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Zwölfter Band. W bis Z.
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Wolf (Arnoldine) Wolfe i

lichkeit und Liebe der Mehrzahl seiner Schüler erfreute den Abend seines Lebensund enthob ihndemUnmurhe, welchen ihm einige Lchuler, und zwar die ihm sonst igerade am nächsten gestanden, dadurch erregten, daß sie, über dem Gefühl einer ,durch ihr, gewonnene» Selbständigkeit, die Pietät gegen den väterlichen Lehrer undFreund vergaßen. W.'s hohes, geistreiches Antlitz wird durch 3 von Friedrich Ticckzu verschiedenen Zeiten gelieferte Marmorbüsten von höchster Ähnlichkeit sauf dieNachwelt kommen. Ein Schüler W.'S, Pros. Hanhart, am Gymnasium zu Ba-sel, schrieb: „Erinnerungen an Friedrich August Wolf" (Basel 1825).

Wolf (Arnoldine), geb. zu Kassel am 21. Jan. 1169, Tochter des Regie- lrungSprocurators Weissel zu Kassel und LyndicuS der Universität Marburg , den sie 'aber schon im 4. Jahre verlor. Die Mutter sorgte desto eifriger für eine gute Erzie-hung ihrer 4 Kinder. Im 12. I. wurde sie einer geschickten Erzieherin anvertraut, eSchon in ihrem 15. I. verlangten sie der Hofralh Lchlözer in Göllingen und der fHofralh Wllthos in Duisburg als Erzieherin ihrer Töchter; allein die Mutter hielt tsie zu du sein wichtigen Geschäfte noch für zu jung. Im 18. I. wurde sie von der ^schrecklichen Krankheit 8e->b>ies liuniicka befallen, und seitdem lebte sie 26 Wochen ?lang fast ohne Schlaf. Mitten im höchsten Grade der Schmerzen sang sie ein MalAlles, was ihr nur in das Gedächtniß kam, daraus dichtete sie aus dem Stegreif iein Lied; so folgten noch 5 andre, die sie in schlaflosen Nächten verfertigte. Diese -befördei ie ein Freund 1188 zum Drucke, und es mußte bald eine zweite Ausl. veran-staltet werde». Ganz entkräftet fiel sie nach 6 Monate» in eine An von Totesschlafund behielt nichts als das Gehör und das Bewußtsein, mit der Furcht lebendig br- jgraben zu werken. Nach 4 Wochen fing sie an sich zu bessern und erhielt ihre völlige 'Gesundheit wieder. Im 23. I. heiralhete sie den Bergralh GeorgFriedrich Wolf lin Schmalkalken, mit dem sie 9 Kinder zeugte, und starb am 5. März 1820, Ein- -zelne Gedichte von ihr stehen im „Morgenblatt", m den „Erholungen", in der ^„Frauenzimmerzeitung" u. in andern Zeitschriften. „Gedichte der Arnoldine W.", -mit ihrer für die psychische Kenntniß des Menschen sehr wichtigen KrankheilSge-schichte, gab 11. Wiß zu Schmalkalden 1811 heraus.

Wolsdietrich, s. Heldenbuch.

Wolfe (James), ein besonders durch seinen Heldentod berühmt gewordenerengl. General. Frühzeitig durch große militairische Talente ausgezeichnet, warder in dem Kriege, der 1154 zwischen England und Frankreich wegen Grenzstrei-tigkeüen in Nordamerika ausbrach, zum Generalmajor befördert, und erhielt 1159den Oberbefehl eines besondern engl. Armcecorps von ungefähr 1000 M., welchesbestimmt » ar, den Franzosen Canada zu entreißen. Es kam dabei vorzüglich aufdie Eroberung vonO.uebeck, der Hauptstadt dieser Provinz, an. Die engl. Flotteunter Admiral Saunders, auf welcher sich W. mit seinem Corps befand, segeltezwar in dieser Absicht den St.-Lorenzfillß hinauf, aber die ersten Versuche der Lug-länder, zu landen und die Franzosen anzugreifen, schlugen fehl, und W., durchAnstrengungen und Kummer über das Mißlingen seiner Unternehmungen heftigangegrifien, fiel in eine Krankheit. Als er wieteihergestellt war, gelang es ihm(Juli 1159), auf der östlichen Seile von O.uebeck zu landen. Da aber der franz.Heerführer, MarguiS Mcntcalm, sich in einer festen Stellung zwischen den Eng-ländern und der Stadt befand, und dcrAngnff auf die letztere dadurch unmöglichwurde, änderte W. seinen Plan, schiffte sein Corps wieder ein und landete mitdemselben (12. Sept.) im Westen vcn O.uebcck, ohne daß die Franzosen es ver-muthen und verhindern konnten. Monwalm war nun genöthigt, um die Stadtzu sichern, den Engländern am folgenden Tage eine Schlacht zu liefern. DasTreffen war sehr hitzig, und von beiden -Leuen ward mit gleichem Muthe gefoch-ten. Auf welcher Seite die ub.rlegnere Anzahl von Truppen oder der gtößereVerlust gew.jen, ist aus den sich widersprechenden Berichten nicht mit Bestimmt-