Worms
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Wörlitz
und «inen Gefühle begabt ist. aber selbst s wohlwollendsten Beurtheilet haben esnicht verhehlen können, daß er in seinem Streben nach Einfachheit im Ausdrucke,besonders in s. erzählenden Gedichten, nicht selten in Spielerei verfällt und matt wird.Nach der HerauSg. einer etwas seltsam, wiewol kräftig geschriebenen Auffoderungzur Fortsetzung des Kriegs auf der pyrenäischen Halbinsel (1869), worin er dieMi-nister nicht schonte, machte er eine lange Pause, und erst 1811 gaben, als Bruch-stück eines lange versprochenen Gekich's („'! b.e icclnsr"), eine durch Gegenstandund Darstellung originelle Dichtung ,/l >«.- ox-miNm", heraus, der im folg. I.,,'I'lio reliiw vo« >>l jIi.-toiie", gleichfalls ein Bruchstück des grvßern Wel k?, sichanschloß. Darauf folgten, außer kleinern Gedichten, „I'e-Ie, ilell" (1819) und„1'l»- rvuFgv»e>''(1818), 2 poetische Erzählungen, ein Svnettenkranz („Tlx- ri-vri I),i,l>Ic>„"), nebst einigen andern Dichtungen (1829), und endlich 1822 dieBeschreibung s. neuen Reche durch Italien („ä!c,»o> i.i!<i o> ton, c,,, ll>n nonti-nent") und die Sammlung s. Dichtungen (London 1822, 4 Bde., 12.), welche je-doch das erwähnte bctchreibenke Gedicht: ,/! lx- n„ nr«ie>n", nicht enthält.
Wörlitz, Stadt im Herzogth. Anhalt-Dessau , 3S»>>nden von der StadtDessau , mir einem geschmackvollen Lustschlosse, der gewöhnlichen Sonimerressdcnzdes Herzogs, 240 H. und 1800 Einw. Hier hat der verstarb. Herzog LeopoldFriedrich Franz einen vorzüglich schönen Garten im engl. Geschmack ange-legt. S. die kurze Beschreibung desselben in Hirschfeld's „Theorie der Gartenkunst".Vorzüglicher und umfassender ist die „Beschreibung des fürstl. anhalt -dcssouischeiiLandhauses und engl. Gartens zu Wörlitz ", von A. v.Rode (mir Kpf., Leipz. 1788).In diesem Garten enthält das sogen, gothische Haus eine inkerrssanle Samm-lung merkwüi d'ger alter Kunstwerke (besonders Gemälde). Die ehemalige chalko-graphische Gesellschaft zu Dessau hat eine Reihe von Blättern in Agua Tinta, An-sichten von Wöt litz und a. geschmackvollen Anlagen und Gebäuden in und bei Des-sau , herauSgtgedkn.
Worm S, auf dem linken Ufer des Rheins, ehemals eine freie Reichsstadt.Durch den Frieden zu Luneville (1801) kam sie mit dem ganzen linken Rheinnferan Frankreich und gehört seit dem pariser Frieden zu der großherz. hessischen Rhein-provinz . Wie liegt in einer angemhmen, fruchtbaren Gegend (m dem von denMinnesängern grpriesenen Wonnegau) und hat in 870 H. 7'00 Einw., wel-che sich zum Theil vorn Weinbau und der Rh'inschissfahrt nähren. Auch gibt eseinige Tabacksfabriken und eine Bleizuckcrfabrck. Die protest. Religion ist die vor-herrschende; die Katholiken haben außer der Domkirche, einem ehrwürdigen Ge-bäude, zu dem schon nu 8. Jahrh, der Grund gelegt wnrde, die aber erst im 12.Jahrh, vollendet ward und 470 Ellen lang und 110 Ellen breit kern soll, noch eineKirche, die Lutheraner 2, und die Resormirten eine Kirche. Unter den Weinsorten,welche in und bei Morms gezogen werden, zeichnen sich durch Güte ni d Feuer aus:die Liebfrauenmilch , welcher Wnn um die Li-bfrauenkirche herrmwächst und da-her s. Namen hat; der koteilöcher und der Lug ins Land, bei bei einem ehemali-gen Wartihurme wächst. Worms ist eine der ältesten und in der frühern deutschen Geschichte berühmtesten Städte Deutschlands . Die Römer hatten hier eine Nie-derlassung, und es war der Litz oder doch längere Aufenthalt der frühern fränkischenKönige, selbst Karls d. Gr., der spätern Karolinger , später der Sitz rhein.-fränki-scher Herzoge. In der mittlern und n-mrn Geschichte ist Worms merkwürdigtheils durch die vielen Reichstage, welche die Kaiser hier hielten (die wichtigsten sind:der von 1495, welcher Deutschland gesetzliche Form gab, und von 1521, aus wel-chem Luther (s. d.) freimüthig sein Glaubensbckenniniß vor dem Kaiser und denversammelten Reichsständen ablegte ss. das von Anschuß nach App's Zeichnunglühographirte Blatt: „Der Reichstag zu Worms 1521" nebst „Gedanken übersie Reformation", von Thevd. Schacht, Worms 1829^j), theils durch die innereEonversations-rericvn. Bd. AU. 25