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Zeih Zelter (Karl Friedrich)
Pressen; davon in Paris 8t Druckereien oder 850 Pressen). In Paris allein,das 890,000 Einw. zählt, erscheinen 176 periodische Schriften. UX.
ZeItz, ehemals die zweite Stadt des zum Königreiche Sachsen gehörigenStiftes Naumburg-Zeitz , durch den Vertrag vorn 18. Mai 1815 an Preußen ab-getreten, gehört jetzt zum Regierungsbezirk Merseburg im Herzogthum Sachsen.Die Stadt Zeitz liegt 5 Meilen von Leipzig in einer angenehmen, fruchtbaren Ge-gend am rechten Ufer der weißen Elster, über welche eine steinerne Brücke führt,und auf und an einem hohen Berge, daher die Straßen größtenteils abschüssig sind.Sie zählt 618 H. und 7000 T., die sich theils mit Arbeiten in den hiesigen Tuch-,Zeuch- und Ledermanufacturen, theils mit Feld- und Gartenbau beschäftigen.Die >Ltadt ist alt, bat aber, als ehemaliger Sitz verschiedener Behörden, zumTheil gute Gebäude, ein Schloß, die Morißburg genannt, 4 Kirchen und einnicht Unberühmtes Gymnasium, das eine gute Bibliothek von 12,000 Bdn. undvielen Handschriften besitzt. Nahe bei der Stadt an der Elster ist der sogenannteThiergarten, ein sehr schöner Park. — Das ehemalige BiSthum Zeih wurde 968von Otto I. errichtet, um die Bekehrung der Wenden zum Christenthum zu beför-dern. In der Folge fanden es der Bischofund seine Geistlichen gerathener, ihrenSitz (1029) nach dem mehr Annehmlichkeiten darbietenden Naumburg zu verlegen,und das eLtifl erhielt nun die Benennung Naumburg-Zeitz . Als der letzte kathol.Bischof, Iul. Pflug, 1564 starb, wurde dem Kurhause Sachsen durch einenVergleich die Administration des Stiftes übertragen. Schon früher hatte Kur-sachsen die landesfürstl. Hoheit und Schuhgerechiiakeit über die in seinen Länderngelegenen Stifter behauptet. Kurfürst Johann Georg I. vermochte in seinem Te-stamente (1652) das Stift Naumburg-Zeitz, nebst verschiedenen andern Ämtern,seinem jüngsten Sohne Moritz, welcher der Stifter der sachsen -zeitzischen Neben-linie wurde, die bereits im ersten Viertel des vor. Jahrh, mit seinen Söhnen wiederausstarb. Durch einen 1726 geschlossenen Vergleich wurde das weltliche StiftS-regiment dem Kurhause Sachsen auf immer übertragen, die Kirchensachen aberwurden dem sächsischen Geheimenrathscolleqio überlassen. Diese Verfassung ist bis1815 beibehalte» worden, wo das ganze Stift Naumburg-Zeitz, mit Äusnahmeeines Bezil ks von einer Quadratmeile, an Preußen abgetreten wurde.
Zellgewebe (lein ae>!»!.-nis) nennt man die Unbildung der organischenKörper, welche sich in allen einzelnen Organen befindet, sie alle umgibt und ver-bindet, und woraus sich die letzter» nach der Ansicht mancher Physiologen bilden.Wenn man die Muskelfibern oer Länge nach aus einander reißt, bemerkt man vielekleine weiße Faserchen, welche den getrennten Fibern anhängen, diese sind eben rei-nes Zellgewebe. Es besteht aus einer großen Menge kleiner Zellen, welche untereinander zusammenhängen, und thierischen Dunst, Fett oder auch krankhafter Weiseserös-wässerige Flüssigkeiten enthalten.
Zeloten waren eigentlich bei den Juden Diejenigen, welche für die EhreGottes und ihres Tempels, sowie für ihre Gesetze, eiferten, und die öfters so weitgingen, daß sie einen vermeintlichen Gottesverächter oder Sabbakhsschänder sofortsteinigten oder sonst aus dem Wege räumten, ohne weiter dadurch verantwortlich zuwerden. Jetzt belegt man Diejenigen mit diesem Namen, welche ohne Überlegungund mit ungebührlicher Strenge sich zu Religionsvertheidigern auswerfen und ge-gen Andersdenkende eifern.
Zelter (Karl Friedrich), Pros. und Director der Singakademie in Berlin ,ist geb. daselbst 1758. Sein Vater, der ein Maurer und aus Sachsen gebürtigwar, ließ ihn das jvachimsthalische Gymnasium besuchen und in allerhand nützli-chen Kenntnissen unterrichten. Vom 17. Z. fing er an seines Vaters Professionzu erlernen. Aber schon im solg.I. erwachte in chm eine ganz besondere Liebe zuvMusik, die, obgleich er schon vorher Unterricht imClavier- und Orgelspiel erhalten,
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