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1728 verhaftet, nach einiger Zeit zwar freigelassen, da er aber fortfuhr, seine Mei-nungen zu behaupten, wurde er abermals ,n das Gefängniß Kmgobench gesetzt,wo er 1733 starb. — Mit diesem ist nicht zu verwechseln der MoralphilvsophWilliam Wollaston , welcher1659 geb. war und 1721 starb. Er führte dieSittlichkeit aus den Begriff ter Wahrheit zurück, und stellte den Satz aus: jedeHandlung ist gut, die einen wahren Satz ausdrückt. Dieses geschah in dem Buche:,,'1üe >e.'>igi»n os nalura <lal>»eateel" (London 1721 und öfter, und ins Franz,übersetzt: ,bb!>uol>e cle la religion naturelle"). Er fand dann an Zehn Clarkeeinen Gegner.
Wordsworth (Wilhelm), einer der ausgezeichnetsten neuernDichterEng-lands, geb. zu Cockesmoulh 1770. Als er seine erste Erziehung in der Schule zuHawkshead in einer romantischen Gegend der Grafschaft Lancaster erhalten halte,kam er nach Cambridge , um seine Studien fortzusetzen, wicwol er nicht viel Lustgehabt zu haben scheint, sich zu einer Beruftwiff-nschast zu bilden. Schon in f 13.Zahre harre er auf der Schule einen nicht unglücklichen Beweis seiner dichterischenAnlagen gegeben, und schon 1793 l eß er eine poetische Beschreibung seiner Fuß-reise durch Frankreich, die Schweiz, Savoyen und Italien („llemtiziiirt: »leer,NurI» rarer") und bald nachher eine Epistel (,,^„ r,ei»„g walle") drucken. BeideGedichte enthalten schöne malerische Beschreibungen, aber die Darstellung ist ganzabweichend von dem Siyle, den er späterhin annahm. Bald nach seiner Rückkehrvom festen Lande verließ er Cambridge , und als er einen Theil von England durch;wandele hatte, wühlte er eine Hütte in dem Dörfchen Alfoyden, nicht weit vonBridgewaier >n der Grafschaft Sommcrset, wo er mit Coleri dge (s. d.) in ver-trauter Freundschaft lebie. Sie wohnten hier fast in gänzlicher Abgeschiedenheitund brachten ihre Zeit theils milWanterungen in der Umgegend und an der Küste,theils tun Entwürfen zu likeranschen Arbeiten zu. Während dieser Abgeschiedenheitwurden die lyrischen Balladen („Uvrioal ballaels") entworfen und zum Theil voll-endet, ein Versuch, wie Colendge („Liogrsplua lilleraiia", Bd. 2, S. 3) sagt,ob Gegenstände, die ihrer Natur nach der gewöhnlichen poetischen Verzierungennicht en pchnglich sind, sich in der Sprache des gewöhnlichen Lebens anziehend dar-stellen Ii a-ni. Diese Gedichte, worin man zuerst die Eigenheiten des S tyls fin-det, welche W. und seine Freunde auszeichnen, erschienen 1798, als er mit seinerSchwester durch Deutschland reiste, wo er Colendge wiederfand. Beide bliebeneine Zeit lang u» Auslande; 1800 aber ließ sich W. zu Grassmere in Westmore-land nieder, und lebt seiidem hier oder in dem benachbarten Rydall von ten mäßi-gen Einkünften seines väterlichen Erbes und des Annes ein>S Stempelobgaden-einnehmers der Grafschaften Cumberland und Westmonland, an der Leue einertrefflichen Gattin, mit welcher er seit 1803 verbunden ist. Bei allen Ausfoderun-gen zu thäiigen Anstrengungen und bei d-m Beistande mächtiger Freunde hätte derDichter l-iehi im öffentlichen Leben sich auszeichnen und für die Seinigen viel ge-winne» können, aber gleichgültig gegen die Versuchungen des Ehrgeizes und desReichthums, zog er es vor, in seiner ländlichen Einsamkeit zu bleiben. Er gab 1807eine Sammlung vermischter Gedichte heraus, weicht» er in ker neuenAusg, (1815)eine Vorrede und einen Anhang beifügte, woiin er tarzuihun suchte, daß der vonihm angestimmte einfach« Ton auf alle Dichiungsarlen anwendbar sei. Don sei-nem ersten Auftreten an mu der herrschenden stachen Kritik m> Zwiespalt, konnte erdiesem neuen Tone richt gleich anfangs Fr-unte gewinn-n, und er wurde durch dieWaffen des S rottes wie mit Grünten angegriffen, bis er endlich doch zahlreicheNachahmer und Freunde fand, welche man die Ouba sobool (Secschule) zu nen-nen pflegt, weil er und Coleridge die S een von Westmcreland so häufig zu Gegen-ständen ihrer dichierischen Schilderung-n gewählt haben. Es ist nicht zu läugnen,daß er mir einem reichen Gemüthe, einer schöpferischen Phantasie und einem zarten