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Zwölfter Band. W bis Z.
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468
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468 ZeichnungSlchie Zeitalter

Zeichnungslehre, technische. Diese begreift: 1) bie praktisch-,mathematische Zeichnungslehre, als Vorbereitung nur topographischen, Situation«-,Fortifications-, taktischen-, Artillerie- undMaßchinenzeichnung - 2) die topographi-sche Situationszeichnungslehre (s. d>), oder die Anweisung, ökonomische, cho-rvgraphische, hydrographische, geographische, taktische und petroarophische Tharkenzu entwerfen und zu zeichnen; 3) die eigentliche Fortifications -, Architektur-, Per-spertive, ?lrti!lerie- und Maschinen-Zeichn,ingslebre. Ein Hauptwerk ist des MastHerdegen (Pros. ander k.Artill.-Akad. zu München ) „Praktische Zeichnungslekre zurSelbstübunq für Militair- und Civilpersonen" (2. A., 3 Thle., mit59Kupsertaf.,München 1825). — Eine allgemeine Zeichnungslehre enthält das „Elementar-werkfür den ZeichnungS-Unterricht re."(t ?(bth. m/tZeichnungsvorlogen von Mi-ville; Tept vom Prof.Hanhart, Basel 1829). In Hinsicht der Metbode, Zeichnenzu lernen überkaupt, sind die Zeichnenbücher von Schnorr, K'einknechl undRain-sauer's „Zeichnungslehre" (2 Thle., Stuttg. 1821) »u empseblen.

Z e i t ist das allgemeine Verhältniß, in welchem alle wahrnehmbare Dingestehen, insofern sie entstehen, blühen und verschwinden. Als eine d-'m wahrnebmen-.den Geiste nothwendige Form, durch welche das wahrnehmbare Mannigfaltige alsnach einander bestehend zur Einheit verbunden wird, ist die Zeit kein äußerer Gegen-stand, auch kein Verhältniß äußerer Dinge zu einander. Sie ist vielmehr, wie dieErscheinungswelt, deren Form sie ist, unendlich und ohne Unterbrechung. Von einerbestimmten Zeit aber (relative Zeit) r.den wir nur in Hinsicht Dessen, was die Zeiterfüllt. Hiernach unterscheiden wir auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftals ihre relativen Bestandtheile, die stetig in einander übergehen. Um die Folge undDauer einzelner D'n;e und Begebenheiten zum menschlichen Bedürfniß abzumes-sen, hat man die großen und sich immer gleichförmigen Bewegungen der Himmels-körper, die zunächst mit der Erde in Verbindung stehen, zum Maßstabe genommen,daher die physische oder astronomische Zeit. Ein solches Zeitmaß gewährt uns näm-lich die Natur selbst. durch die tägliche scheinbare Umdrehung des Himmelsgewölbes,d.h. durch die Umdrehung unsrer Erde um ihre Ape. Dies gibt die Sternzeit(s. d.). Für die bürg wichen Lebensverhältnfise aber konnte, aus wichtigen Gründen,die Sternzeit nicht zum Zeitmaße dienen. Man mußte die Sonneuzeit (s. d.)n chmen. -Obwol nun diese ungleichförmig ist und weder mir der Sternzeit noch niitder Zeit, welche eine Uhr angibt, genau übereinkommt, so hilft doch diesem Übel-stande die Zeitaleichung ab, vermöge welcher man die wahre Sonnenzelt in mittlereverwandelt. (S. Zeitgleichung.) über die Zeit in religiöser Hinsicht haben wirein Lehrgedicht von Rob. Pollock erhalten: „Die oonr-e os t,n,e", in 10 Buch.,(5 A. nach der londner abgedr.. Hamb. 1828. deutsch metrisch von Hey, Hamb .1829); üb-Ldie Zeit in sitklich-pädagog. Hinsicht ist Iullicn'S rur 1'enijstniein lern," (4. A„ Paris 1829) zu empfehlen.

Zeitalter, die vier (Mythos). Der Gedanke, daß eS einst eine vollkom-men glückliche Zeit des Menschengeschlechts gegeben habe, und diese durch die all-mälige Verschlimmerung des letzter» verschwunden sei, hat ungeachtet der traurigenEmpfindungen, die er erregt, theil« für den denkenden Menschen, der in dem Druckeder Verhältnisse lebt, theils für d'e Phantasie der Dichter etwa« zu Reizendes, alsdaß man sich darüber wundern sollte, daß diese Lehrern schon in den ältern Zeiteneine Schilderung jenes idealen Zeitalters gewagt habet,. Die ersten Dichter, dieuns eine etwas vollendete und reizend sein sollende Beschreibung dieses Zeitaltersund seiner allmäligen Verschlimmerung hinterlassen haben, sind Hesiod und Dvid.Nach der Dichtung, die der Letztere in s. .,Metamorphosen" aufgestellt, folgten, seitder Entstehung der Erde , viererlei Zeitalter aufeinander, nämlich r 1) Das goldeneZeitalter, unter der Regierung des L>aturn. Da lebten die Menschen frei, ohneGesetze und Richter; sie kannten nur ihre Ufer» kemeSchiffe, keineWaffen, keineKriege und Krieger; ihre Felder trugen Früchte, ohne geackert zu werden; es