Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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T Tantippus

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Nubnkcn'S Schüler, wurde 1771 Pros. der grieck. Sprache und der Philosophieam Wyttenbach-Athenäum zu Amsterdam , 1799 Pros. der Beredsamkeit zu Ley-den, privatisirte 1816 einige Zeit zu Heidelberg und kehrte dann wieder nach Ley-den zurück, wo er, von Blindheit und Alter gedrückt, 1819 gestorben ist. Erzeich',nete sich durch tiefe Kenntnisse in den Wissenschaften des Alterthums aus und Hutmehre schätzbare AuSg.griech. und röm. Classiker besorgt, auch mehre andre Schrif-ten in seinem Fache verfaßt. Wir begnügen uns, seine Ausg. des Plutarch (,,1'lu-taralii niaralia", O/ford 1795 — 1810, 6 Thle. in 7 Bdn. 4., oder 12Bdn.8.), s. meisterhafte „Vit» ftnlinlronii", womit er seinem ehemaligen Lehrer einschönes, auch von Seiten der Laiinität ausgezeichnete« Denkmal gesetzt, s. „MI,1io-tlieaa crftiaa" und seine „8eleala prineipnm bi,>nricoi um ela." anzuführen.Mahne schrieb eine „Vita äVvlte»I>acI>ii" (Gent 1823). Seine „Os>»,anla" er-schienen Lcyden 1821, und eine Auswahl derselben von Friedemann (Braunschw.1825). — W.'s Witwe, Johanna, geb. Gallien, aus Hanau , Verfasserinniedrer geistvollen Werke, lebt in Paris, und erhielt 1827 von der UniversitätMarburg , bei ihrer 3. Säcularseier, die Philosoph. Doclorwürde.

der 24. Buchstabe des deutschen Abc, welcher einen aus ks zusammengesetztenLaut bezeichnet.

Tanten (Santen), Stadt in der preuß. Provinz Kleve-Berg, im Regie-rungsbezirke Düsseldorf (rheinberger Kreis), unweit des Rheins, mit 2650 E.,hat einige Fabriken und ist wegen der römischen Alterthümer, die in der Nähe ge-funden werden, merkwürdig. Hiersollcn 1. !>>!.-> <?!>°l,a. und in der Nähe Veleraaaslra gestanden haben. Man sieht noch daselbst den Grund eines Amphitheaters.Auch glaubt man auf dem Vorstenberge die Spuren von dem Prätorium desQuint. Varus, und in der Nähe der alten Burg die der eolonia ckrajana entdecktzu haben.

Tanthippe, die launenhafte, zänkische Ehehälfte des SokrateS, derenName wol nicht auf die Nachwelt gekommen sein würde, wäre sie nicht eben dieGattin des SokrateS gewesen. Nur einem solchen Weifen war es möglich, die Gril-len einer Tanthippe zu ertragen. Als AkcibiadeS ihn fragte, wie er sich entschließenkönne, mit einem solchen Weide zu leben, antwortete SokrateS : „Weil sie meineGeduld übt, und ebendadurch mich fäh'g macht, alles Unrecht, da« mir von An-dern widerfährt, zu ertragen". Auch Tenophon legt in dem bekannten „Philo-sophischen Gastmahle" dem SokrateS eine Vertheidigung seiner Frau gegen die un-artigen Ausfälle des Antisthenes in den Mund. Als einst Alcibiades dem Sokra-tes einen vortrefflichen Kuchen übersendete, riß sie ihn aus dem Korbe, in welchemer überbracht wurde, und trat ihn mit Füßen. „Du wirst nun nicht davon essenkönnen", war Alles, was SokrateS lächelnd sagte. Tantbippe ließ aber auch demCharakter ihres Gatten Gerechtigkeit widerfahren. Sie rühmte es öffentlich,daß sie ihn unter allen, auch den erschütterndsten Ereignissn, stet« gleickinüthigund mit unveränderter Miene gesehen hätte. Dieser Zug läßt fast vermuthen, daßder Charakter der Tankhippe absichtlich von den Schriftstellern zu sehr in Schattengestellt worden sei, um den Contrast mit SokrateS desto auffallender zu machen.M t ihrem Namen bezeichnet man indessen gewöhnlich ein unverträgliches, zanksüch-tig, s Weib, welches dem Manne das Leben sauer macht.

Tank kos, s. Skamander.

Tantippus, ein dem Körper nach unansehnlicher, aber durch geistige Fä-higsten sehr ausgezeichneter Feldherr der Lacedämonier, von denen er >m ersten