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Winkler (Karl Gottfried Theodor)
Winklet (Karl Gottfried Theodor), als Pseudonym Theodor Hell ,geb. am S. Febr. 1715 zu Waltenburg im Schönburgischen, kam sehr früh mitseinem Düler, einem ehrwürdigen Geistlichen von der vielseitigsten Bildung, nachDresden , wo häusliche sorgfältige Erziehung, und in der Folge der Einfluß des II.Koch, jetzt Superintendenten zu Torgau , ihn zur Universität vorbereiteten. Ob-gleich er sich in Wiltenberg mit ernstem Fleiße dem juristisch-historischen Fache wid-mete, so regte doch das Zusammentreffen mitFr. Kühn, mit Karl und Otto vonManteufel u. a. Freunden seine schon in den Kinderjahren geweckte Lust an derPoesie, zur fröhlichen Übung an Aufgaben von erhökten Ansprüchen auf. Versewurden gemacht in den schwierigsten Reimarten und Formen, nur um der Freudeam Dersemachen zu genügen. Als W. 1798 Wittenberg verließ, wo er die erstenCensuren im jurisiischen Examen erhalten hatte, fand er bald beim Stadtgerichtezu Dresden eine Anstellung, die ober trotz des Wohlwollens s. Obern wenig Aus-sicht eröffnete. 1801 ging er daher an Langbein'«, des Erzählers, Stelle als Geh.Kanzellist zum geh. Archive über, mit dessen Personale er die Revision des gemein-schaftlichen sachs. Archiv« zu Wittenberg (1801 und 1802) besorgte, rückte 1805Zum wirkl. Geh. Archivregistrator auf, fand aber bei den Geschäften seines Berufsvon nun an Muße genug zu der vielseitigsten literarischen Thätigkeit. Bald daraufward W. zum Geh. Secretair befördert unk erhielt Urlaub (1812 — 13) zu einerReise durch Italien und Frankreich , die längst zu (Wünschen gehört hatte. SeineRückkehr fel in die unglücklichen Tage von Dresden . Dom Könige der hinterlasse-nen Regierungecommission als Secretair beigeordnet, ward er als solcher beim Ein-tritt ds General Gouvernement« zu demselben zugezogen, mit der Redaction desGen.-Gouvernementsblatie« beauftragt, Expedient in der 2. Section, russ. kaiserl.Hofrcuh, dann zur Organisation des Theaters berufen und zu dessen Intendantenernannt. So fand seine frühere Hinneigung zur Bühne, die durch den Umgangausgezeichneter Schauspieler, wieOpih, Christ, Ochsenheimer rc., stet« angeregtworden war, jetzt Gelegenheit, sich praktisch zu bewähren, und das monatlich er-scheinende „Bühxentagebuch ' zeugt fortwährend von s. umsichtigen Thätigkeit indiesem Berufe. Bon M chaclie 1814 bis Ostern 1815 stand W, der Verwaltungder Hozbühne zu Dresden , von Ostern 1815 bis Michaelis dess. I. ders. Buhnein Leipzig vor. Mit der Rückkehr des Königs von Lacksen ernannte man ihn zumTheaiersecretair in Dressen unter dem Hosmarschall, Grafen von Ditzthui», undfügte später die Cassirerstelle bei der Besoldungscasse der Siaatsdiener b.i, mit der1816 noch das Secrekariak bei der k. Akad. der Künste vereinigt ward; der Titeleines k. sächs. Hofraths ward ihm 1824 dazugegeben. Die Vertrautheit mit denalten gelehrten und den Umgangssprachen des neuen Europa , Raschheil in der Auf-fassung auch verwickelter Geschäfte, unermüdliche Thätigkeit, jovi le Laune undunerschöpfliche Heiterkeit im g felsigen Unigange hab-n aber dieses öffentlich rüh-rige Leben noch mit einer Menge von pe sittlichen Beziehungen und von li'erori-schen Unternehmungen kurchflochten. Ein ziemlich vollständiges Verzeichniß allerSchriften gibt der fortgesetzte Merisel. S-ine „Lyratöne" Dresd . 1821, 2 Bde.)werden stets ein schöner Beleg von jener vielseitigen Auffassung des Lebens sein,die gleich innig seine Schatten- und L>chls-üen zurückzuchiegeln versteht, und für diegesellige Bildung des Kreltes, n d ni d r Dickt -1 six bewegte, dei überall mit demvollen Leben i» Berührung war, kö- neu sie ei- st „.ch rühmlich bei e nein 'peuernGeschl chte zeugen. Die Reihe s Übe tragnNgen aus frenu en u - ei n Sp-achenbegann Theodor Hell (denn unt.r d esem Rainen sind si zah'r> ichen Schriften er-schienen, mit Ausnahme von ,,Maureis L-ben, da:gestellt in 9 Gesi", 3. Ai fl.,DreSden 1825) Mit einen, Romane d.- Frau von Genli?: „Der Unglücko-r^esi'(1801). Die Übersetzung der .Lusiate' d.S Camo-nS, gemeinschaftlich mit Fr.Kühn (Dresden 1807), des „Mazeppa " von Loid Byron (1820), ganz neuer-