Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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518
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518 Ziminermann(I.G., Rittery,) Zimmermann (E.A,W.v.)

«istentis Lei, «ive cls oriAine linjus küei, uncle er, cksrivari porrit et clebentIN exn>n>-ii etc," (1791). Zu Z.'s Philosoph, Schriften gehören s, „Philo-sophische Religionslehre" (1. Thl.); s. „Lehre von der Idee des Absoluten" (1805),vnd s. „Philosoph. Untersuchungen ül»r den allgemeinen Verfall des menschlichenGeschlechts" (3 Thle., 1809). 11.

Zimmermann (Johann Georg, Ritter v<), wurde geb. zu Brvgg, ei-ner kleinen Statt desCantons Bern, am 8, Dec, 1728. Wein Vater war Ralhs-herr. Er studirte in Götiingen die Arzneiwistenschsft, ward Doctor und zeichnetesich durch Kenntnisse und Geschicklichkeit aus. Nachdem er einige Zeit Stadlphy-sikus zu Brugg gewesen war, kam er 1768 als königl, großbrit, Leibarzt, mit demTitel eines Hofraths, nach Hanover, Sein Aufenthalt in Brugg , wo er von al-lem für ihn paffenden Uiiigange^rbgeschieden gewesen war, und wo er zwischen denZähren 1755 und 1761 seine nachher zu erwähnenden Schriften verfaßte, die ihnam meisten berühmt gemacht haben, hatte den Keim zur Hypochondrie in ihm ent-wickelt, welche ihn sein ganzes L-ben hindurch nicht wieder verließ. Als praktischerArzt hatte er einen großen und verdiente» Ruf; besonders wußte er mit selteneinScharfblicke die Natur der Krankheiten zu erkennen, Als Schriftsteller genoß ereines noch ausgebreiteter» Ruhms, und seine Schriften vereinigten Scharfsinn undhellen Überblick mit einer anziehenden, nur zuweilen gesuchten Beredrsamkur. Sei-ne Werke „Über die Einsamkeit" (Leipz. 1784 und 1185, 4 Thle.) und „VomNationalstolze" (Zürich 1789) sind in dieser Hinsicht ausgezeichnet zu nennen 1und wurden fast in alle lebende Sprachen überseht; dazu kam, daß sie auch vonSeiten der überall bemerklichen tief n und originellen Gedanken und zweckmäßigMitgetheilten Kenntnisse als trefflich anerkannt wurden. Nicht mindern Ruhm er-warb ihm s. Schrift: „Von der Erfahrung in der Arzneiwissenschaft". DieseWerkeVerschafften chm die Zuneigung der Kaiserin v. Rußland, Katharina II. , die ihmeinen ehrenden Ruf an ihren Hof zukommen ließ, den er jedoch ablehnte. AuchFriedrich dem Gr. war er bekannt worden. In dessen letzter Krankheit ivard er zuihm berufen, und dies gab ihm Veranlassung, über diesen Monarchen und se.nVerhältniß zu ihm Mancherlei zu schreibe^,, was jedoch seinen Ruhm nicht vermehrthat; z.»B. „Über Friedrich den Großen und meine Unterredung mit ihm kuiz vorseinem Tode" (Leipz. 1788); „Fragmente über Friedrich den Großen" (1790, 3Bde.) u. s. w. Am heftigsten schrieb damals gegen ihn 0. Bahl dt, woraus das be-kannte Pasquill: „0. Bahrdt mit her eisernen Stirn", erschien (s. Kotzebue ),da« den Ritter Z, rächen wollte, seine Ruhe aber aufs schmerzlichste störte. Diesund fortwährende Kränklichkeit, in Verbindung mit einer leidenschaftlichen Empfind-lichkeit, trübten Z.'S Ansicht von der Welt und dem Leben nach und nach so sehr,daß er sich durch seine letzten schriftstellerischen Arbeiten fast um den Ruhm brachte,dessen er früher mit Recht genossen harre, Er starb am 7. Del. 1795.

Z i ni m e r m a n n (Eberhard August W lhelm v.), einer jener achtungswer-then deutschen Gelehrten, die sich durch Gründlichkeit des Studiums und übermü-deten Fleiß vorzüglich ausgezeichnet haben, gehörte in dem Fache der Geographie,Ethnographie, Anthropologie und Zoologie, wenn auch nicht zu Denen, die maneigentlich Schöpfer oder Begründer ihrer Wissenschaften nennen kann, doch zu De-nen, welche das Vorhandene und Aufgefundene meisterhaft zu benutzen, anziehenddarzustellen und dadurch unter allen Elasten der gebildeten Menschheit zu verbrei-ten wissen. Er war geb. d. 17, Aug. 17t3 zu Ulzen im Cellischen, wo se.n Va-ter —. bekannt durch ein Werk über die Tottenurnen der alten Deusschen — Su-perintendent war; dann bildete er sich auf der Universität Götlingen, und späterzu Leyden . An ersterem Orte hatte er sich Hollman's und andrer Mathematikerund Physiker-Beifall erworben, eine Probeschrist über die Analyse der Curven undauch schon eine meteorologische Beobachtungsreise auf den Harz geschrieben. In