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Zwölfter Band. W bis Z.
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Zodiacallicht Zoega

blau und hell, gutes Wetter erwarten. — Der Zobten , die Heimatb uralter Sa-gen undMährchen, ist ein Urgebirge. Aus ihm hat man einen 7 — 8000Centnerschweren Granitblock herausgearbeitet, der als Würfel, nach Blücher s Wunsche,al» Denkstein auf dem Grabe dieses Helden zu Kriblvwih ruhen soll.

Zodiacallicht, Thierkreis Licht. Man gewahrt in unsern Breiten, be-sonders um die Nachtgleichcn, zur Zeit des Auf oder Untergangs der Sonne, oft-mals ein von derselben ab, in der Richtung tesThierkreises (daher der Manie) fort-gehendes, spitz zulaufendes, schönes, weißliches Licht, welches große Ähnlichkeitmit dem Schimmer hat, den die Milchstraße verbreitet. Über die Natur dieser zu-erst von Eastini beobachteten Erscheinung hat unter den Astronomen ein langer,noch nicht entschiedener Streit geherrscht. Mairan suchte mit vielen, zum Theilscharfsinnigen Gründen darzuthun, daß sie die entweder selbst leuchtende oder vornKörper der Sonne erleuchtete Atmosphäre der letzter« sei. Dies, Behauptung wardvon Laplace in s. „Mechanik des Himmels" angefochten. Man bat jedoch wahr-nehmen wollen, daß die Stärke dieses Lichtes im Verhältnisse der Sonnensteckezu- und abnehme, eine Erfahrung, die für Mciran'S Ansicht zu sprechen scheint,indem die Sonnenstecke, nach Herschel'S Meinung, dadurch entstehen, daß dieselbstleuchtende Sonnenatmosphäre einzelne Stellen des dunkeln Kerns entblöße.Regnier meint (v. Zach, „Monatl. Eorresp.", 1802, Juli), das Zodiacallichtrühre von der Beugung des Sonnenlichts an der Oberfläche unserer Erde her. Beidieser Meinungsverschiedenheit ist bis jetzt nichts ausgemacht, als daß die Materie,von welcher uns das Thierkreis-Licht zugesendet wird, von außerordentlich feinerBeschaffenheit sein muß, indem man die kleinsten Sterne mitten durch dieselbe er-kennt. Ausführlicher verbreitet sich über diese Erscheinung Littrow's „PopulaireAstronomie". ll. dl.

Zodiacus (Thierkreis) heißt in der Astronomie derjenige Streifen in derscheinbaren Himmelskugel, innerhalb dessen sich jederzeit die Planeten befinden.Dieser Streifen liegt zu beiden Seilen der Sonnenbahn (Ekliptik, vgl. d.) undwird von 2 derselben parallel laufenden Kreisen begrenzt. Er enthält 12 Sternbil-der, die meist von Thieren hergenommen sind, daher sein Name.

Zofga (Georg), ein Däne, war einer der größten Alterlhumsforscher un-serer Zeit und dabei einer der edelsten und seltensten Männer. Seine Familiestammt aus der Gegend von Verona . Er ward d. 20. Dec. 1755 zu Dahler(Pfarrdorfin der jütländ. Grafschaft Schackenborq) geb., wo sein Vater Predi-ger war. Er kam 1772 auf das Gymnasium in Alkona und studirte seit 1773 inGöttingen. 1778 machte er eine Reise durch die Schweiz nach Italien und hieltsich den Winter in Leipzig auf. 1777 reiste er zu s Altern zurück und lebte bis1778 in einer ihm unbequemen, unthätigen Lage in Kopenhagen . Darauf über-nahm er eine Hauslehrerstelle In Kjerteminde und reiste 1779 mit se ncni Zöglingenach Göttingen, und darauf wieder nach Italien. 'Zurückgekehrt nach Kopenha-gen , fand er in dem Geh.-Rath Guldberg einen Gönner, der ihm ein Reisestipen-dium verschaffte, sodaß er 1782 seine dritte Reise nach Italien antreten konnte.Er war schon auf dem Rückwege, als er in Paris von der in Kopenhagen einge-tretenen Ministerialveränderung Nachricht erhielt und wieder umkehrte, mit demEntschlüsse, in Rom s. Tage zuzubringen. Um die schöne Malerstochter, Ma-ria Pietruccioli, heirathen zu können, ward er 1783 heimlich katholisch. Un-streitig hatte er durch Winckelmann die erste Anregung zu einem tiefern Erforschender Altersthumskunde erhalten, aber so ähnlich sich beide Männer in ihrem rast-losen Streben, ihrem Schönheitssinn und ihrer Gelehrsamkeit waren, so ver-schieden war ihre innere Geistesrichtung. In Winckelmann war mehr der po-pulaire und plastische Geist der Alten eingedrungen; er sah in den antiken Kunst-werken die freigewordene Form, das Mittel, wodurch das dichterische Gemüth sichgleichsam veräußerlicht und Andern sichtbar erscheint. Z. hingegen las in den Wer-