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Pork, Porkshire
Oct.), als völlig selbständig zu betrachten, den Sieg über Bertrand bei Warten-burg (s. d.), in dessen Folge das schlesische Heer auf das linke Elbuser überging. Esist bekannt, daß er von dieser glänzenden Waffenthat den Ehrennamen GrafPorkv.Warrenburg fuhrt, Ebenso selbständig ist s. Verdienst in der Schlackt bei Leipzig ,da bei dem am 16. bei Möckern über Marmont erkämpften Siege des schlesischenHeers s. Corps ausschließlich den wichtigen, hartnäckig vertheidigten Punkt Möckern eroberte. Wer den Gang dieses mörderischen Gefechts genau kennt, wird sich sagen,daß nur eine so unerschütterliche Festigkeit, wie sie den General v. Pork auszeichnet,den Sieg fesseln konnte. Am 18. von, Lchlachtftlde abmarschirt, drängt, er schonam 20. die fliehenden Feinde bei ihrem Übergänge über die Unstrut bei Freiburg .'Als die verbündeten Heere siegreich in Frankreich eingedrungen waren, fand der Ge-neral zuerst wieder beiMontmirail (11. Febr. 1814) Gelegenheit, s. Feltherrnberufaufs Neue und un: so sicherer zu beurkunden, da es hier die Rettung eines Verbün-deien galt. Der General Sacken hatte sich zu voreilig in ein Gefecht mu Bonaparl«eingelassen, das allgemach s. völlige Niederlage Herbeiführen mußte, als der Gene-ral 2). auf dem Schlachtfelds erschien und durch seine Anordnungen das Gefecht,wiewol mit eignem großen Verlust, insoweit wiederherstellte, daß Sacken wenig-stens von, gänzlichen Untergänge gerettet ward. Ein nicht geringeres Verdienst er-warb er sich in der Schlacht bei Laon (9. März). Denn i» Gemeinschaft mit demGeneral v. Kleist unternahm er den —nicht angeordneten, sondern bloß genehmig-ten — nächtlichen Angriff auf den franz. rechnn Flügel, der die Zerstreuung de»Corps von Marmorn und Arrighi zur Folge halte, der Schlacht erst einen entschei-denden Charakter gab und unter andern Umständen die Vernichtung Bonaparte'Sherbeigeführt haben würde. Sein König hat den Werth dieser That durch die Ver-leihung des Großkreuzes des eisernen Kreuzes anerkannt, welches nach den Statu-ten bloß der General erhalten kann, der als Oberbefehlshaber eine entscheidendeSchlacht gewinnt. Nach der Eroberung von Paris folgte der General dem Mon-archen nach England, ivard zum Grafen Pork v Warienburg erhoben, mit einer an-sehnlichen Dotation beließen und zum commandirenden General in Schlesien unddem Großherzvgthum Posen ernannt. Der Krieg, den Bonaparies Rückkehr nachFrankreich veranlaßte, rief ihn zwar an di, Spitze ces 5. preuß, Armeecorps, das sichan der Elbe und Saale sammelte, aber der Unistand, daß dieses Corps zu einer fried-lichen Unlhäligkeil verdammt blieb, mag wol ebenso wie einige Kränklichkeit veran-laßt haben, daß er dessen Oberbefehl niemals wirklich übernahm. — Er erlitt zudieser Zeit einen schmerzlichen, auf seine Gemüthsstimmung gewiß einflußreichenVerlust durch den Tod des einzigen Lohnes, der als Officier im brandenburgischenHusarenregimenr in dem unglücklichen Cavaleriegefechte bei Versailles (1. Iult1815) nach der rühnrlichsten Gegenwehr, mehrfach verwundet, wenige Tage daraufstarb. Im Gefolge dieser Umstände bat er nach der Rückkehr des Königs um seineEntlassung, die ihm endlich bewilligt ward. Er lebt seitdem in stiller Zurückgezo»genheir auf s. Gütern in Schlesien . Am 5. Mai 1821 wurde er zum Generalseld»marschall ernannt.
Dork, Vorkshire, die größte Grafschaft Englands, mit dem Titel eine»Herzogthums (255 H>M., mit 980,000 E.). Die Hauptst. Pork, das alte Lbo-luoini, der Römer, ist dein Range nach die 2. in England (53° 5?'45"Br.),liegt an der Ouse, hat 2480 H. und 36,000 E. Die Kathedrale, die grüßte undschönste Kirche von altdeutscher Bauart in Englano (524 F. lang, 222 F. breit,180 F. hoch), aus dem 12. und 13. Jahrh., vollendet 1426, ward von einem Ver-rückten, Namens Martin, am 2. Febr . 1829 angezündet und brannte ab. Sie wirdin der alten Form wieder aufgebaut. Das alte von Richard III. erbaute Schloß istjetzt ein Gefängniß. Der Major von Pork hat den Tue! Lord, wie der zu London ;die Stadt ernennt 2 Teputirte im Unierhause. Der Erzbischof von Pork, der 2. in