Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Wurm

HWurfrad

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Multiplikation irgend einer Zahl mit sich selbst entsteht, die Cubikzahst dieserZahl, und diese Zahl selbst wieder die Cubikwurzel aus jenem Produkte ge-nannt. Die Stereometrie bezieht den Inhalt jedes Körpers auf »inen zur Einheitangenommenen Würfel, durch dessen Ganzes oder auch Druchtheilr sie diesen In-halt ausdrücken lehrt.

Wurfrad wird, zum Unterschiede von dem Schöpfrade, ein Rad genannt,welches dasWasser bloß fortwirft und nicht schöpft. Gewöhnlich besteht ein solchesWurfrad aus einer Anzahl an einer Welle in schiefer Rötung angebrachten Schau-feln. An der untern Hälfte diese- Randes ist unten auf beiden Seiten eine hölzerneVerkleidung, die nur einen sehr kleinen Raum zwischen sich und dem Rade läßt.In diese Verkleidung kann sich unterhalb das Wasser von denjenigen Orten herhineinziehen, die man trocken zu machen sucht.

Wurm (Albert Aloysius Ferdinand), ausgezeichnet unter den jetzt lebendenDarstellern des Komischen aus der Bübne, ward 1183 zu Greifenhagen in Pommern geb. Früh verlor er seine dürftigen Ältern, und selbst der Unterricht einer Dorf-schule ward ihm nur kurze Zeit zu Theil. Den Verfolgungen einer harten Stief-mutter entzog er sich durch die Flucht, diente dann zuerst bei Handwerkern, späterbei Herrschaften, und lernte in dieser Lage die Sitten der niedern Stände kennen,in deren Nachbildung er so glücklich geworden ist. Puppenspieler weckten zuersts. Neigung zum Theater, und als er endlich in Neustrelth ein wirklichesSchauspielaufführen sah, faßte er den Entschluß, sich selbst auf denBretern zu versuchen. Erbegann, nach mehren mißlungenen Bemühungen, diese Laufbahn bei Kunstreitern,nachher fand er ein Unterkommen bei wandernden Schauspielerlruppen in Schlesien .Zum ersten Male betrat er die Bühne als Plumper in „Er mengt sich in Alles"(später eine seiner besten Rollen). Doch führte ihn s. Stimme von bedeutendemUmfang und ungemeiner Lieblichkeit bald in das Fach erster Tenorpartien, und ertebutirke als Belmonte. In Warschau fand er sein erstes anständiges Unterkommenund blieb daselbst bis 1804; dann machte er eine Kunsireise nach Breslau , Bam-berg, Würzburg , und blieb an letzterm Orte. Eine zweite Kunsireise führte ihnim Sommer 1809 nach Berlin , wo er fest engagirt ward, und nach Beendigungseiner angefangenen Reise mit Kotzebue's Pachter Feltkümmel seine neue Laufbahnbegann. Nicht lange danach wurde zum erste« Male das „Hausgesinde " gegeben,eine Oper, welche in 2 Jahren einige und 80 Mal wiederholt ward. Mit derPartie des Lorenz hatten W.'s erste Tenorrollen ein Ende. Er wäre indeß vielleichtnie von Berlin abgegangen, hätte er sich nicht durch das glückliche Auffassen desKomischen in den Silken und Eigenthümlichkeiten der jüdischen Nation, z. B. inder Posse: „Unser Verkehr", den Haß derselben zugezogen. Doch hatte ein gegenden Künstler eingeleiteter Criminalproceß keine weiter» Folgen. Auf einer daraufunternommenen Kunstreise über Hamburg durch ganz Norddeutschland bis nachdem Rhein und Main ward ihm die glänzendste Anerkennung s. Verdienste. 1811nahn« er bei dem neu eingerichtete» Theater in Leipzig eine Stelle an, die er aberbald aufgab, um fortan völlig frei s. Kunst zu üben. Eine ausführliche Charak-teristik dieses ausgezeichneten Künstlers zu geben, erlaubt hier der Raum nicht.Nur so viel sei für Diejenigen gesagt, die ihn «och nicht sahen: er ist in der Darstel-lung des Niedrigkomischen bis in seine feinsten Schattirungen einer der glücklichstenSchauspieler. Eine unerschöpfliche Laune, Festigkeit und psychologische Richtig-keit in der Charakterzeichnung, ein glücklicher Takt, das Komische im Leben aufzu-greifen und wiederzugeben, eine sanfte, melodische Stimme und ein bis zum Be-wunderungswürdigen biegsames Organ sind die hervorstechenden Vorzüge seinesTalents. Durch s. Heinrich im „Zinngießer", Adam im „Dcrfbarbier", Lorenz im„Hausgesinde ", Crack im „Lügner und Sohn", Ferdinand in den „Drillingen",Jakob in „Unser Verkehr", Schneider im „Schneider und LÄnger", Matz im „In-