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d)orf, Graf vcn Wartenbmg
kann. Es ist schon ein grosses Verdienst, daß bei einem Heerwesen von 200,000 M.und 5000 Ofsicieren diese Ordnung und dieser zweckmäßige Haushalt, wie er wirk-lich im (Ranzen vorhanden ist, eingeführt und erhallen wurde. Immer bleibt es dasgrößte Lob für den Herzog, daß er niemals von seiner Gewalt als Oberbefehlshabereinen strengen Gebrauch gemacht oder Härte verschuldet hak. Vielmehr legte ihmdie allgemeine Stimme Milde und Mäßigung bei. Das Parlament bat ihm dahermehrmals, z.B. 1814, den DankterNation für s. guteMilitairverwaltung bezeugt.Dgl. das „äleuioir uk tlie Oulce ok Vol li", von Waller Scott. (S. „Zeitgenos-sen", dritte Reihe, I, 2.)
Hork, Graf v. Wartenburg , k.preuffFeldmarschall, Ritter ollerpreuß.undvieler fremden Orden. Mangel an zuverlässigen Materialien hindert uns, etwasBestimmtes über die frühern Begegnisse dieses ausgezeichneten Feldherrn mitzuthei-len. 1806 war er Oberst und Commandeur en Chef des Iägercorps, und befehligtein dem Feldzuge d. I. erst die Avant-, später die Arriergarde des Corps des Herzogsv. Weimar , dessen Elbübergang er noch den Unfällen an der ee:aale so geschickt deckte,daß die nachdrängend? feindliche Übermacht keinen Vortheil erlangen konnte. ImGefechte bei Wahren in Mecklenburg verwundet und nach Preuße» gebracht, ent-ging er dem Schicksale desBlücher'scheu Heeres bei Lübeck und fand dcrt eine An-stellung. Bei der neuen Bildung des preuß. Heeres (1808) ward er als General-major zum Inspecteur sämmtlicher leichten Truppen ernannt. 1812 bei dem preuß.HülfscorpsI unter dem Generallieut. v.Grawert angestellt, erhielt er dessen Ober-befehl, als jener General wegen Kränklichkeit denselben niederlegte. — Dieser Feld-zug führte zwar einige hitzige Gefechte herbei, aber schwieriger ward die Lage desGenerals, als Bvnoparte dem 10. Corps den Rückzug nach der Memel befahl; erführte hier die 3. Colonne, welche, die Nachhut bildend, am 20.Dec. 1812 vonMitau abzog, verfolgt von den Abtheilungen der Generale Witgenstein und Pau-lucct, die am 21. bereits in Memel einrückten, während ihre Vordertruppen sich be-reits an der Memel ai«br> iteten. Nichtsowol dasKritische dieserLage, welche durchder Truppen erprobte Tapferkeit hätte verbessert werden können, als vielmehr einBlick auf die polit. Verhältnisse veranlaßte den General v. P. zu der bekanntenConvention vom 30. Dec. 1812, kraft welcher sich das preuß. Corps von den Fran-zosen trennte und unabhängig neutrale O.uortiere bezog. (S. darüber Seydli'tz's.Tagebuch der preuß, Armeecorpö im Feldzuge 1812", Berlin 1823.) DieserSchritt, der gleichsam das Zeichen zur allgemeinen Bewegung in ganz Preußen gab,ward zwar zuerst von dem Könige, noch durch wichtig? Rücksichten beengt, scheinbargemißbilligt, aber bald genug durch die Stellung, dte der Staat annahm, auf dasglänzendste gerechtfertigt. Der General hat durch diesen fürwahr nicht leichten Ent-schluß ebenso sehr s. Umsicht und Charakterstärke beurkundet, als zu dem großen Be-sreiungswerke wesentlich beigetragen und zu den nachherigen Ereignissen kühn dieBabn gebrochen. Nachdem das geschmolzene Corps in Preußen wieder möglichstvollständig gemacht und ausgerüstet worden, führte er es an die Elbe, wo es zuerstbei Danigkow (5. April 1813) gegen dieaus Magdeburg vorgedrungene Armee desDicekönigs von Italien siegreich focht. Darauf theilte es in den Schlachten vonGroßgörschen und Bautzen die rühmlichen Anstrengungen des verbündeten Heeresund kämpfte am Tage vor letzterer Lchlacht (19, Mai) bei Weissig mit ruhmwür-diger Ausdauer gegen das überlegene 5. franz. Armeecvrps unter Sebastian!. Wäh-rend des Waffenstillstandes beträchtlich verstärkt und als erstes Corps der preuß.Armee dem schlesischen Heere unter Blücher zugetheilt, nahm es entscheidenden An-theil an dem Siege an der Katzbach (26. Aug.). Der General erfocht darauf (3.
*) Dieses 2u,mm M. starke Corps bildete mit der aus Polen , Barern und Westfalenzusammengesetzten Division Grandjean das tu. Corps unter dcmMarscball Macdonald;eö sollte den linken Flügel deS sranz. Heeres decken und gegen Riga operiren.