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heit abzunehmen. Die Franzosen mußten ras Feld räumen. Beide Heerführerwurden tddtlich verwundet und mußten aus dem Treffen gebracht weiden. Auchihre beiden Stellvertreter wurden verwundet. W. war in den letzten Augenblickenseines Lebens nicht um sich, sondern bloß um den Ausgang der Schlacht besorgt.Mit Ängstlichkeit erkundigte er sich danach, und als man ihm die Nachncht brachte,daß die Feinde gänzlich geschlagen wären und von allen Seiten wichen, sagte er:„Nun bin ich zufrieden", und wenige Augenblicke nachher verschied er. Die Folgender Schlacht waren sehr wichtig. Die Franzosen versäumte», wider des sterbendenMontcalm's Rath, Verstärkungen an sich zu ziehen, zogen sich weit zurück undüberließen die Stadt Lkuebeckihrem Schicksale, die, auch durch das Feuer der engl.Schiffe geängstigt, 4 Tage nach der Schlacht auf ehrenvolle Bedingungen sich er-gab. Die Engländer eroberten nachher ganz Canada, das ihnen ini pariser Friedenverblieb. — W. war erst 35 I. alt, und hatte sich, ohne mächtige Verbindung,bloß durch sein Verdienst emporgeschwungen. Sein Leichnam wurde noch Englandgebracht und in der Westminsterabtei beigesetzt, wo man dem Helden ei» prächtigesGrabmal errichtete. — Seine letzten Augenblicke sind durch ein schönes, allgemeinbekanntes Kunstblatt (den Kupferstich von Will. Woollett nach Benj.West's schö-nem Gemälde) verewigt worden.
Wolff (Herr und Frau), deutsche Schauspieler, Mitglieder des berlinerTheaters. Die Kunst de« dramatischen Künstlers wird um so schwieriger, je weiterdie Nation, der er angehört, in ihrer ästhetischen Bildung fortschreitet. Wo manfrüher sich mit Nachahmung der gewöhnlichen, Allen leicht erkenntlichen Wirklich-keit begnügte, und mit gewissen allgemeinen Darstellungsformen zufrieden war, dawill man später ideale Bilder erblicken und in dem Darsteller einen wahren Seelen-maler finden. Man will, was die Phantasie des Dichters geschaffen hat, nichtnur im Sinn und Geist desselben vollkommen wiedergegeben sehen, sondern manmeint sogar vom Schauspieler verlangen zu können, daß er die Fehler des Dichtersverbessere und seine Dichtung, wo sie mangelhaft erscheint, vollende und verkläre.Daß dazu nicht nur Bildung des Geistes und der Sitten, sondern auch mannig-fache Kenntnisse und Geschickbchkeiren erfodert werden, welche sich nicht wie dieKränze, die Antonio im„Tasso" meint, bequem und mit Spazierengehen verdienenlassen, leuchtet wol Jedem ein; denn wie will der Schauspieler sich in Zeilen ver-setzen, die er nicht durch die Geschichte kennt, wie sich das Sein und Wesen vonPersonen auch nur aus Augenblicke aneignen können, deren inneres Leben dem fti-nigen auf keine Weise entspricht? Mit Recht genießt also der dramatische Künstler,wenn er jenem Ideal sich nähert oder nachstrebt, einer hohen Achiung; denn er istkeineswegs bloß ein dienendes Werkzeug eines höhern Genius (des D chlers), son-dern selbstschaffender Geist, in gewissen Schranken unabhängiger Bildner. Daßdas Künstlerpaar, von dem wir hier sprechen, in diese Classe gehöre, darüber istunter den Zeitgenossen nur Eine Stimme, und so verdient auch sein Name derNach-Welt aufbewahrt zu werden. — PtuS Alexander W. wurde, so viel uns be-kannt geworden, 1782 im Kreise einer gebildeten Familie zu Augsburg geboren,nicht zum Schauspieler erzogen, sondern für den Stand des Gelehrten bestimmt.Daher hatte er sich auch diejenigen Kenntnisse früh zu erwerben gesucht, welch, dieseBestimmung erfokerte, und die ihm auch auf seiner später eingeschlagenen Laufbahnso nützlich wurden. Mit lebhafter Phantasie, tiefem Gefühl, sinnendem Ernste,feiner Beobachtungsgabe und einem scharfe» Blicke des Geistes ausgerüstet, dabeiunterstützt von einer mehr seingebildetcn als starken und kräftigen Gestalt undeinem alle Abstufungen des Gefühls und des Gedankens leicht und ungezwungenbezeichnenden O-gane, schien er zum darstellenden Künstler gleichsam von der Na-tur berufen. Er folgte diese». Rufe, und wir finde» ihn sin 180-1 a!-- Mirgliedder Schauspielcrgefellfchafr in Weimar , zu der Zeit, wo sich das dortige Theater