442 Ppsilantis (Familie)
bahn in dem Kloster Kosta, dessen Trümmer seinen mit Wunden bedeckten Leich-nam begruben. Die schon erwähnte Abtheilung der griech. Truppen unter demFürsten Georg Kantakuzeno wurde am Pruth, der O.uarantaine von Skuleni ge-genüber, von den Türken am 25. Juni bei Srinka angegriffen und nach kstündigem ;Kampfe von der türkischen Artillerie zerschmettert. Kantakuzeno und mehre Andre 'suchten einen Zufluchtsort auf dem jenseitigen Ufer; ihre Untergebenen standen ifest, endlich unterlagen sie mit Ehren. Der Fü-st Georg Kantakuzeno (s. d.) ihat sein Verhalten in einer Druckschrift zu rechtfertigen gesucht. Der tapfere Phar- -maki und andre Führer unterlagen im Kampfe der Verzweiflung. Die zu den Tür« !ken übergegangenen Arnauten aber wurden, nachdem ihr Anführer Kaminar Sawa >inBucharest am 19. Aug. von dem türkischen Oberbefehlshaber meuchlings erschos- isen worden war, größtenteils von den Türken in den Straßen und Häusern der !Stadt niedergemetzelt. Die Moldau und Walachei blieben von den türkischen Trup- !pen besetzt, welche die größten Unordnungen begingen, und nicht eher als 1826 ausden beiden Fürstenthümern völlig abzogen. S. „dlauvolles obrei rution^ ->ur laValiialnu etc., suivie; ü'un preci ; bistorigue cleg cvenemen8 gui »« 8ii>t p38- !«es claus cetts prurinos eu 1821, z,ar u,i irinoiu nauluir«. I« zilsu st«
la 1,3t. st« l)r3^,>8«I>,i„. ?ar k'. 6. l,." (Paris 1822.) — Nachdem Fürst Ale-xander 2 Jahre in Mangatsch und 4; Jahr zu Theresienstadt gesessen hatte, ver-langte Rußland im Aug. 1827 seine Freilassung. Diese erfolgte aber erst am Endedes Novembers, sowie die seiner Mitgefangenen, und zwar unter der von Östreichgemachten Bedingung, daß der Fürst die östreich. Staaten nicht verlassen sollte.Alex. P. wollte sich daher über Wien nach Verona begeben, um hier zu bleiben;allein er erkrankte zu Wien an einem alten Übel, Erweiterung des Herzens, worausdie Brustwassersucht entstand, und verschied in den Armen seines Bruders am 31.Jan. 1828, kaum 36 I. alt. — Während dieser Zeit hatte sich DemelriusVpsilantis mit Vollmachten von seinem Bruder Alexander zu den Insurgentennach Griechenland begeben. Deine trius (geb. d. 25. Dec. 1793) war 1815als Cornet in das russische Garde-Husarenregiment getreten, und bald daraufAd-jutant bei dem General Rajewsky geworden. Als Second - Capitain (so viel alsObristlieutenant bei den Linientruppen) zeichnete er sich in dem Feldzuge 1814 aus.Jetzt trat er als Befehlshaber in Morea auf, wo er, so lange die russische Parteidas Übergewicht hatte, in Ansehen stand. Er führte den Vorsitz in der griech. Re-gierung zu Argos, wurde dann als Fürst des PeloponneS ausgerufen und zum ober-sten Feldherrn im Peloponnes ernannt; Ende 1822 war er Präsident des gesetzge-benden Raths. Als aber die engl. Partei emporkam, ward er 1823 seiner Anstel-lung enthoben und zog sich darauf von den öffentlichen Angelegenheiten zurück,nahm jedoch bei wichtigem Anlaß thätigen Antheil und führte öfter die Truppen mitErfolg an. So rettete er den Peloponnes bei dem Einfalle des Drain Ali, indemer sich mit einer Schar Hellenen in die Feste Argos warf und den übrigen Heer-haufen Zeit verschaffte, sich zusammenzuziehen. Gegen den Beschluß der drittenNationalversammlung der Griechen zu Epidaurus , nach welchem der br tische Ge-sandte in Konstantinopel über den Frieden zwischen der Pforte und den Griechen,auf die Basis der eignen innern Verwaltung Griechenlands ohne Einmischung derTürken, gegen Entrichtung eines jährlichen Tribut« z i unterha» eln ersuch: wurde,legreDemetrius '7). am js April 1826 eine Proiestation ein, worin er die Unab-hängigkeit seines Vaterlandes als ein Ziel darstellte, das alle Griechen erreichenkonnten und auch wollten. Als Tapodistrias 1828 Präsident der h llenischen Re-publik geworden war, erhielt Fürst Demelrius ein Commando in Akarnanien , woer einige unbedeutende Vortheile erkämpfte. Am Ende 1829 nahm er seine Entlas-s nz aus dem griechischen Kriegsdienste. Fürst Demetrius ist von Gestalt mehr kleinaA groß, hat aber eine feste Haltung. Er hat mehr ein deutsches als ein griech.