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Zwölfter Band. W bis Z.
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Apsilantis (Familie)

Sojaren als gegen die Pforte gerichtet. Beide Insurgentenhäupter besaßen dahernicht die Mittel, ihrer Wache Anhang und Festigkeit zu geben. Zugleich rückten 3Paschen, der von Widdin, der von Wilistria und der von Braila , mit 10,000 M.türkischer Truppen in die Walachei und Moldau ein. In Iassy , wo die Hekairi-sten den Bojaren die Verwaltung entrissen halten, herrschte völlige Anarchie. DerSeraskier Iussuf von Braila schlug die Griechen am 13. Mai bei Galacz , nahmdiese Stadt mit Sturm, zerstörte die griech. Flottille auf der Donau , und zwanghierauf die Hetairisten, Iassy zu räumen, d. 18. Mai. Georg Kantakuzeno wichohne Widerstand mit etwa 3000 M. nach dem Prukh zurück. Unterdessen hattesich Wladimiresko wieder in den Besitz von Bucharest gesetzt, wo er noch immermit den Türken unterhandelte, und dem Kiaya Mehmed, Pascha von Silistria,sogar die Stadt am 28. Mai überließ, indem er sich, nach einigen unbedeutendenScharmützeln mit den Türken, nach Pitescht zog, um sich dem Fürsten 2). wiederzu nähern. Dieser ließ ihn aber daselbst durch den Capitain Iordaki (auch Geor-gakis oder Georg von Olympos genannt) aufheben, nach Tergowist abführenund nach einem über ihn gehaltenen Kriegsgericht als Hochverrälher enthaupten(7. Juni). Dies Verfahren erregte viel Unzufried.nh it, Verrath und Abfall, weilTheodor Wladimiresko P.'s Oberbefehl nicht förmlich anerkannt hatte. Zwarschloß sich ein Theil seiner Arnauken, Walachen und Panduren an die Schar derHetairisten an; allein der Pascha von Braila wußte bald unter diesen Arnautengeheime Verbindungen anzuknüpfen. Als nun P. aus seiner festen Wtellung beiRminik gegm Dragaschan aufrrach, und sein Vortrab von 1000 M., den dertapfere Iordaki führte, von den Türken am 19. Juni angegriffen ward, da ergrif-fen die Walachen und Panduren die Flucht, und Iordaki mußte sich mit einigenhundert Mann auf die heilige Wchar der Hetairisten zurückgehen. Jetzt ergriff auchein Theil der Arnauten die Flucht und gab die aus 5 Kanonen bestehende Artille-rie dem Feinde preis. In diesem Augenblicke trat ein Neffe des ermordeten Patriar-chen GregoriuS (s. d.) hervor und federte seine Gefährten auf, der Welt durchfreiwilligen Heldentod zu zeigen, das; ihre Sache eine heilige sei. Nun rückten diebegeisterten Jünglinge in geschlossenen Gliedern gegen den anstürmenden Feind undfielen r ihenweisc im heiligen Kampfe. Nur W.mgen gelang es, sich mit H. indas feste Kloster Koüia zu retten. So war Griechenlands Blüthe, seine gebil-detste Jugend vernichtet. Verschiedene Befehlshaber, die gleich anfangs ihr Heilin feiger Flucht gesucht, schweiften im Lande umher und begingen die gröbsten Aus-schweifungen. Alexander P. aber gab die theils durch fiine Fehler, theils durchVerrath und Zuchtlosigkeit verlorene Sache ganz auf und erließ am 20. Juni 1821aus Rimnik eine Kundmachung, worin er den Acnautenanführer Kaminar-Sawa,als meineidigen Verrathen (er war zu den Türken übergegangen) und als Urheberder allgemeinen Auflösung und Flucht, Konstantinus Dukas, Basikius Barlas,GeorgntS Marios, die beiden Fanarioten, Gregor Wutfos und Nikol. Skufo, öf-fentlich anklagte und dem Fluche der H-klmen preisgab. Als er selbst hierauf überdie Grenze ging, ward er in Siebenbürgen verhaftet und nebst seinem Bruder Ni-kolaus als Staatsgefangener auf die Festung Mungatsch in Ungarn abgeführt.Von hier wurden Beide im Aug. 1823 nach der Festung Theresienstadt in Böh-men gebracht, wo man sie äußerst mild behandelte. In ihrer Gesellschaft befandensich noch ein griech. Schiffscapitain und 4 andre griech. Officiere, die schon inMungatsch ihre Mitgefangenen waren. Sie durften überall, innerhalb der Festung,jedoch nur an der Seite eines Platzofficiers, herumgehen, und bewohnten mehrewohleingcrichtete Zimmer. Nach jener Niederlage bei Dragaschan überl-bte derheldenmüthige Georg Olympias allein das allgemeine Mißgeschick, das er vorher-gesehen und vergebens zu verhindern gesucht hakte. Mit einer Handvoll Tapfererzog er sich aus der Walachei in die Moldau zurück und endete ruhmvoll seine Laus-