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Zwölfter Band. W bis Z.
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Ppern Ppsilantis (Familie)

Religiosität und liebenswürdigen Mitten. Sein ganzes Wesen war zum Feierlichengestimmt, und alle s. Handlungen hatten diesen Anstrich. Über s. Werth als Dich-ter mag hier folgendes strenge, aber ziemlich richtige Urtheil eines engl. KunstrichkerSstehen. „Die Natur hatte P. eine reiche Fülle eines lebhaften und originellen Gei-stes gegeben. Er war vielseitig und unerschöpflich an Hülfsmitteln. Aber diese Vor-züge wurden durch entgegengesetzte Fehler gemindert. Beispiele von Mangel an rich-tigerBeurtheilung und von einem fehlerhaften Geschmack finden sich nicht selten beiihm. Oft spinnt er einen starken und glänzenden Gedanken mit ermüdender, inSKleinliche gebender Weitläufigkeit bis zum äußersten Ende aus; er scheint den gan-zen Umfang f. Gemüths haben zeigen zu wollen, um ganz entfernte Bilder und Ge;danken zu vereinigen, die nur durch die größte Mühe mit einander verbunden werdenkonnten. Seine glühende Einbildungskraft durchbricht die schränken der Kritik»und er verliert sich bisweilen in Schwulst, gerade wenn er glaubt, recht erhaben zusein". — T homas Poung, Physiker, Mathematiker und Naturforscher, Arzt desSt.-Georgs-Hospitals, Mitglied der franz. Akad., zeigte durch s. Art. über die Hie-roglyphen inBrewster'sEncyklopädie, welche er 1823 in s. „Account nkicime ro-ueiit ll>8Lovei iv5 ii> bielOAivpiiical iitterature" erweiterte, spätern Forschern, z»B. Ehampollion, die Bahn. P.'s „l^eoture- 011 liatural pliilosopl,)" (2 Bde.»1807, 4.) werden noch jetzt als classisch angesehen. Sein Werk über die Mechanikhat Hachetle ins Franz, übers. („lbosuinö sie ia ineoanigus et üe I» «mono« sie»mscüiiies"). P. starb zu London den 29. Mai 1829.

VPern Stadt und Festung in der niederländ. Grafschaft Westflan-

dern, am Pperle, mit 17,000 E., hat spitzen-, Leinwand - und Wollenfabriken, unkist durch einen Tanal mit Brügge, Ostende und Nieuport verbunden.

Ppsilanti « (sprich Hypsilantis), eine altgriechische, von den Komnenenabstammende Fanariotenfamilie zuKonstantinopel, welche die Hospodarenwürde inder Moldau und Walachei mehrmals bekleidet hat. Der Großvater der in der neue-sten Zeit bekannt gewordenen Fürsten Alexander und DemetriuS wurde aufBefehl der Pforte unter fürchterlichen Martern hingerichtet. Der Urgroßvater undder Oheim hatten den Tod durch die seidene Schnur erhallen. Der Vater, Kon-stantin Ppsilantis, Hospodar der Walachei, wurde von der Pforte 1805abgesetzt, auf Rußlands Verlangen aber wieder eingesetzt. Dieser aufgeklärte undkluge Mann war in s. Jugend in Wien gewesen, wohin ihn Joseph ll. eingeladenhatte. Der Monarch behandelte ihn mit väterlicher Güte und weckte zuerst in ge-heimen Unterredungen mit ihm die Hoffnung einer bessern Zukunft in s. Brust. AlsRußland 1808 der Pforte mit Krieg drohte, erfuhr er durch s. Agenten in Konstan-tinopel , daß s. Kopf in Gefahr schwebe; er flüchtete daher mit s. Famil'e nach Jaffy,wohin er auch bereits den größten Theil s. schätze und s. ausgewählte Bibliothek inSicherheit hatte bringen lasten. Der in die Moldau eingerückte General Michelsonnahm ihn ins. schuh, und die russische Regierung wies ihm und s. Familie Kiew zuihrem Wohnsitze an. Bei dem Vordringen der Rüsten in die Walachei hoffte er die-ses Fürstenrhum unter Rußlands Schutz wiederzuerhalten; in dieser Absicht begaber sich dahin und bewaffyei« die Walachen gegen die Türken, konnte aber statt 40,000M., die der russische Feldherr von ihm verlangte, nur 5000 M. zusammenbringen.Das rüst. HülfscorpS war daher zu schwach, und P. mußte sich über Siebenbürgen nach Rußland flüchten, wo er um 1816 zu Kiew gestorben ist. Die vorzüglichstenSchriften diefis ebenso gelehrten als thätigen Fürsten sind: „Anekdoten über dasSerail"; „Nähere Umstände des türkstchwstreich. Krieges"; eine Übersetzung desAnakreon in italienische, des Hefiod und des Pmdor in franz. Verse, und mehreWerke in türkischer Sprache, seine Sehne traten in russische Dxnsie. — Derälteste, "Alexander, kais. russischer Generalmajor und Adjukaut des Kaisers,geb. am 12. Dec. 1792 zuKonstantinopel, ging 180ft mit seinem Vater nach