Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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4S8 Zeugung

d. h. durch die Pokaritätslehre, begründet werden, wenn sie wissenschaftlich seinsoll. Bei allen organischen Wesen, die sich durch Begattung foripflanren, ist dasGeschlechtsverhältniß ein Polaritätsv-rhälmiß, d. h. die beiden Geschlechter stellendie beiden Pole jeder Gattung dar, wodurch deren Erhaltung in der Fortpflanzung )der Individuen begründet ist. Durch den Gegensatz der beiden Geschlechter, d. h. ,durch denjenigen der zwischen einem männlichen und weiblichen Individuum, einerGattung von Thieren z. B. , stattfindet, treten diese mit einander in Wechselwir-kung, und was in der chemischen und dynamischen Welt als Anziehung sich äußert,spricht sich hier, aus höherer Stuft, als G'schl chtsirieb aus, der sich im Menschenzu demjenigen Triebe veredelt, den man Liebe nennt. Die Bereinigung der Ge-schlechter (in der Begattung) ist einerseits ideal und b stebk im Zusammenwirken >des vereinten männlichen und weiblichen Princ pS zur Beseelung eines neue» Or-ganismus, andrerseits real, indem der Zeugungsstofl d S Mannes (d r niänn-liche Same) sich mit dem Keim im Zeugunassyst ni d,s Weib.s vereinigt, um denangehenden Organismus von leiblicher Lein zu begründen. Der Augenblick derEmpfängniß ist also der Anfangspunkt eines neuen Individuums, das nach demTypus (Vorbilde) der Aftern sich entwickelt; denn in dem Erzeugten kann kein an-drer BildungStrieb wirksam sein als in den Erzeugern, deren Leben und Lein (keinfremdes) sich in dein Kinde erweitert und fortsetzt. Und so bedarf es keiner Ein-schachtelung präformirter (schon gebildeter) Keime, um zu begreift n, wie sich alleGattungen von Pflanzen und Thieren (und so auch der Mensch) von Anbeginn bisauf unsere Zeiten fortpflanren konnten. — Ursprünglich muß aber alle Zeugungdes Organischen eine universelle (gniiomiio a<-g>nv>><n>), d. h. eine solche gewesensein, die nicht durch organische Individuen entgegengesetzten Geschlechts vermitteltwar. Die ersten Pflanzen, Thiere un selbst Menschen müssen durch zeugendeKräfte der elementarischen Natur und nach Naturgesetzen entstanden sein, die unsnoch unbekannt, wenigstens noch zu dunkel sind, und erst in später Folgezeit ihreAufklärung erwarten. Wer die ersten Menschen, Thiere und Pflanzen unmittel-bar von Gott, d. h. durch einen außer- oder übernatürlichen Zengungsact — wieman es nach dieser Borst.llangsark nennen müßte — erschaffen sein läßt, der zer- -haut den Knoten, den die W sscnschofi erst auslösen soll. Was Gott schafft, schaffter durch Kräfte d.rNarur, welches ursprünglich seine odw göttliche Kräftt sind, under schafft es nach Naturgesetzen, welche ebenfalls von ihm stamimn. Zufolge jenerunrotss nschaftlichen Annahme einer unmittelbaren göttlichen Z-ug"ng o^er Erschaf-fung füllen alle Thier- und Pflanzengaktungen von einem ersten Paare abstammen,wie man es, der Mosaischen Urkunde gemäß, von den Menschen annmimi, unddas Paradies wäre sonach der Versammlungsort der ersten Paare aller gegenwärtigvorhandene > Pflanzen- und Thiergattungen gewesen, in deren Mitte dle erstenM-nschen als Beherrscher auftraten. Es ist eben nicht schwer, zu zeigen, wie sehrdiese Voraussetzung mü den Gesetzen und der Ordnung der Natur streuet. Nurwenig« Thier- und Pflanzengaktungen können in verschiedenen Gegenden und Kli-maren gedeihen, sondern bei weitem die meisten ersodern eine eigenchümlicheNatur-miigebuitg, und es ist daher keine Gegend denkbar, in welcher alle ursprünglich bei-stimmen gewesen wären. Die Entstehungspunkie muffen also s-hr zerstreut gewe-st» sein. , Nun aber", sagt Ltefftus im 2. Bd. s. ,,Anthropologie , L. 26,„sindet man dieselbe eigenthümliche Beschaffenheit der Gegend auf den entferntestenPunkten und dann nicht selten mit den nämlichen Insekten und Pflanzen. WelcherPunkt war nun der ursprüngliche? Und wenn wir irgend einen, offenbar willkür-lich, als einen solchen anm hmen. wie geriethen die Gattun ,en von diesem nach demvöllig isolieren Punkte? — Gegen Norden wie gegen Süden treten dieselben Na-eurveichältniffe des Klimas hervor, und mit diesen zeigen sich die närrischen Thiere,ftamoa jubstit (den zottigen Seelöwen) finden w:r m Lei» nördlichen Nordamerika »!-