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Große« gewagt wurde; aber beide Armeen beunruhigten sich häufig in den Winter-quartieren, besonder« an der Grenze von Schlesien und der Grafschaft Glatz . Ge-gen letztere und gegen Glatz selbst beschloß W. eine Unternehmung. Es gelangihm (18. Jan. 1119), die Preußen in Habelschwerd zu überwältigen und viele Ge-fangene zu machen — fast der einzige bedeutende Vortheil, den die Ostreichen m die-sem Kriege über die Preußen erhielten —, aber gegen Glatz selbst konnte er nichtsausführen. Die Preußen rückten verstärkt vor, und der am 8. März geschlosseneWaffenstillstand, auf welchen der Friede zu Teschen folgte, machte allen Unterneh-mungen ein Ende. W. ward in der Folge zum commandirenden General in Gali-zien und 1181 zum General der Cavolerie ernannt. Demi Ausbruche des franz.Revolutionskrieges erhielt er den Auftrag, ein Armcecorpo im Breisgau zusam-menzuziehen. Er ging am 31. März 1193 bei Keksch, zwischen Manheim undSpeier, über den Rhein , griff am folgenden Tage den franz. Nachtrab unter Cu-stine an und ließ seine Vorposten bis Landau streifen, welches er, doch ohne Erfolg,auffoderte. Sein Hauptquartier war hierauf zu Speier , wo das Conde'sche Corpssich mit ihm vereinigte. Am 13. Oct. eroberte er, in Verbindung mit dem Herzogvon Draunschweig, die berühmten wessenburger Linien. Durch nachfolgende min-der glückliche Gefechte ward er (im Tee.) genöthigt, über den Rhein zurückzugehen,im Jan. 1194 von seinem Corps abgerufen, bei welchem der Prinz von Waldeckeinstweilen in seine Stelle trat. Im Aug. 1195 kam er wieder zum Heere, undnachdem die Franzosen am 23. und 29. Oct. bei Manheim geschlagen worden wa-ren, griff er diese Festung an, die sich ihm am 22. Nov. ergab. Nachdem im Dec.1195zwischen den Deutschen undFranzosen ein Waffenstillstand abgeschlossen wor-den, nakm W. sein Hauptquartier zu Manheim. Am Rhein herrschte bis zumMai 1196 eine fast gänzliche Unthätigkeit; desto lebhafter wurde der Krieg in Ita-lien geführt. Beaulieu, der sich mit dem vstr. Heere bis in das Tirol hatte zurück-ziehen muffen, legte den Oberbefehl desselben nieder, und W. trat an seinen Platz.Er traf am 1. Juli 1196 im Hauptquartiere zu Trient ein, machte sogleich An-stalten zum Vordringen, um das von den Franzosen blvckirte und von Vukassowichtapfer vertheidigte Mantua zu befreien, und vertrieb die Franzosen aus verschiedenenStellungen. Diese hoben zwar die Blockade von Mantua auf, erhielten aber (3.und 5. Aug), entscheidende Vortheile über die getheilten östr. Armeecorps, die sichüber die Erich zurückziehen mußten. Dennoch drang W. unter versch iedenen Gefech-ten bis Mantua vor, wo er am 13. Scpt. ankam. Am 30. warf er sich, von denFranzosen gedrängt, in die Festung, welche nun aufs Neue blockur wurde. Zwarmachte er verschiedene glückliche Ausfälle, ober die Schlacht bei Arcole (15. Nov.),wo die Östreich,r unter Alvinzy geschlagen wurden, ka-te auch die Folge, daß Man-tua enger eingeschlossen wurde. Der Verlust der Schlachten beiRivoli und bei derFavorit, unweit Mantua (14. und 16. Jan. 1191) verschlimmerte die Lage dieserFestung, von deren Schicksal das Schicksal Italiens abzuhängen schien. Die Unmög-lichkeit eines Entsatzes, Mangel an Lebensrnitteln und besonders an Arzneien bei ein-gelassenen Ldeuchen nöthigten endlich den Feldmai schall am 2. Febr., Mantua , nach ei-ner Blockade von 9 Monaten, an den franz. General Serrurier zu übergeben. FürW. war die Capitulaiion sehr ehrenvoll, und der franz. Obergeneral Bonaparte ließihm in seinem Berichte an das Direciorium volle Gerechtigkeit widerfahren. Der13jährige Held ging nach der Übergabe von Mantua nach Wien und wurde zum com-inandirenden General in Ungarn bestimmt. Ehe er aber noch diesen Posten antretenkonnte, starb er zu Wien an den Folgen der in der Vertheidigung von Mantua sichzugezogenen Krankheit. Diesem tapfern und einsichtsvollen Feldherrn gebührt auchdas Lob eines edelmüihigen und freigebigen Mannes. Einen Beweis seiner Toleranzgab er dadurch, daß er in Prag einen Gottesdienst für die Protestant. Mllilairseinrich-tcn ließ, ehe noch die dasigen Lutheraner ihren eignen Gottesdienst erhielten.Conversativtts-Lerchen. Bd. XH.j 2ü