau und der Industrie Neapels höhern