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Zeitungen, französische
tungen den Hähern Charakter, der ihnen früher, wo sie sich auf bloße Mittheilungvon Neuigkeiten einschränkten, mit Ausnahme Englands, gänzlich abging. Esstellten sich nun, da die Pressen sreigeg den wurden, anstatt der früher als verächt-lich betrachteten Zeitungsschreiber, durch Talent, Patriotismus und oft auch durchGeburt ausgezeichnete Männer an ihre Spitze, sie sonderten sich nach den politi-schen Parteien und Farben, die öffentlichen Angelegenheiten des Volks wurden inihnen erörtert, die Verhandlungen der Nationalversammlung durch Geschwindschrei-ber aufgezeichnet, in ihnen mitgetheilt und, je nachdem die Blätter der einen oder derandern Partei zugethan waren, gelobt oder getadelt. So schwer es sein mochte, ausihnen den wahren Zustand der Dinge kennen zu lernen, so wirkten sie doch bedeutendauf die politische Ausbildung des Volks und gewöhnten dasselbe, über die öffentlichenAngelegenheiten nachzudenken. Bei den Engländern war dies Alles schon früher sogewesen. Die Franzosen ahmten ihnen nach wußten aber weniger als ihre NachbarnMaß und Ziel zu halten, und es entstanden Blätter wie Marat's ,,^,ni <Iu ziouple"und Heberi's „störe Iluebezne", die man auf der Stufe, zu der unsere Civilisationgelangt ist, kaum für denkbar gehalten haben sollte. Eine Geschichte des franzö-sischen Zeitungswefens während der Revolution würde höchst anziehend,aber auch zugleich fast eine Geschichte dieser Revolution selbst sein. Wir nennen nurdie wichtigsten Erscheinungen dieser Art in den verschiedenen Epochen der Revolutionund seit der Restauration. — Der „11n„ i le» r" (s. d.) hat seit der Restauration,da sich die königl. Regierung mehr der halbofficiellen Blätter, die häufig unter dembesondern Einflüsse des einen oder des andern Ministers stehen, bedient, um auf dieöffentliche Meinung zu wirken, an Interesse und Absah sehr verloren; doch war erauch schon vorher, sowol seines hohen Preises sjährl. 100 Fr.) als auch seiner noth-wendigen Einseitigkeit wegen, keineswegs das gelegenste unter den pariser Tagbiät-tern, 1830 zählte er 2666 Abnehmer. Das „lournal ste pari;" erschien zuerst1111 und erhielt sich während und nach der R volution, mußte aber seinen politi-schen Charakter oft ändern. Eine Zeit lang wurde es von Rüderer, Corancez undSt.-Aubin mit besonderm Erfolge redigirt. Während des Ministeriums Decazeg(1818 — 20) stand es unter dem Einflüsse dickes Ministers, und die liberalen Blät-ter nannten es spottweise dasstourm.l <le z>n>iae. Es endigte im Juni 1821 seinenschwankenden und zweideutigen Gang. Die „6a/.oUe <1c I-äanee" war die ersteregelmäßig erscheinende sranz. Zeitung, von Renaudot 1631 gegründet. Sie bildetebis 1192 eine Reihe von 163 Bdn. Auch sie hat sich, mit wenigen Unterbrechun-gen, die Revolution durch erhalten und gehört seU der zweiten Restauration, nebstder „t^uolistienne", dem „Dr.iziean 1 , 1 - 1 ,c" u. o. zu den Parteibläite,n der Ultras.Die„Öaeeile" war 1825 der Tummelplatz des liberalen Apostaten Benaben, dannwurde sie nebst dem „vrapean blaue" von Hrn. Sostk.-ne de la Rochefoucauld(Director des Deport, der schönen Künste) durch Ankauf zur Verfügung des Mini-sters gestellt. Die sranz. Zeitungen werden näml'ch auf Actien unternommen; danun diese verkauft werden, so begreift es sich, wie Journale erkauft werden.Man nannte dies amortisiren. IederMinister bediente sich gern eines eignen Jour-nals; so nahm Hr. v.Damas, Minister des Auswärk., den, l)>-> z, e-.au" und derMinister des Innern, Hr. v. Corbißre, die „Oa/eitx". Diese hörte im Juni 1821auf; dagegen nahm im Juli 1821 die „l-.Hle", eiffAben'blati, den Namen „Oa-relie ste strauce" an und tvurde Vill, le's Organ, dessen Vertheidigung sie noch jetztführt, sowie sie fortwährend das constitutionnelle System mit der bittersten Heftig-keit angreift. Als „1-üniIe" gehörte sie früh r dem Iustizminister, Hrn. v. Peyron-net, und der Tongregakion. Dainals erhi lt sie 20,000 Fr. aus der Schatzkammer,wofür sie die Art. des Hrn. v. Vstbke aufnahm. Übrigens predigte sie den Iesuitis-Nius, und zählt 9883 Abnehmer. — Die „Ouotulieuue" g hört den» Hrn. Mi-chaud, dem Geschichtschreiber der Kreuzzüge, dem Hrn. v.Vitrollee u.A, Sie >stbigot, absolutistisch und miguelistisch, ein Arsenal des Iesuitismus; als solche stand